Spiel im Eisschrank

Am Freitag gegen Nürnberg: Klopp wirft die Heizung an

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Ein eisiges Spiel gegen den 1. FC Nürnberg steht bevor: Es werden Temperaturen von minus zehn Grad vorhergesagt

DORTMUND - Das erste Heimspiel des Jahres gegen den 1. FC Nürnberg (Freitagabend, 20.30 Uhr) hat der deutsche Fußball-Meister BV Borussia Dortmund zum „Schalala-Tag“ erklärt.

Von Peter Schwennecker

Alle BVB-Fans sollten möglichst mit einem schwarz-gelben Schal im Stadion erscheinen. Was angesichts des angekündigten Frosts von minus zehn Grad ohnehin angesagt wäre. Ansonsten sollen die Profis der Dortmunder für angenehme Begleitumstände sorgen. „Wir wollen bei Eisschrank-Temperaturen ein erwärmendes Spiel abliefern“, verspricht Trainer Jürgen Klopp.

Der rechnet nach dem 5:0-Traumstart in Bremen allerdings nicht mit einem Selbstläufer, auch nicht damit, dass die Borussen mit der an der Weser gezeigten spielerischen Leichtigkeit durch die Rückrunde stürmen werden. „Die Partie bei Werder war alles andere als einfach, aber wir waren in jeder Phase konzentriert, haben wenig zugelassen“, betont der Fußball-Lehrer.

Rechnet nach dem 5:0 nicht mit einem Selbstläufer: Trainer Jürgen Klopp

Dass die Mannschaft angesichts des Zwölf-Punkte-Rückstandes auf Tabellenführer Bayern München die Meisterschaft bereits abgehakt hat und deshalb keinen Druck mehr verspürt, glaubt der 45-Jährige nicht. „Wir haben durchaus Druck. Der kommt von hinten“, beteuert der Dortmunder Coach. „Wir wollen uns nicht der Gefahr aussetzen, in die Rückrunde rein zu stolpern und andere Mannschaften an uns vorbei ziehen lassen. Dann haben wir ab dem 24. Spieltag so richtig Druck. Wir wollen das Optimale erreichen. Das haben wir in Bremen versucht, und das muss gegen den Club genauso aussehen.“ In diesem Zusammenhang spricht Klopp von harter Arbeit, von dem akribischen Bemühen, bei den täglichen Übungseinheiten das optimale aus der Mannschaft heraus zu kitzeln. „Das ist wie beim Film“, erklärt Klopp. „Am schwersten soll es ja sein, Humor darzustellen, also witzig zu sein. Und das etwas spielerisch leicht aussieht, ist auch nicht so einfach darzustellen. Man kann vielleicht ja so tun, als würde man kämpfen, man kann aber nicht so tun, als könne man spielen. Man muss das wirklich alles vorher erarbeiten.“

Mit dem Club aus Nürnberg erwarten die Dortmunder einen sehr unbequemen Gegner. Die Änderung auf dem Kommandostand der Franken macht die Aufgabe für den BVB keineswegs schwerer. „Das war ein etwas anderer Trainerwechsel als normalerweise“, betont Klopp. „Ich glaube, niemand hatte in Nürnberg das Gefühl gehabt, Dieter Hecking müsste woanders hingehen. Dementsprechend geht es wohl in erster Linie für Michael Wiesinger darum, die erfolgreiche Arbeit fortzuführen. Das bedeutet systematisch keine großen Veränderungen.“

Allerdings ist für den Dortmunder Coach nicht ersichtlich, mit welcher Formation die Nürnberger heute auflaufen werden. „Sie haben zuletzt das eine oder andere Verletzungs- oder Krankheitsproblem gehabt. Deshalb gibt es ein paar Dinge, die für uns nicht ganz klar sind“, sagt Klopp, der allerdings wie gewohnt vor der Qualität des Gegners warnt und deshalb von seiner Mannschaft vollste Konzentration erwartet. Gegenüber Bremen wird es voraussichtlich nur eine Änderung geben. Jakub Blaszczykowski hat keine Wadenprobleme mehr und dürfte wieder seinen Platz auf der rechten Seite einnehmen. Durchaus möglich, dass deshalb Marco Reus auf den linken Flügel rückt und Kevin Großkreutz zunächst nur auf der Bank sitzt.

Quelle: wa.de

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