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Favre raus? Frankfurt noch kein Endspiel - aber sein Kredit beim BVB ist verspielt, wenn ...

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Trainer Lucien Favre steht beim BVB bis 2021 unter Vertrag.

Lucien Favre steht beim BVB in der Kritik. Dortmunds Heimspiel gegen Frankfurt sei noch kein Endspiel. Bei einem Szenario würden die Borussia-Bosse reagieren.

  • Lucien Favre stehen beim BVB erneut unruhige Tage bevor.
  • Der Trainer von Borussia Dortmund steht erneut in der Kritik.
  • Die Partie gegen Eintracht Frankfurt soll kein Endspiel für Favre sein, aber sein Kredit ist klar formuliert.

Update vom 13. Februar, 10.48 Uhr: Sie sind wieder da, die Kritiker von Trainer Lucien Favre nach den vermeidbaren Niederlagen des BVB im Pokal bei Werder sowie in der Liga in Leverkusen. Hauptpunkt: Der Schweizer bekommt es mit seinem Star-Kader nicht hin, die Defensive zu stabilisieren.

Ist das Heimspiel am Freitag gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker sowie live im TV inklusive Comeback einer Kommentatoren-Legende) daher bereits ein Endspiel für Favre? Nein! Nach Informationen des Kicker hätte auch eine Niederlage von Borussia Dortmund gegen die Hessen aktuell keine Auswirkungen auf Favres Job.

Demnach führen die Bosse um Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc ohnehin keine Trainer-Diskussion - geben aber auch kein Treuebekenntnis ab.

Immerhin wüssten sie von Beginn an um Favres Stärken und Schwächen - daran werde auch die Partie gegen die Eintracht nichts ändern. Aber auch Favres Kredit ist endlich. Und zwar spätestens dann, wenn die erneute Qualifikation für die Champions League - also mindestens Platz vier - in Gefahr gerät.

Frankfurt noch kein Endspiel - aber sein Kredit beim BVB ist verspielt, wenn ...

Favre raus? Diese Faktoren entscheiden nun beim BVB

Update vom 11. Februar, 9.58 Uhr: Beim BVB steht Lucien Favre einmal mehr in der Kritik. Wieder wird über die Zukunft des Chefcoachs diskutiert. Nicht immer, aber oft wird er dabei mit der emotionalen Art von Jürgen Klopp verglichen. Rouven Schröder, Sportvorstand des Dortmunder Liga-Rivalen Mainz 05, hat in dieser Hinsicht einen Rat an die Borussia: Vergleicht nicht alle Trainer mit Jürgen Klopp.

BVB-Trainer Lucien Favre steht nach den Niederlagen im Pokal in Bremen und in der Liga in Leverkusen erneut unter Beschuss.

"Ich glaube, dass da Jürgen Klopp immer noch eine Rolle spielt, der den Verein über all die Jahre verzaubert hat. Er war die perfekte Lösung, aber die wird es in der Form nicht mehr geben", sagte Schröder in der Sendung 100% Bundesliga – Fußball bei Nitro.

Der 44-Jährige bezeichnete den in der Kritik stehenden Lucien Favre als "sehr, sehr guten Trainer". Im Gegensatz zu Klopp sei der Schweizer allerdings "ein ganz anderer, eigener Trainer, ein ganz anderer Charakter".

Der ehemalige BVB-Profi Steffen Freund bezweifelt jedoch, ob Favres Philosophie zu Borussia Dortmund passt. "Lucien Favre ist nicht der Trainer, der unbedingt offensiv Fußball zelebrieren möchte, sondern eigentlich aus einer defensiven Kompaktheit schnelles Umschaltspiel umsetzt. Aber in Dortmund geht das nicht", sagte Freund. Für Favre sei es daher schwer, "das Gesamtpaket unter einen Hut zu bringen".

Favre raus? BVB-Bosse Watzke und Zorc denken um - diese Faktoren entscheiden

Update vom 10. Februar, 17.02 Uhr: Borussia Dortmund sieht sich aktuell wieder einer Trainer-Diskussion ausgesetzt. Die Bild fragt bereits: „Fliegt Favre noch in dieser Saison?“ Ein realistisches Szenario? Diese Faktoren werden entscheiden.

