Tuchel vor Rückkehr an die alte Wirkungsstätte

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Thomas Tuchel kehrt mit Borussia Dortmund am Freitag an seine frühere Wirkungsstätte nach Mainz zurück.

Dortmund - Bei seiner Reise in die Vergangenheit steht für Thomas Tuchel der Blick in die Zukunft im Vordergrund. „Wir wollen unbedingt zurück in die Spur“, beteuert der Dortmunder Fußball-Lehrer vor dem Gastspiel der Borussia beim FSV Mainz 05 am Freitag, 20.30 Uhr.

Nach drei nicht gewonnenen Bundesliga-Spielen und der 1:5-Klatsche beim FC Bayern München vor der Länderspielpause empfängt der BVB-Coach derzeit positive Signale aus den Reihen seiner Mannschaft: „Die Lust und die Freude ist wieder da. Wir fühlen uns gut vorbereitet.“ Gut vorbereitet ist Tuchel auch auf die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Sechs Jahre lang war er in Mainz als Trainer tätig, ein Jahr in der Jugend und fünf bei den Profis, bevor er ab Sommer 2014 ein Sabbatjahr einlegte. „Ich habe dort immer noch sehr viele Freunde.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel in Mainz

Mainz hat uns auch familiär geprägt, es ist deshalb für uns schon wie eine zweite Heimat geworden“, sagt er. Zahlreiche Kartenwünsche seien in den vergangenen Tagen bei ihm eingegangen, die er gerne erfüllte. „Es wird einige auf der Tribüne geben, die mir persönlich die Daumen drücken“, rechnet Tuchel auch mit Mainzer Unterstützung.

Verbale Keule von FSV-Präsident Strutz

Die verbale Keule des FSV-Präsidenten Harald Strutz steckt der Neu-Dortmunder übrigens sehr gelassen weg. „Wir haben unterschiedliche Auffassungen von Respekt. Sein Abgang war grenzwertig“, hatte Strutz im Vorfeld der Partie gepoltert. „Ich habe mich darüber nicht geärgert. Die Umstände, was, wie und wo er das gesagt hat, sagen am Ende mehr über ihn aus als über mich aus“, erklärt der Trainer.

Schmelzer fällt aus

Nach vier Pflichtspielen ohne Sieg hofft Tuchel in Mainz auf eine Art Neuanfang: „Wir brauchen Entspanntheit, die Spieler brauchen vor allem auch mein und unser Vertrauen. Dann wollen wir wieder eine gewisse Schärfe an den Tag legen und dahin zurückkehren, wo wir vom Spiel und von den Ergebnissen her schon einmal waren.“ Marcel Schmelzer trainiert zwar wieder mit dem Ball, „doch reicht es für Mainz noch nicht“, meint Tuchel, der mit dem Linksverteidiger wieder für kommenden Donnerstag in der Europa League bei Quäbälä FC plant. Auch Nuri Sahin und Erik Durm sind nach langen Verletzungspausen wieder im Mannschaftstraining, benötigen laut Tuchel aber noch einige Zeit.

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Der Fußball-Lehrer hält seine Entscheidung, in Mainz vor Ablauf des Vertrages aufzuhören, immer noch für richtig, würde sie heute wieder so treffen. „Man muss selbst erkennen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist und man im Guten auseinandergehen kann“, betont Tuchel, der auch nicht mit besonderen Animositäten der FSV-Fans gegen seine Person rechnet. „Die Mainzer haben ein sehr differenziertes Publikum mit einem außerordentlichen Gespür. Die, die sich über meine Rückkehr freuen, werden in der Überzahl sein.“

Quelle: wa.de

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