Champions League

BVB 1:2 mit Klopp-Ausraster und Weidenfeller-Rot

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NEAPEL - In diesem Spiel lief alles schief gegen den BVB: Jürgen Klopp auf der Tribüne, Rot für Roman Weidenfeller, Abwehrchef Mats Hummels verletzt und eine hektische Szene vor dem 0:1. In Unterzahl waren die Dortmunder unterlegen.

Von Patrick Droste 

Nur zu gern würde der BV Borussia Dortmund in dieser Saison das nachholen, was er in der vergangenen so knapp verpasst hatte: das Finale der Champions League zu gewinnen. Doch schon beim ersten Schritt auf dem Weg Richtung Endspiel in Lissabon kam der BVB nach einem denkwürdigen Spiel mit zwei Platzverweisen gegen Trainer Jürgen Klopp und Torwart Roman Weidenfeller sowie einer 0:2 (0:1)-Niederlage beim SSC Neapel gehörig ins Stolpern.

Am Nachmittag hatten die Dortmunder noch einmal auf Ablenkung und Entspannung gesetzt, hatten das Castel dell'Ovo direkt gegenüber ihrem Hotel besucht. Doch als die Schwarz-Gelben am Abend am Stadio San Paolo ankamen, da war es schlagartig vorbei mit der Ruhe. Denn schon beim Warmlaufen der Mannschaften herrschte im weiten Rund des Stadions am Fuße des berühmten Vulkans eine heiße und hitzige Atmosphäre. Die Partie benötigte dann allerdings ein paar Minuten, um auf eine ähnliche Betriebstemperatur zu kommen wie auf den Rängen.

Doch nach knapp einer halben Stunde kochten auch auf dem Platz die Emotionen hoch, und es entwickelte sich eine Viertelstunde, die wohl zu den verrücktestens und bittersten 15 Minuten in der Gesichte der Borussia gehört. Nachdem zwei Schüsse von Robert Lewandowski und Marco Reus abgeblockt worden waren, hatte sich Neven Subotic beim anschließenden Eckball eine Platzwunde über dem linken Auge zugezogen und musste am Spielfeldrand behandelt werden. Als die Verletzung versorgt war und er schnell wieder auf den Rasen zurücklaufen wollte, wurde der Innenverteidiger auf halbem Weg von Schiedsrichter Pedro Proenca zurückgeschickt – und genau diesen Moment der Unordnung in der Dortmunder Abwehr nutzte SSC-Angreifer Gonzalo Higuin aus und köpfte ungehindert zum 1:0 ein (29.).

Während das Stadion tobte und unzählige Male „Higuain“ skandierte, beschwerte sich Coach Jürgen Klopp über den Notstop für Subotic dermaßen beim vierten Offiziellen Venancio Tome, dass er vom Platz geschickt wurde und sich zwischen den italienischen Fans auf der Tribüne einen Platz suchen musste. Als sich Klopp halbwegs an diese neue, ungewohnte Aussicht gewöhnt hatte, musste er unmittelbar vor der Pause die nächsten Tiefschläge verdauen. Zuerst schleppte sich Mats Hummels humpelnd vom Platz (45.), konnte nicht mehr mitwirken.

Und nur eine Minute später marschierte auch Weidenfeller Richtung BVB-Kabine. Nach einem Fehlpass von Subotic und einem langen Ball der Neapolitaner auf Higuain war der Keeper aus seinem Tor geeilt und klärte die Szene. Allerdings mit der Hand und außerhalb des Strafraums. Die gleichermaßen logische und bittere Konsequenz: Der Schlussmann sah Rot – und der BVB hatte nur noch zehn Spieler auf dem Feld.

Da sich Sokratis im Abschlusstraining verletzt hatte, rückte im zweiten Durchgang Sven Bender in die Innenverteidigung. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass sich nach dem Wechsel viele turbulente Szene im Dortmunder Strafraum abspielten – und dass Neapel durch Lorenzo Insigne durch einen direkt verwandelten Freistoß aus 25 Metern das 2:0 markierte (68.).

Der Anschlusstreffer des BVB durch ein Eigentor in der 87. Minute kam zu spät. Auch wenn Marco Reus kurz danach mit einem tollen Freistoß am neapolitanischen Torwart scheiterte.

Quelle: wa.de

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