Der BVB feiert ein perfektes Wochenende

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Ausgelassen feierten die Dortmunder ihren Erfolg.

Dortmund - Ein verdienter Derbysieg, die Verfolger vorerst distanziert: Besser hätte der zwölfte Bundesligaspieltag für den BV Borussia Dortmund nicht laufen können. Doch Michael Zorc fand nach dem 3:2 (2:1)-Triumph im 147. Revierschlager gegen den FC Schalke 04 doch noch ein kleines Haar in der Suppe. „Mit 29 Punkten wären wir in Spanien, England oder in Italien alleiniger Tabellenführer“, sinnierte der BVB-Sportdirektor. „Leider haben wir aber in dieser Saison das Pech, dass die Münchner Bayern alles gewinnen.“

Immerhin gehen die Borussen jetzt als einzig verbliebener Verfolger des Rekordmeisters mit beruhigenden acht Punkte Vorsprung auf den Tabellendritten VfL Wolfsburg in die Länderspielpause. Für die BVB-Fans unter den 79 956 Zuschauern war der Sieg über die Schalker ohnehin das Größte. Und auch Trainer Thomas Tuchel war nach seiner Derby-Premiere überglücklich. Erstmals sah man den neuen Dortmunder Coach auf dem Rasen im Kreise der Mannschaft vor Freude hüpfen, wobei er den Weg Richtung Südtribüne aber vermied. „Nach dem Schlusspfiff habe ich auch gespürt, was ein Derby-Sieg bedeutet“, meinte der Coach. „Die Leute auf der Südtribüne kommen aber wegen der Spieler, und deshalb sollen sie auch mit den Jungs feiern.“

Unter dem Strich war es ein packendes und über weite Strecken spannendes Derby. „Wir hätten uns das Leben leichter machen können“, meinte Tuchel, „schon zu Beginn der zweiten Halbzeit schnell das 4:1 nachlegen müssen.“ Dass die Schalker in Dortmund betont defensiv auftraten, überraschte Tuchel nicht. „Sie standen hinten sehr kompakt, ließen wenig zu. Wir mussten Lösungen suchen“, analysierte der BVB-Fußball-Lehrer. Doch die Suche nach den Lücken in der Abwehr der Königsblauen fiel den Borussen zunächst sichtlich schwer. Erst nach 28 Minuten (!) gab es von Pierre-Emerick Aubameyang den ersten Schussversuch Richtung Schalker Tor überhaupt. Nur kurz zuvor hatten die Gäste eine richtig gute Chance durch Leroy Sané ausgelassen.

Weil es mit schnellem Kombinationsspiel durch die Mitte nicht funktionierte, probierten es die Dortmunder anschließend vermehrt über die Außenpositionen. Und das führte nach einer halben Stunde zum Erfolg. Ausgerechnet der kleine Shinji Kagawa stieg nach einer Rechtsflanke von Matthias Ginter am höchsten und köpfte zum 1:0 ein. Doch die Freude bei den BVB-Fans währte nur kurz. Nach einem Ballverlust von Mats Hummels schickte Leon Goretzka Sané auf die Reise. Der bediente den mitgelaufenen Klaas-Jan Huntelaar. Der Niederländer schob den Ball aus wenigen Metern zum 1:1 ins Netz (33.). Der BVB schien beeindruckt zu sein, schlug aber dennoch vor der Pause zurück. Nach einem Eckball von Henrikh Mkhitaryan war es Ginter, der höher als Sead Kolasinac sprang und das zweite Dortmunder Kopfballtor in dieser Partie erzielte (43.).

Mit geballter Offensivkraft kamen die Schwarz-Gelben nach der Pause aus der Kabine, drückten auf das Tempo. Und wurden schnell belohnt. Nach Zuspiel von Gonzalo Castro bewies Aubameyang Nervenstärke und schob locker zum 3:1 ein (47.). Erneut Aubameyang, Mkhitaryan und Castro vergaben in der Folgezeit weitere klare Möglichkeiten. „In dieser Phase hätten wir das vierte Tor machen müssen“, ärgerte sich auch Michael Zorc. „Doch dann haben wir den Schalkern sogar noch beim Anschlusstreffer geholfen.“ Leon Goretzka flankte von rechts in den Dortmunder Strafraum, Sokratis senste über den Ball, und Huntelaar bedankte sich für das großzügige Geschenk mit dem Anschlusstreffer (70.). Glück für die Dortmunder, dass Schlussmann Roman Bürki einen Distanzschuss von Pierre Emile Højbjerg noch mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenkte.

„Am Ende war der Sieg hoch verdient“, beteuerte Zorc. Diese Einschätzung konnte nach dem Schlusspfiff auch kein Schalker widerlegen.

Quelle: wa.de

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