Champions League

BVB feiert Bonus-Punkte nach dem 2:1 bei Arsenal

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LONDON - Vier Tage vor dem Derby beim FC Schalke 04 hat der BV Borussia Dortmund enormes Selbstvertrauen getankt und mit einer guten Vorstellung drei nicht eingeplante Bonus-Punkte in der Champions-League-Vorrundengruppe F errungen.

Von Peter Schwennecker

Mit dem 2:1 (1:1)-Erfolg vor 60 011 Zuschauern bei Arsenal London bleibt der BVB gut im Rennen um einen Platz im Achtelfinale, dem er mit einem Sieg im Rückspiel am 6. November gegen die „Gunners“ noch näher kommen kann.

BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte auf der Ehrentribüne zwischen Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und dem Präsidenten Reinhard Rauball Platz genommen. Am Spielfeldrand coachte, wie schon gegen Marseille, Assistent Zeljko Buvac die Mannschaft, die vom Trainerstab gut eingestellt worden war. Neben Außenverteidiger Marcel Schmelzer stand beim Bundesligisten auch Jakub Blaszczykowski für Pierre-Emerick Aubameyang in der Startformation. „Mein Kollege Arsene Wenger ist ein Feingeist. Sein Spiel definiert sich vor allem über den Ballbesitz“, erklärte Klopp, dessen Team mit konsequentem Pressing versuchte, den Spielfluss des englischen Tabellenführers zu unterbinden.

Was zunächst auch gut gelang. Der BVB erwies sich als zweikampfstark, versuchte immer wieder, mit schnellen Gegenstößen Nadelstiche zu setzen, die Arsenal durchaus beeindruckten. Nach nur elf Minuten strich ein Schuss von Marco Reus nur knapp am Arsenal-Gehäuse vorbei, und kurz darauf durften die 3 000 mitgereisten Dortmunder Anhänger sogar jubeln. Reus hatte den Ball vor der Strafraumgrenze von Aaron Ramsey erobert, und Robert Lewandowski legte den Ball für den mitgelaufenen Henrikh Mkhitaryan auf, der von der Strafraumgrenze vollstreckte. Die BVB-Führung war zu diesem nicht unverdient.

BVB siegt 2:1 bei Arsenal London

Und sie geriet erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit in Gefahr. Zunächst stoppte Mats Hummels einen Schuss des Ex-Dortmunders Tomasz Rosicky, der gemeinsam mit Mesut Özil das Spiel der Engländer lenkte, für seinen geschlagenen Schlussmann Roman Weidenfeller auf der Torlinie. Aber den Gunners gelang (41.) doch der Ausgleich. Nach einer Rechtsflanke von Bacary Sagna behinderten sich Innenverteidiger Neven Subotic und Weidenfeller gegenseitig. Olivier Giroud nahm dieses Geschenk dankend an und vollstreckte zum 1:1.

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Die Schwarz-Gelben beschränkten sich auch nach der Pause nicht darauf, dass Ergebnis zu behaupten, suchten selbst immer wieder den Weg nach vorn. Es war wie von Klopp erwartet eine Partie auf Augenhöhe, in der Kleinigkeiten den Ausschlag geben würden. Deshalb waren beide Teams vor allem darauf bedacht, ja keinen Fehler zu machen. Beide Abwehrreihen ließen im zweiten Duchgang nicht mehr viel zu.

BVB-Assistenzcoach Buvac wechselte Mitte der zweiten Halbzeit gleich zweimal. Für Blaszczykowski und Sven Bender brachte er Jonas Hofmann und Aubameyang. Kurz darauf hatte die Borussia eine Schrecksekunde zu überstehen, als der ebenfalls zuvor eingewechselte Santi Cazorla (70.) nach einer Vorlage von Özil den Ball auf das Lattenkreuz setzte.

Arsenal erhöhte in der Schlussphase den Druck, aber Dortmund stemmte sich mit letztem Einsatz dagegen und holte acht Minuten vor Schluss zum entscheidenden Punch aus. Einen schnellen Konter schloss Kevin Großkreutz mit einer präzisen Flanke ab – und der mitgelaufene Robert Lewandwski war mit einer Direktabnahme zum 2:1-Siegtreffer erfolgreich.

Quelle: wa.de

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