  • Ergebnisse

BVB-Boss Hans-Joachim Watzke hatte schon im November verdeutlicht: Im knallharten Bundesliga-Geschäft zählt der Tabellenstand. Die Spitze hat der selbst ernannte Meisterschaftskandidat bei vier Punkten Rückstand auf die Bayern durchaus noch im Blick. Die Frage nach dem Titel stellt sich aktuell in Dortmund aber nicht.

„Es ist mir jetzt zu früh, über den Rest der Saison zu sprechen. Wir müssen erst einmal sehen, dass wir weniger Gegentore bekommen“, sagte Sportdirektor Michael Zorc. Denn dem BVB (39 Punkte) sitzt der Fünfte Leverkusen (37) im Nacken. Wenn Watzke und Zorc sogar die Qualifikation für die Champions League in Gefahr sehen, werden sie ganz sicher handeln. Dass die Dortmunder Führungsriege auf Nachfrage zum Thema Favre schwieg, wertete die Bild bereits als „kein gutes Zeichen für den angeschlagenen Trainer“.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc.
  • Gegentor-Flut

32 in 21 Bundesliga-Duellen! Das spricht für sich. Nur sieben Mannschaften haben noch mehr Treffer kassiert. Allein in den drei Gastspielen in 2020 - inklusive Pokal - waren es zehn. In Sachen Defensiv-Arbeit verkörpert der BVB bestenfalls Mittelmaß. Der Mannschaft geht jede Balance zwischen Offensive und Defensive ab. Abwehrspieler leisten sich krasse individuelle Fehler. Mittelfeldakteure lassen die Räume offen. Die Offensivkräfte leisten zu wenig Unterstützung. In allen Bereichen fehlt es an Handlungsschnelligkeit.

Mats Hummels stimmte zu: „Bei Führung dürfen wir nicht passiv werden. Es ist ein wichtiger Punkt, dass wir aktiv bleiben und nicht den Gegner stark machen.“ Favre hingegen forderte, „am Ende mit mehr Geduld“ zu spielen, „den Ball besser kontrollieren“ zu wollen.

Herangehensweisen, die im Widerspruch stehen. Was sich besonders in Leverkusen auf dem Rasen widerspiegelte. Bislang ist Favre den Beweis schuldig geblieben, dass er die Gegentor-Flut stoppen kann.

  • Auswärtsschwäche

Vier Siege, drei Remis, vier Niederlagen. Borussia Dortmund verkörpert in fremden Stadien allenfalls Bundesliga-Durchschnitt. Viel zu wenig für eine Mannschaft mit diesem fußballerischen Potenzial. Auswärts erspielt sich der BVB weniger Möglichkeiten und weist eine schlechtere Chancenverwertung auf.

Schon im November mahnte Hummels: „Wenn wir weiter auswärts so spielen, dann werden wir nicht Meister. Punkt.“ Geändert hat sich seitdem allerdings überhaupt nichts.

  • System-Durcheinander

In Leverkusen kehrte Favre erstmals seit dem Paderborn-Spiel zu seinem Lieblingssystem mit Viererkette zurück. Stabilität erhielt die Defensive jedoch nicht. Auch nicht dadurch, dass der defensiv denkende (aber seit Monaten formschwache) Manuel Akanji überraschend als Rechtsverteidiger agierte. Dreier-, Vierer-, Fünferkette – Favre ließ in Sachen System nichts unversucht, verhinderte so womöglich aber auch, dass sich seine Akteure mit einer taktischen Vorgabe tatsächlich anfreundeten.

  • Ratlosigkeit

Favre trägt in letzter Konsequenz die Verantwortung. Und wirkt zunehmend ratlos. „Ich probiere mein Bestes, um die richtigen Dinge zu korrigieren. Aber ich hatte, seitdem ich Trainer bin, selten eine Mannschaft, die solche Schwierigkeiten hat“, sagte der Schweizer bei Sport1. Kann Favre nach diesen Äußerungen bis zum schweren Heimspiel am Freitag gegen Eintracht Frankfurt den nötigen Willen vorleben, den seine Spieler anschließend auf dem Rasen zeigen sollen?

