Umstrittene Regel

Handspiel oder nicht? So emotional reagiert BVB-Coach Favre

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Lieber den Ball am Fuß, als an der Hand. BVB-Coach Lucien Favre (links) und Sportdirektor Michael Zorc ärgern sich über die Regelauslegung.

Der Videoassistent und das leidige Thema Handspiel sorgen stets für Diskussionen im Fußball – und lassen auch BVB-Sportidirektor Michael Zorc und Trainer Lucien Favre nicht kalt.

Dortmund – Diskussionen gehören zum Fußball wie der Käse auf die Pizza. Ohne wäre langweilig – und irgendwie falsch. Wenn es nach BVB-Coach Lucien Favre und seinen Sportdirektor Michael Zorc geht, müssen die Kontroverse rund ums Thema Handspie l aber schleunigst beendet werden. "Das versteht doch keiner mehr", meint Zorc.

Es ist kein spezielles Problem für Borussia Dortmund, eher ein allgemeines für den Fußball. Und trifft auf Unverständnis beim Schweizer. "Ich habe letztens noch ein Spiel gesehen – mir fällt gerade nicht ein, welches: Da kommt eine Flanke und ein Verteidiger will blocken, bekommt den Ball an den Arm, Penalty. Er kann das nicht vermeiden, aber es ist Penalty. Für mich als Fußballer geht sowas nicht", erklärt Favre, der am Sonntag im Heimspiel Bayer 04 Leverkusen empfängt (Anstoß: 18 Uhr/bei uns im Live-Ticker). 

Klare Regelung fehlt

Das Problem: Es ist zurzeit nicht klar geregelt, wann und unter welchen Umständen ein Handspiel im Strafraum mit einem Elfmeter geahndet wird. Da hilft auch nicht der Einsatz eines Videoassistenten. "Die Regeln müssen klar sein. Was will man? Wer hat das entschieden, diese neue Sache? Hand im Strafraum ist Penalty? Wer hat das entschieden? Das weiß niemand", so Favre.

Sportdirektor Zorc ergänzt: "Wir haben keine Klarheit, wann gepfiffen wird, und auch keine Klarheit wann der Videoschiri eingreift. Selbst die Erklärung, die du hinterher bekommst, hilft dir manchmal nicht."

"Das gefällt mir nicht"

Die einfachste Lösung: Es gar nicht zu einem Handspiel kommen lassen. Unmöglich, meint Favre. "Es geht nicht anders oder du musst dir die Arme abschneiden. Das gefällt mir nicht", sagt er und vergleicht die Armbewegungen mit denen eines Seiltänzers. "Die Abwehrspieler müssen raus auf der Seite und müssen die Arme hinter dem Rücken verschränken? Das geht nicht. Man hat dann kein Gleichgewicht", sagt er. 

Zorc sieht daher Handlungsbedarf. "So, wie es jetzt ist: Das kann ja als Mittel eingesetzt werden. Da schießt du dem Gegner an die Hand aus drei Metern an die Hand im Strafraum, die da irgendwie runterbaumelt – Elfmeter, Tor", sagt er und fordert: "Da ist eine Vereinfachung der Regel absolut geboten."

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Quelle: wa.de

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