Gegen Nürnberg: Gündogan feiert Wiedersehen

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Ilkay Gündogan (rechts) während der Partie gegen Werder Bremen

DORTMUND - Das Fußballer-Leben von Ilkay Gündogan hat sich eklatant verändert, seit er vor 20 Monaten den 1. FC Nürnberg verließ. Inzwischen wurde er bei Borussia Dortmund deutscher Meister, Pokalsieger, Nationalspieler und EM-Teilnehmer.

"Das ist wie ein Traum", sagt der 22-Jährige rückblickend. Über den BVB-Trainer Jürgen Klopp spricht er fast ausschließlich in Superlativen. Der gebürtige Gelsenkirchener mit türkischen Wurzeln, der im Sommer 2011 für eine Ablösesumme von vier Millionen Euro als Ersatz für den zu Real Madrid gewechselten Nuri Sahin zur Borussia kam, gehört längst zu den Leistungsträgern.

Publikumsliebling Nuri Sahin: Ihn sieht Gündogan nicht als Konkurrenten

Seit zwei Wochen ist nun Sahin wieder da. Doch bei aller Zurückhaltung und Bescheidenheit von Gündogan - von Angst vor der neuen Mittelfeld-Konkurrenz keine Spur. Völlig gelassen reagiert Güdogan auf das Thema Sahin. Als er noch beim Club spielte, sei es Sahin gewesen, der ihm seine Nummer 8 vermittelt und ihm jegliche telefonische Hilfe angeboten habe, sollte es mal Probleme geben. "Nuri war damals schon ein Star. Es ehrt ihn sehr, was er damals für mich getan hat. Ich sehe ihn nicht als Konkurrenz. Er ist eher so etwas wie ein großer Bruder für mich", wird Gündogan in den Ruhr Nachrichten zitiert.

Bei seinem Start in Dortmund schien ihn oft der Vergleich mit Sahin zu nerven - und zu hemmen. Zwischenzeitlich fand sich Gündogan sogar auf der Tribüne wieder. Inzwischen hat er seinen Stil gefunden. Es gibt kaum einen Angriff, an dem Gündogan nicht beteiligt ist. Nur seine Trefferquote (4 Tore in 42 Bundesliga-Spielen für den BVB) ließe sich noch verbessern. Daran ändert auch nichts jenes Last-Minute-Tor in der Verlängerung des Pokal-Halbfinales bei der SpVgg Greuther Fürth (1:0), mit dem Gündogan den BVB ins Finale nach Berlin schoss.

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 Klopp war immer davon überzeugt, dass Gündogan exakt zu seiner Philosophie passt. "Jürgen Klopp hat mir stets aufgezeigt, welche Bedeutung ich haben soll und wie er mich schätzt", sagte Gündogan: "Zudem war es sehr reizvoll, zum Meister zu wechseln und mit 20 Jahren die Möglichkeit zu haben, Champions League zu spielen." Bundestrainer Joachim Löw hatte Gündogan mit einem Sechs-Minuten-Einsatz im letzten EM-Qualifikationsspiel am 12. Oktober 2011 gegen Belgien (3:1) zum A-Nationalspieler erhoben und sagt: "Ilkay hat eine gute Entwicklung gemacht. Er ist technisch begabt mit hoher Ballsicherheit und Spielintelligenz." Dortmunds Coach Klopp weiß zudem um die ausgeprägte Technik seines Regisseurs, die es ihm ermöglicht, auf engstem Raum auch knifflige Situationen zu lösen.

Gündogan sieht sich in seiner Entscheidung für den BVB längst bestätigt. Ausgerechnet Dortmund. Denn das Fußballspielen lernte Gündogan auf dem Terrain des Erzrivalen Schalke 04, bei dem er sogar ein Jahr in der Jugend spielte. Dennoch wurde er bei den Borussen, bei denen er einen Vierjahresvertrag bis 2015 unterschrieb, mit offenen Armen empfangen. "Hier stimmt einfach alles. Es macht unheimlich viel Spaß", sagt Gündogan immer wieder und lobt die außergewöhnliche Harmonie im BVB-Kader. Der Nährboden für eine erfolgreiche Karriere scheint also geschaffen - auch an der Seite des Dortmunder Publikumslieblings Nuri Sahin. -SID

Quelle: wa.de

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