Gündogan soll gegen Frankfurt spielen

BVB-Trainer Tuchel will Niederlage gegen PAOK nicht dramatisieren

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Dortmund - Thomas Tuchel hatte an seiner ersten Niederlage vor heimischen Publikum sehr zu knabbern, auch wenn die 0:1 (0:1)-Niederlage des BV Borussia Dortmund zum Vorrunden-Abschluss der Europa League gegen PAOK Saloniki sportlich keine gravierenden Auswirkungen besaß, weil der BVB vorzeitig für das Sechzehntel-Finale, das am Montag in Nyon (13 Uhr) ausgelost wird, qualifiziert war. 

Der BVB-Fußball-Lehrer sprach anschließend von fehlender Anspannung und mangelndem Respekt. Was er auch auf seine Kappe nahm, weil er allein schon mit der Aufstellung ein falsches Zeichen gesetzt hatte.

Der angeschlagene Ilkay Gündogan, Marcel Schmelzer, Sokratis und Gonzalo Castro standen erst gar nicht im Kader, andere Leistungsträger saßen nur auf der Bank. „Ich habe mich auch schwer getan, mich für eine Aufstellung zu entscheiden“, bestätigte Tuchel. „Wir haben nicht jene Schärfe und Leidenschaft gezeigt, die es braucht, um Spiele zu gewinnen.“ 19:1 Torschüsse bei 72 Prozent Ballbesitz – Dortmunds drückende Überlegenheit brachte angesichts fehlender Entschlossenheit bei der Chancenverwertung nichts ein. „Insgesamt hat es uns an der Zielstrebigkeit gefehlt, auch an der Konzentration und Gier“, meinte Rechtsverteidiger Matthias Ginter. 

Bei den Ursachen dafür gab sich der Dortmunder Trainer zumindest eine Teilschuld: „Wir haben es vernachlässigt, den Aufwand, der dafür nötig ist, in den Mittelpunkt zu stellen. Die Niederlage tut weh und ist unnötig, aber ich will sie auch nicht dramatisieren. Auf uns warten noch drei sehr wichtige Spiele in diesem Jahr.“ Das erste am Sonntag vor heimischer Kulisse gegen die Frankfurter Eintracht (17.30 Uhr), danach geht es im Pokal am Mittwoch noch Augsburgs, bevor das Jahr mit dem letzten Bundesligaspiel am Samstag beim 1. FC Köln (15.30 Uhr) abgeschlossen wird. Zumindest für die Partie gegen die Eintracht könnte das enttäuschende Ergebnis gegen die Griechen laut Tuchel negative Auswirkungen haben. „Die Aufgabe wird um ein Vielfaches schwerer, als wenn wir gegen PAOK nahe am Optimum gespielt hätten“, sagte der Coach. „Den Schritt, den wir heute nach hinten gegangen sind, müssen wir nun doppelt nach vorne machen und eine komplette Änderung unserer Haltung herbeiführen. Wir müssen daraus lernen, den beschwerlichen Weg zurück in die Spur annehmen und uns am Sonntag so präsentieren, dass die Fans zufrieden sind.“ 

BVB verliert und verpasst Gruppensieg in Europa League

Zumal die Hessen, so Tuchel, eine ganz andere Qualität in die Waagschale werfen werden als es Saloniki getan hatte. Immerhin, personelle Probleme gibt es vor der Begegnung mit den Frankfurtern nicht. Gündogan, der sich beim 2:1-Sieg in Wolfsburg eine Beckenprellung zugezogen hatte und in der Europa League geschont wurde, nahm gestern wieder am Mannschaftstraining der Borussia teil. 

Keinen Gedanken wollte Tuchel übrigens daran verschwenden, dass er in derK.o.-Runde der Europa League auf seinen Vorgänger Jürgen Klopp und den FC Liverpool treffen könnte. Einen Wunschgegner habe er nicht. „Es ist völlig unwichtig, was ich mir wünsche. Es kommt so, wie wir es zugelost bekommen“, beteuerte der BVB-Trainer. „Ein Duell mit Liverpool wäre für jeden Berichterstatter ein Segen. Ich meine aber: Je später, desto besser, denn das würde bedeuten, dass wir noch lange im Wettbewerb wären.“

Quelle: wa.de

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