Harmonie für Hummels ein Erfolgsgarant

Trotz des harten Programms im Trainingslager hat Mats Hummels „richtig Lust, zu kicken“. ▪ Fotos (2): Müller

JEREZ ▪ Bundesligist Borussia Dortmund absolvierte gestern Morgen im Trainingslager in Jerez nur eine Konditionseinheit, die es aber in sich hatte. Danach blieben Neven Subotic und Mats Hummels noch freiwillig auf dem Platz, um einige Übungen mit dem Ball folgen zu lassen. Ein Zeichen dafür, wie Hummels anschließend im Gespräch mit Peter Schwennecker bestätigte, wie heiß die Dortmunder derzeit auf Fußball sind.

Fast alle Mannschaftskollegen waren nach der harten Laufeinheit schnell zurück im Hotel. Nur Sie und Neven Subotic blieben noch auf dem Platz, um mit dem Ball zu trainieren. Sind Sie selbst nach einer recht kurzen Winterpause so heiß auf Fußball?

Hummels: Ja, auf jeden Fall. Dadurch, dass wir heute im Training nur gelaufen sind, hatten wir noch richtig Lust, etwas zu kicken, zumal wir den Rest des Tages frei haben.

Sie bilden mit Neven Subotic die stabilste Innenverteidigung der Bundesliga, haben in der Hinrunde nur zehn Gegentreffer hinnehmen müssen. Ist die Tatsache, dass Sie sich auch privat so gut verstehen, ein entscheidender Grund dafür?

Hummels:Ich glaube, dass das schon eine große Rolle spielt. Wenn man, wie wir, schon zweieinhalb Jahre zusammenspielt, sich gut versteht und jeder genau weiß, wie der andere tickt, ist es natürlich auch auf dem Platz leichter zu harmonieren, als wenn man mit Leuten zusammenspielen muss, die man nicht leiden kann. Aber das ist bei uns absolut nicht der Fall.

Ist es vielleicht das Geheimnis des Erfolges aus der Hinrunde, dass die gesamte Mannschaft so harmoniert?

Hummels:Ich denke schon. Wir verstehen uns alle unheimlich gut untereinander. Ich weiß nicht, wie das bei anderen Mannschaften ist. Bei uns ist das Verhältnis außergewöhnlich. Deswegen können wir auch unsere gemeinschaftliche Arbeit auf dem Platz weitaus besser verrichten als ein Team, das im zwischenmenschlichen Bereich Probleme hat.

Wie verbringen Sie hier in Jerez die Freizeit?

Hummels:Wir essen natürlich zusammen, haben die Playstation dabei. Bei den Spielen sind zwangsläufig einige Mitspieler erforderlich. Deswegen machen wir auch da einiges gemeinsam.

Vor einem halben Jahr haben alle von einem sehr schweren Auftaktprogramm mit den Spielen gegen Leverkusen, Stuttgart, Bayern, Wolfsburg und Schalke gesprochen. Sie haben dann nach der Auftaktniederlage gegen Leverkusen eine Superserie hingelegt. Wie schätzen Sie die Aufgaben diesmal ein?

Hummels: Es wird auch diesmal unfassbar schwer. Ich glaube, dass es fast unmöglich ist, diese tolle Bilanz, die wir in der Hinserie erreicht haben, noch einmal zu wiederholen. Dennoch ist es theoretisch machbar. Deshalb wollen wir jetzt gerade im ersten Spiel in Leverkusen zeigen, dass wir da sind. Die Mannschaften, die jetzt gegen den BVB antreten, sollten ihre Spiele gegen uns nicht vorher als Siege einrechnen, wie es bei manchen ja der Fall ist. Wir wollen gut aus der Pause kommen und am besten gegen Leverkusen gewinnen.

Könnte ein Erfolg zum Auftakt in Leverkusen sogar schon eine Art Meilenstein sein?

Hummels: Das ist eins dieser klassischen Sechs-Punkte-Spiele. Aus unserer Sicht ist von sieben bis 13 Punkten Vorsprung alles möglich. Deswegen ist es natürlich extrem wichtig, in Leverkusen nicht als Verlierer vom Platz zu gehen.

Quelle: wa.de

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