Bombe nicht vollständig explodiert

Experte ist sicher: Der Anschlag auf den BVB-Bus hätte schlimmer ausgehen können

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Der Bombenanschlag auf die Mannschaft von Borussia Dortmund hätte noch deutlich schlimmere Folgen haben können. Die Bombe sei bei der Tat am 11. April 2017 offenbar nicht vollständig explodiert, sagte ein Sprengstoffexperte des Fraunhofer Instituts am Donnerstag in dem Prozess am Dortmunder Landgericht.

Dortmund - Die beim Bombenbau verwendeten Materialien hielt der Experte für extrem gefährlich. Nach seinen Angaben wären die Bombensplitter normalerweise mit einer Geschwindigkeit von 850 Metern pro Sekunde geflogen. Das entspräche einem Tempo von 3060 km/h. Nur wegen einer Verpuffung sei es nicht zu einer noch größeren Katastrophe gekommen. "Es hätte alles deutlich schlimmer kommen können", sagte der Experte am Rande des Prozesses.

In dem Prozess soll nach der Planung des Gerichts am 27. November das Urteil verkündet werden. Die Plädoyers sollen am 19. und am 22. November gehalten werden. 

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Unterdessen hat der Angeklagte, Sergej W., die Schmerzensgeldforderung des verletzten Ex-Verteidigers Marc Bartra über 15.000 Euro anerkannt. Auch die eingeklagten 20.000 Euro eines verletzten Motorradpolizisten wurden akzeptiert.

Sergej W. hat zugegeben, am 11. April 2017 drei Splitterbomben vor dem Mannschaftshotel des BVB versteckt und gezündet zu haben. Laut Anklage hatte er mit einem Einsatz von 26.000 Euro auf einen rapiden Kursverfall der BVB-Aktie spekuliert. Er behauptete allerdings, die Bomben seien so konstruiert gewesen, dass keine größeren Schäden entstehen konnten. Die Anklage lautet auf 28-fachen Mordversuch.

Quelle: wa.de

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