Weiße Fahne wird nicht gehisst

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Robert Lewandowski traf im Halbfinale gegen Real Madrid vier Mal.

DORTMUND - Schon wieder Real! Borussia Dortmund hat für das Viertelfinale in der Champions League nicht gerade das Wunschlos gezogen, doch Offizielle, Spieler und Trainer reagierten durchaus mit Vorfreude auf das fünfte und sechste Aufeinandertreffen mit den Königlichen aus Madrid innerhalb von zwei Jahren. In der Liga geht es am Samstag zu Hannover 96.

Von Peter Schwennecker

Am Mittwoch, 2. April (20.45 Uhr/live im ZDF), tritt der BVB zunächst im Bernabeu-Stadion an, am darauf folgenden Dienstag findet das Rückspiel in Dortmund statt.

Michael Zorc erinnert sich gleich an die packenden Duelle in der Königsklasse im Vorjahr: „Wir haben zwei Mal gewonnen, ein Mal unentschieden gespielt und das Halbfinal-Rückspiel verloren, sind aber dennoch weiter gekommen“, betont der Sportdirektor. „Das werden zwei Fußball-Festtage, auf die wir uns sehr freuen.“

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Während Kapitän Sebastian Kehl von einem Hammerlos spricht und davor warnt, dass die Spanier gegen die Borussia noch einiges gut zu machen hätten, sieht Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der Geschäftsführung, die Dortmunder „vor der vielleicht höchsten Hürde, die es derzeit im europäischen Fußball gibt."

Der BVB sei extrem stolz, „trotz der nicht enden wollenden Verletzungsmisere und der wirtschaftlich vergleichsweise bescheidenden Möglichkeiten zum zweiten Mal hintereinander Teil der besten acht Mannschaften zu sein. Und wir hoffen, dass es noch weitergeht“.

Aber in Dortmund wissen alle, dass das aktuelle Real-Team mit dem des Vorjahres nicht zu vergleichen ist. Madrid, das zuletzt Schalke mit 6:1 und 3:1 ausschaltete, ist Tabellenführer in Spanien und besitzt einen Cristiano Ronaldo in überragender Form. Der Portugiese traf bereits 13 Mal im laufenden Wettbewerb und brennt darauf, Barcelonas Lionel Messi den Rekord (14 Tore) abzujagen.

„Es ist sicher nicht an der Zeit, schon jetzt die weiße Fahne zu hissen“, sagt Trainer Jürgen Klopp. „Wir freuen uns wahnsinnig auf die Herausforderungen und werden versuchen, unsere kleine Chance zu nutzen. Dass wir zuerst in Madrid spielen, kann ein kleiner Vorteil sein.“

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Dort wird allerdings Torjäger Robert Lewandowski eine Gelbsperre absitzen müssen. Der Pole hatte Real mit seinen vier Treffern im Halbfinale der Saison 2012/13 fast im Alleingang aus der Königsklasse geschossen.

Klopp richtet die Konzentration aber erst einmal auf die anstehenden Aufgaben in der Bundesliga. Denn am Samstag (15.30 Uhr) geht es für die Borussia bei Hannover 96 darum, nach den beiden Heimniederlagen gegen Mönchengladbach und St. Petersburg wieder Selbstvertrauen für das Revierderby am Dienstag gegen den FC Schalke 04 zu tanken.

Vermutlich können die Dortmunder auf Marco Reus zurückgreifen, dessen muskuläre Probleme behoben sind. Für den verletzten Außenverteidiger Marcel Schmelzer wird Eric Durm, der die Position schon fast die komplette Hinrunde bekleidete, spielen. „Hannover besitzt ein starkes Umschaltspiel und wird uns alles abverlangen“, hofft Klopp auf eine positive Reaktion seiner Mannschaft.

Quelle: wa.de

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