Wichtige Trainingseinheit für den BVB vor London

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Marco Reus (rechts) freut sich über den entscheidenden Elfmetertreffer gegen Hannover.

DORTMUND - Die Leistung hatte nicht annähernd das Niveau wie bei der unglücklichen 0:2-Niederlage in Mönchengladbach, doch BVB-Trainer Jürgen Klopp zog nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg des Vizemeisters vor 80 645 Zuschauern (ausverkauft) gegen Hannover 96 ein positives Fazit.

Vom BVB berichtet Peter Schwennecker

„Ich bin zufrieden“, sagte der Fußball-Lehrer, um gleich eine kleine Drohung hinterher zu senden: „Wenn Arbeitssiege in Dortmund irgendwann nichts mehr wert sein sollten, bin ich definitiv drei Wochen zu lange hier.“

Immerhin gelang der Borussia durch das frühe Elfmetertor von Marco Reus (4.) – Erik Durm war von Hirok Sakei umgerissen worden – der fünfte Sieg im fünften Bundesliga-Heimspiel der Saison. Mit 22 Punkten aus neun Spielen stellte der BVB den eigenen Vereinsrekord aus der Meisterrunde 2010/2011 ein. Und trotz einiger Probleme sah Klopp seine Elf vor der schweren Auswärtsaufgabe in der Champions League am Dienstag bei Arsenal London (20.45/live bei Sky) in der Spur. „Das war genau die Einheit, die wir vor dieser Begegnung gebraucht haben.“

„Heute hat man gesehen, dass Training durchaus hilft“, verwies der Coach auf die zahlreichen angeschlagenen Akteure in seiner Startelf, die zuvor kaum auf dem Platz gestanden hatten. „Das Spiel spiegelt die Problematik der vergangenen 13 Tage wider. Wir haben gut agiert, solange der Tank voll war. Danach haben wir dann aufgehört, Fußball zu spielen. Das lag auf der einen Seite sicherlich am körperlichen Zustand.“

Nuri Sahin, Sven Bender und Marco Reus hatten nach ihren Verletzungen nicht oft mit der Mannschaft trainieren können. Ihnen fehlte es deutlich an Substanz. „Für Manni, Nuri oder Marco war das richtig harte Arbeit“, meinte Klopp. „Doch da mussten sie durch, das macht sie mit Blick auf London auf jeden Fall stärker.“ Marcel Schmelzer saß dagegen 90 Minuten auf der Bank. Er könnte für die Champions League am Dienstag durchaus eine Option sein, obwohl Durm auf der linken Abwehrseite keineswegs enttäuschte und sich mit der Elfmeter-Situation den ersten Scorerpunkt in der Bundesliga holte.

An Selbstkritik mangelte es im Dortmunder Lager nach der Begegnung nicht. „Wir haben keinen guten Fußball gespielt“, meinte Nuri Sahin. „Doch diesmal waren nur die drei Punkte wichtig.“ Auf Grund der zweiten Halbzeit wäre ein Unentschieden für die auswärts weiter punkt- und torlosen Hannoveraner nicht unverdient gewesen. Immerhin musste BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller unter den Augen von DFB-Torwarttrainer Andreas Köpke zwei gefährliche Schüsse von Edgar Prib und Deniz Kadah parieren.

„Gerade in der zweiten Halbzeit und in den letzten 20 Minuten haben wir sehr viele Zweikämpfe verloren. Wir standen unter Druck und haben uns nicht gut präsentiert“, meinte Innenverteidiger Sokratis, der den in der Bundesliga gesperrten Mats Hummels vertrat, der aber am Dienstag wieder in die Startformation rücken wird. Lediglich die Rekonvaleszenten Sebastian Kehl, Lukasz Piszczek und Ilkay Gündogan werden am Montagmittag nicht im Flieger sitzen, wenn der BVB-Tross Richtung London abhebt. „Wir müssen jetzt in den Champions-League-Modus umschalten“, meinte BVB-Schlussmann Weidenfeller. „Wir können gegen jeden Gegner nur bestehen, wenn wir 100 Prozent geben. Klar ist aber auch, dass das Spiel am Dienstag ein ganz anderes wird.“

Bis dahin bleibt der Dortmunder Borussia nur wenig Zeit, um zu regenerieren. „Wir müssen die Knochen schütteln und durchatmen, und können noch ein paar Mal trainieren“, meinte Klopp angesichts der wichtigen Erkenntnis aus dem Hannover-Spiel, dass das durchaus hilft.

Quelle: wa.de

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