  • Die Alternativen

Wie schon im November gilt: Bei einer Trennung von Favre steht nahezu kein Kandidat bereit, von dem Watzke und Zorc restlos überzeugt sein dürften. Eine klassische Übergangs-Lösung möchte der Klub nach den Erfahrungen der Saison 2017/2018 und Peter Stögers Königsklassen-Zieleinlauf auf der letzten Rille unbedingt vermeiden. Der Mangel an Alternativen verschafft Favre (Vertrag bis 2021) wohl noch etwas Zeit, seiner Mannschaft doch noch das immer wieder kehrende Phlegma auszutreiben.

Favre raus? Bosse des BVB denken in der Trainer-Frage offenbar um

[Ursprungsmeldung] Dortmund - Und täglich grüßt das Murmeltier beim BVB. Da schien es zunächst so, dass Trainer Lucien Favre es wieder geschafft hat, die Mannschaft von Borussia Dortmund zu stabilisieren, nachdem er im Spätherbst angezählt worden war. Doch der Effekt verpuffte, die Geschichte scheint sich nun zu wiederholen.

Nach dem Aus im DFB-Pokal bei Werder Bremen und der Niederlage im Bundesliga-Topspiel am Samstag bei Bayer Leverkusen nehmen die Diskussionen um BVB-Coach Lucien Favre erneut Fahrt auf.

Immerhin waren es zwei Pleiten mit insgesamt sieben Gegentoren - wieder einmal erweckt es den Anschein, dass der Schweizer die Defensive einfach nicht in den Griff bekommt.

Eine Tatsache, die selbst den 62 Jahre alten Fußball-Fachmann verzweifeln lässt. "Ich fühle mich nicht machtlos. Ich probiere mein Bestes, um ein paar Sachen zu korrigieren und Fortschritte zu erreichen", erklärte Favre bei Sport1: "Wir haben Schwierigkeiten. Ich hatte das selten bei einer Mannschaft, seitdem ich Trainer bin."

Favre raus? BVB-Trainer spricht immer wieder von Details

Deutliche Worte des Schweizers, der immerhin schon einige Teams erfolgreich betreut hat - und sicherlich nicht die alleinige Schuld trägt. Erneut betonte er, dass es lediglich Details seien, die den Unterschied machen: "Wir müssen weiterkämpfen und arbeiten. Sonst ist es schwer." Es sind aber auch Worte, die schon vor einigen Wochen beim BVB zu hören waren.

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Wie lange schauen sich die Bosse von Borussia Dortmund das noch an? "Man braucht nur einen Blick auf die Tabelle werfen. Dann weiß man, dass das in Leverkusen ein wichtiges Spiel war um die Champions-League-Plätze, aber auch um ganz nach oben zu schauen", sagte Sportdirektor Michael Zorc noch am Samstag, als er sich auch deutlich zur Titel-Frage äußerte.

Favre raus? BVB-Verantwortliche Zorc und Watzke schließen wohl nichts mehr aus

Reagieren die Verantwortlichen um Zorc und BVB-Boss Hans-Joachim Watzke doch bald? Eigentlich wollten sie es vermeiden, den Trainer - wie einst im Falle von Peter Bosz - mitten in der Saison zu entlassen. Doch wie die Bild berichtet, sei das längst kein Tabu-Thema mehr beim BVB. Auf Nachfrage des Blattes schwiegen die Bosse zum Thema Favre, heißt es.

Dennoch soll es nach Bild-Informationen auch jetzt keinen Schnellschuss geben. Denn wie schon im November fehlt eine echte Alternative für den Trainer-Posten bei Borussia Dortmund. Daher bleibt zu hoffen, dass der BVB und Favre die kommenden Aufgaben schadlos überstehen.

In der Bundesliga steht am Freitag das Heimspiel gegen eine formstarke Eintracht aus Frankfurt an, bei dem ein Kult-Kommentator ein Comeback feiern wird, ehe es am Dienstag darauf in der Champions League im Achtelfinal-Duell mit Paris Saint-Germain zum Wiedersehen mit Ex-Coach Thomas Tuchel kommen wird.

Es könnte also erneut ungemütlich werden für Favre beim BVB.

Quelle: wa.de

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