Nur eine Wespe ärgert BVB-Coach Jürgen Klopp

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DORTMUND - 32:6 Torschüsse, aber nur ein Erfolgserlebnis durch Robert Lewandowski. Es war zum Glück nur eine schmerzhafte Erfahrung, die Dortmunds Trainer Jürgen Klopp am dritten Spieltag beim verdienten 1:0 (0:0) gegen Werder Bremen machen musste.

Von Peter Schwennecker

 Da es Werder nicht gelang, den BVB in der Schlussphase wenigstens einmal empfindlich zu treffen, sprang ein anderes schwarz-gelbes Individuum ein. „Eine Drecks-Wespe“, wie der Fußball-Lehrer nach der Partie stöhnte. „Beim Abklatschen hat mir Sven Bender den Stachel in den Arm gerammt“, fuhr Klopp fort, der die Blessur angesichts seines bisher besten Bundesligastarts mit der Borussia aber gut wegstecken konnte, auch wenn der Unterarm dick anschwoll.

Ansonsten gab es für Klopp nach 90 teilweise hochklassigen Minuten nicht viel zu meckern, wenn man einmal von der schwachen Torchancenverwertung der Dortmunder absieht, die im zweiten Durchgang beste Möglichkeiten im Fünf-Minuten-Takt ausließen. Doch auf diese Diskussion wollte sich der BVB-Trainer erst gar nicht einlassen. „Ich finde nicht, dass nach neun Punkten aus drei Spielen die mangelnde Chancenverwertung das coolste Thema ist“, schmunzelte Klopp. „Daran werden wir aber arbeiten, auch in allen anderen Bereichen haben wir noch Luft nach oben“, ergänzte der 46-Jährige. „Wir haben einen giftigen Gegner über 80 Minuten brutal bearbeitet. Daran gilt es anzuknüpfen.“

Immerhin stand die Abwehr der Dortmunder sicher, ließ in der gesamten Begegnung nur zwei Bremer Schüsse Richtung Tor zu. „Wir haben uns vor der Saison vorgenommen, so wenig Tore wie möglich zu kassieren“, so Mittelfeldspieler Nuri Sahin. „Dementsprechend ist es sehr, sehr wichtig, dass die Null steht.“

Besonders freute sich der Trainer darüber, dass ausgerechnet Lewandowski der entscheidende Treffer gelang. Damit dürfte der Pole alle Spekulationen über eine nachlässige Einstellung angesichts des geplatzten Wechsels zu den Münchner Bayern endgültig vom Tisch gewischt haben. „Das 25. Tor kann jeder schießen“, betonte Klopp. „Es freut mich, dass Lewi das Tor geschossen hat. Er hat gearbeitet wie ein Stier und ist belohnt worden.“

Auf sein erstes Bundesligator wartet weiterhin Neuzugang Henrikh Mkhitaryan, obwohl er gegen die Bremer zwei glänzende Einschussmöglichkeiten besaß. Der Armenier muss sich erst noch an das hohe Tempo in der Bundesliga gewöhnen, was nach vier Wochen Verletzungspause in der Vorbereitung völlig normal sein sollte. „Wir wissen, dass er ein glänzender Fußballer ist. Er ist genau der Mann, den wir gebraucht haben“, meinte Klopp. „In so kurzer Zeit ist er schon erstaunlich weit. Aber die ganze Mannschaft hat noch Luft nach oben.“ Das sah auch Lewandowski so. „Ein 1:0 zu Hause ist nicht viel, vor allem, wenn man so viele Chancen hat wie wir“, erklärte der Pole. „Doch gut ist, dass wir das Beste noch vor uns haben.“ Eine Kampfansage an die Konkurrenz. Der BVB ist weiter Tabellenführer, hat aber längst nicht die Topform erreicht.

Quelle: wa.de

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