Champions League

Dortmund meldet sich mit 3:0 gegen Marseille zurück

DORTMUND -  Der BVB ist auch international zurück im Geschäft. Mit einem verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg vor 65.600 Zuschauern über Olympique Marseille haben sich die Dortmunder in der Vorrunden-Gruppe F der Champions-League vorerst auf Platz zwei geschoben und damit die Auftaktpleite von Neapel erst einmal ausgebügelt.

Von Peter Schwennecker

Dabei haben die Spieler die Leidenszeit ihres Fußball-Lehrers kurz gestaltet. Der von der Uefa für ein Spiel gesperrte Jürgen Klopp, der in Neapel dem vierten Offiziellen sein hässliches Gesicht gezeigt hatte, war mit dem Mannschaftsbus ins Stadion gefahren. Doch vor dem Kabinentrakt trennten sich die Wege von Trainer und Team.

Klopp steuerte direkt die Loge des Trikot-Ausrüsters an, aus der er die Partie hinter Glas verfolgte. Am Spielfeldrand führte sein Assistent Regie. Mit Zeljko Buvac hatte sich der Fußball-Lehrer ausreichend besprochen. „Es ist alles geregelt“, betonte Klopp, der aber in der ungewohnten Zuschauerrolle nicht allzu lange zittern musste.

Die Dortmunder, die gegenüber der Freiburg-Partie nur auf der Torhüterposition eine Veränderung in der Startformation vornehmen mussten, begannen konzentriert. Dennoch hatten sie zunächst eine Schrecksekunde zu überstehen, als Saber Khalifa in der Anfangsphase allein auf das Tor von Weidenfeller-Vertreter Mitch Langerak zulief, Linksverteidiger Erik Durm bei seiner Premiere in der Königsklasse aber den Franzosen in letzter Sekunde stören konnte.

Marseille versteckte sich nicht, versuchte mitzuspielen und wurde gleich vom ersten präzise vorgetragenen Konter der Schwarz-Gelben eiskalt erwischt. Nach einem Freistoß der Gäste startete der BVB den blitzschnellen Gegenstoß. Und nach glänzender Vorarbeit von Marco Reus und Erik Durm stand Robert Lewandowski frei, musste den Ball nur noch zum 1:0 (19.) über die Linie schieben. Drei Minuten später tauchte der Pole erneut nach einer Vorlage des starken Kevin Großkreutz‘ frei vor dem Olympique-Tor auf, scheiterte aber an Schlussmann Steve Mandanda.

Bilder vom Spiel in Dortmund:

Champions League: BVB besiegt Marseille mit 3:0

Dortmund beschränkte sich danach zunächst auf die Spielkontrolle, versuchte dabei immer wieder Nadelstiche zu setzen, doch kam der letzte Passe meist nicht an.

Gut, dass die Borussia nach der Pause die schnelle Entscheidung suchte und auf das zweite Tor drängte. Und die Schwarz-Gelben wurden früh mit dem 2:0 (52.) belohnt. Dank der taträftigen Unterstützung von Marseilles Torhüter Mandanda. Der reagierte bei einem der gefährlich angeschnittenen Freistöße aus mehr aus 30 Metern von Reus sehr unglücklich und wehrte den Ball deutlich hinter der Linie ab. Glänzend reagierte er allerdings wenig später bei einem Schuss von Durm.

Da Marseille nun kommen musste, öffneten sich dem Bundesligisten die entsprechenden Räume für Konter. Aber dem BVB fehltebei Überzahlaktionen oft die Präzision, um das Ergebnis deutlicher zu gestalten. Erst Lewandowski beseitigte mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 80. Minute, nachdem Reus von Nicolas N’Koulou gefoult worden war, auch die letzten Zweifel am ersten Sieg.

Stimmen zum Spiel:

Erik Durm: Ich durfte ja schon am Samstag vor 80.000 Zuschauern die Atmosphäre. Aber Champions League ist etwas absolut Besonderes. Und dann noch 3:0 zu gewinnen, das war überragend.

Jürgen Klopp: Die Spieler sollen sich nicht daran gewöhnen, dass ich auf der Tribüne sitze. Das war ein klasse Spiel von uns. Wir haben eine hohen Aufwand betrieben. Aber wenn wir nur ein paar Kilometer weniger gerannt wären, wäre es schwierig geworden, denn Marseille war schon stark. Aber wie wir die Tore gemacht haben und wie unser Umschaltspiel funktioniert hat, das war schon außergewöhnlich gut. Die Mannschaft war heute bereit, den Fuß in die Tür zu stellen. Jetzt sind wir in der Gruppe drin, das ist der Mannschaft eindrucksvoll gelungen. Von oben sieht man zwar besser, aber es ist nicht so wahnsinnig angenehm. Glücklicherweise konnte ich das Spiel meines Teams einigermaßen entspannt beobachten. Mein kongenialer Partner hat einen Riesenjob gemacht.

Kevin Großkreutz: Das war schon komisch, wenn man auf der rechten Seite spielt und dann nach rechts zur Außenlinie schaut – und dann ist der Trainer nicht da. Daher war der Sieg auch für unseren Coach, der uns immer optimal einstellt. Unser Co-Trainer hat das gut gemacht. Er hat auch richtig Ahnung. Das Trainerteam passt schon.

Quelle: wa.de

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