Sorgen um Mchitarjan - Lewandowski weiter sauer

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Henrich Mchitarjan

BAD RAGAZ - Borussia Dortmund beendet das Trainingslager in Bad Ragaz am Donnerstag, nimmt aber Probleme mit in die Heimat. Millioneneinkauf Henrich Mchitarjan verletzte sich. Und Torjäger Robert Lewandowski sorgt mit Äußerungen zum erzwungenen Verbleib nicht für Freude.

Die Idylle im Trainingslager von Borussia Dortmund wurde einen Tag vor der Abreise aus Bad Ragaz getrübt. Millionenstürmer Henrich Mchitarjan musste sich am Mittwochnachmittag einer Kernspin-Untersuchung seines beim 4:1 beim FC Luzern lädierten Knöchels unterziehen. "Das ist nicht schön", kommentierte BVB-Trainer Jürgen Klopp die Verletzung des Armeniers.

Freude verbreiteten auch die Aussagen von Torjäger Robert Lewandowski nicht, der nur wider Willen noch für Dortmund spielt. "Ich muss das akzeptieren, dass ich in Dortmund bleiben muss", sagte der polnische Nationalspieler im Trainingslager in der Schweiz der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) mit wenig Überzeugungskraft.

Dagegen machte der 24-jährige Pole in der "Sport-Bild" aus der Enttäuschung über seinen erzwungenen Verbleib keinen Hehl. "Über den Umgang mit mir, bin ich verwundert", erklärte Lewandowski. In der Rückrunde der Fußball-Bundesliga habe er alles für den BVB gegeben und sei sich sicher gewesen, gehen zu dürfen. "Ich spielte und traf in dem Wissen, dass ich im Sommer wechseln darf", sagte er. "Nun sollte plötzlich alles anders sein." Monatelang hatte es Wirbel um einen möglichen Wechsel Lewandowskis, der beim BVB noch einen Vertrag bis 2014 besitzt, zum Triple-Gewinner FC Bayern München gegeben.

Dennoch erfüllt der BVB-Angreifer seine Pflicht. Wie gegen Bursaspor Kulübü hat er auch beim FC Luzern ein Tor zum Sieg beigesteuert. Die große Frage bleibt, ob der vergrätzte Spieler der neuen Bundesligasaison wieder so engagiert und erfolgreich auftrumpfen wird. "Mehr Profi geht nicht", lobte BVB-Trainer Klopp den Polen, blockte weitere Fragen aber ab: "Robert ist bei uns und über diese Option freue ich mich."

Auch Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist optimistisch, dass "Lewy" keinen Dienst nach Vorschrift machen wird. "Wir hatten nie Zweifel an seinem guten Charakter."

Alles andere als abwanderungswillig ist Chefcoach Klopp, dessen Erfolg mit den Dortmundern offenbar das Interesse bei einigen Top-Clubs geweckt hat. "Es lagen in der Tat einige Anfragen vor", sagte der 46-Jährige in einem Interview der "Sport-Bild". "Auch von Vereinen, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie jemals Interesse haben könnten, mein Trainerteam und mich zu verpflichten."

An einen Weggang vom BVB, mit dem er zweimal deutscher Fußball-Meister wurde, einmal den DFB-Pokal gewann und in das Champions-League-Finale einzog, habe er bisher aber nie gedacht. "Der Respekt dem BVB gegenüber ist allerdings so groß, dass ich mir keine Gedanken darüber gemacht habe." Sein Vertrag mit den Dortmundern ist noch bis Ende Juni 2016 datiert.

Deshalb lässt er sich auch auf Spekulationen um eine Nachfolge von Bundestrainer Joachim Löw nicht ein. "Ich verschwende daran keinen Gedanken, Nationaltrainer zu werden", sagte Klopp. "Auch woanders sehe ich mich nicht. Ich habe da auch keinen Karriereplan." - lnw

Quelle: wa.de

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