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BVB: Kehl kontert Wut-Interview von Erling Haaland - „Ich verstehe es nicht“

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Von: Erik Hlacer

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Erling Haaland fühlt sich von Borussia Dortmund unter Druck gesetzt. Nach dem Wut-Interview des BVB-Stürmers äußert Sebastian Kehl sein Unverständnis.

Hamm - Selten hat eine einzelne Personalie bei Borussia Dortmund so polarisiert. Erling Haaland bringt seit Monaten die Gerüchteküchte zum Brodeln. Seit Freitagabend tut er das sogar noch mehr. Der Norweger hielt nach dem Sieg des BVB über den SC Freiburg ein überraschendes Interview, in dem er seinen Verein Borussia Dortmund beschuldigte, Druck auf seine Person auszuüben. Jetzt hat Sebastian Kehl, Lizenzspielleiter des Revierklubs, im Sport1-Doppelpass Stellung bezogen.

FußballvereinBorussia Dortmund
TrainerMarco Rose
Arena/StadionSignal Iduna Park

Erling Haaland mit Wut-Interview nach BVB-Sieg über den SC Freiburg

Obwohl seine Mannschaft mit 5:1 gewonnen hatte, stapfte Erling Haaland am Freitagabend wütend zum Interview und verschaffte sich gegenüber dem norwegischen TV-Sender Viaplay Luft: „In den vergangenen sechs Monaten habe ich entschieden, nichts zu sagen – aus Respekt vor Borussia Dortmund. Aber jetzt hat der Klub angefangen, mich unter Druck zu setzen. Sie wollen eine Entscheidung. Aber alles, was ich will, ist Fußball spielen. Und das bedeutet wohl, dass ich jetzt mal zu Potte kommen muss. Sie wollen eine Antwort. Deswegen muss ich bald eine Entscheidung fällen“, wird der BVB-Star zitiert.

Seit diesem Interview gibt es viele Spekulationen darüber, wie Erling Haaland seine Aussagen gemeint haben könnte und ob sich der 21-Jährige tatsächlich schon näher mit einem Transfer zu einem internationalen Top-Klub beschäftigt. Da das Verhältnis von Haaland und Borussia Dormund bis dato harmonisch wirkte, kam das Statemant in jedem Fall überraschend - auch für die BVB-Bosse.

Erling Haaland: BVB-Lizenzspielleiter Kehl kontert Wut-Interview - „Ich verstehe es nicht“

BVB-Linzenzspielleiter Sebastian Kehl scheint sich von den Aussagen Haalands überrumpelt zu fühlen: „Ich war ehrlich gesagt ein bisschen überrascht. Ich verstehe es nicht so ganz“, kommentierte der Bald-Manager von Borussia Dortmund die Ö-Töne aus dem Wut-Interview.

Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund.
BVB: Kehl kontert Wut-Interview von Erling Haaland - „Ich verstehe es nicht“. © Arne Dedert/dpa

Außerdem konterte Kehl die Anschuldigungen des Angreifers, der BVB wolle Druck auf ihn ausüben. Stattdessen müsse der Verein ab einem gewissen Zeitpunkt eine Planungssicherheit haben. „Wie soll ich denn sonst meine Kaderplanung vorantreiben?“, deutete der 41-Jährige darauf, nicht ewig auf eine Entscheidung von Erling Haaland bezüglich eines Transfers oder Verbleibs warten zu können.

Dennoch äußerte Kehl ein grundsätzliches Verständnis dafür, dass Haaland die ganze Debatte nerve. „Dass die ganze Situation etwas mit ihm macht, kann ich nachvollziehen. Man darf nicht vergessen, der Junge ist 21 Jahre alt. Es sind die Medien, die das Thema jeden Tag befeuern. Es ist doch klar, dass dem Jungen irgendwann der Hals voll ist“, so Kehl, der nun mit Haaland darüber sprechen will, was ihn bewegt und warum er nach einem 5:1-Sieg auf die Idee kommt, ein solches Interview zu geben.

Erling Haaland: Zahlreiche Top-Klubs um PSG und Bayern München an BVB-Star interessiert

Der BVB hat Erling Haaland kein konkretes Ultimatum an die Hand gegeben, möchte aber trotzdem eine zeitnahe Entscheidung, um planen zu können. Die Interessenten stehen Schlange, PSG scheint bereit zu sein, 300 Millionen Euro für einen Haaland-Transfer auf den Tisch zu legen. Außerdem hat BVB-Konkurrent Bayern München Interesse an Erling Haaland signalisiert, wobei scheinbar vieles an Robert Lewandowski hängt.

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