Henrikh Mkhitaryan vor erstem Auftritt in der Liga

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DORTMUND - Kommt Henrikh Mkhitaryan, teuerster Neuzugang der BVB-Geschichte, am Samstag zu seinem Bundesliga-Debüt? Der Armenier könnte den  verletzten Ilkay Gündogan auf der "Zehn" ersetzen.

Von Peter Schwennecker

Henrikh Mkhitaryan ist ein Sprachgenie. Neben seiner Muttersprache beherrscht er Französisch, Englisch, Portugiesisch und Russisch fließend. Auch bei seinem Deutsch-Kurs macht der Armenier rasante Fortschritte, zumal er große Unterstützung vom Mannschaftskollegen Kevin Großkreutz erhält. Das Dortmunder Urgestein übt mit Mkhitaryan fleißig BVB-Lieder, und die könnte er am Samstag nach einem gelungenen Bundesliga-Debüt gegen Eintracht Braunschweig (17.30 Uhr/Sky) mit den Fans auf der Südtribüne anstimmen.

Die warten mit großer Vorfreude auf den ersten Auftritt des mit 26 Millionen Euro teuersten Einkaufs der Vereinsgeschichte. Ob Mkhitaryan von Beginn an auflaufen wird, lässt Jürgen Klopp allerdings offen. Der BVB-Fußball-Lehrer bestätigt lediglich, dass der von Schachtjor Donezk zur Borussia gewechselte Mittelfeldspieler auf jeden Fall zum Aufgebot gehören wird. Der Anriss im Syndesmoseband, der den 24-Jährigen nach einem gelungenen Start in die Vorbereitung zu einer vierwöchigen Pause zwang, ist ausgeheilt. „Im Training hat es schon einmal bei einem kleinen Spielchen für 70 Minuten gereicht“, erklärt Klopp. „Es wurde von Minute zu Minute besser und sicherer. Das sah schon sehr ordentlich aus.“

Der Armenier könnte in der zentralen Mittelfeldposition den verletzt von der Nationalmannschaft zurückgekehrten Ilkay Gündogan (Wirbelstauchung im Rücken) ersetzen. Aber auch Marco Reus wäre für diese Position ein Kandidat. Kaum anzunehmen, dass Klopp in der Startelf auf Pierre-Emerick Aubameyang verzichten wird, der beim 4:0-Auftakt in Augsburg gleich drei Treffer erzielte. Dieser könnte für Reus auf die linke Seite rücken, wenn Jakub Blaszczykowski rechts aufläuft. Nach dem glänzenden Einstand brennt Aubameyang auf seine Heimpremiere in der Bundesliga.

Klopp hat den Wirbel unter der Woche um den pfeilschnellen Stürmer abgeblockt und ihn am Boden gehalten. Was laut Trainer nicht besonders schwer war. „Man musste ihn nicht einfangen. Die Arme waren nicht die ganze Woche oben“, betont Klopp. „Er weiß, dass er hart arbeiten muss. Entweder, um die Form zu halten, oder zu verbessern. Es gibt viele Dinge, woran wir mit ihm arbeiten können. Aber es ist eben auch schon extrem viel da.“

Mit einem klaren Sieg könnte die Borussia am Sonntag gegen den Neuling, der mit einer 0:1-Heimniederlage gegen Werder Bremen startete, sogar die Tabellenführung erobern. Doch leicht wird es nicht. Klopp bescheinigt der Eintracht durchaus Bundesliga-Reife. „Braunschweig ist taktisch gut, die Abläufe sitzen.“ Zudem lobt Klopp das schnelle Umschaltspiel und das aggressive Zweikampfverhalten der Niedersachsen. „Das alles gibt ihnen die Möglichkeit, durchaus zu überraschen. Sie sind zudem bereit, jeden kleinen Fehler wieder wett zu machen.“ Eine Eigenschaft, die auch für die Dortmunder gilt. „Wir haben viele Dinge besser zu machen als im vergangenen Jahr“, so der BVB-Trainer. „Wir haben massenhaft Punkte zu Hause abgegeben. Wir sind aber keineswegs in einer Situation, wo wir vieles wieder gutmachen müssen, sondern wir können darauf aufbauen, wenn wir das Negative vermindern und das Positive verstärken.“

Vor dem Anpfiff freut er sich erst einmal auf das Wiedersehen mit seinem alten Kumpel Torsten Lieberknecht. „Er war erst mein Mannschaftskollege, dann mein Spieler. Jetzt ist er auch schon Trainer. Da sieht man, wie schnell die Zeit vergeht“, schmunzelt Klopp. „Ich werde ihn freundlich begrüßen, und ihn dann mit einem für ihn nicht so erfreulichen Ergebnis nach Hause schicken.“ Schließlich gibt es für Klopp nur ein Ziel: „Den guten Start von Augsburg mit dem ersten Heimsieg zu veredeln.“

Quelle: wa.de

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