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BVB-Fans bereiten Blaszczykowski einen Gänsehaut-Abschied

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Von: Cedric Sporkert

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Immer noch Fan-Liebling in Dortmund: Jakub "Kuba" Blaszczykowski.
Immer noch Fan-Liebling in Dortmund: Jakub "Kuba" Blaszczykowski. © dpa

Dortmund - Jakub "Kuba" Blaszczykowski wurde vom BVB offiziell verabschiedet. Die Fans sorgten für einen Gänsehaut-Moment.

Es lief die 75. Minute, als es noch einmal richtig laut wurde im Dortmunder Stadion. Zu diesem Zeitpunkt war die Bundesliga-Begegnung der Borussen gegen den VfL Wolfsburg schon längst entschieden. Der BVB führte mit 3:0 und spielte die Partie gegen die Niedersachen entspannt herunter. Grund für den Jubel des schwarz-gelben Anhanges: eine Einwechslung des Gegners. Für Vieirinha betrat Jakub Blaszczykowski den Rasen, den sie in Dortmund nur liebevoll "Kuba" nennen.

Insgesamt 266 Partien absolvierte der 31-jährige Pole für den Revierklub und erzielte zwischen 2007 und 2015 32 Treffer für den BVB - und wurde so zum Liebling der Fans. Deshalb schallten schon vor der Begegnung "Kuba, Kuba"-Sprechchöre von den Rängen, als Blaszczykowski offiziell von Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Manager Michael Zorc verabschiedet wurde.

Beide sparten nicht mit Lob für den ehemaligen Leistungsträger, der im grün-weißen Wölfe-Dress zur alten Liebe zurückkehrte. "Kuba ist ein außergewöhnlicher Profi, den wir nicht nur als Fußballer, sondern auch als Menschen sehr schätzen gelernt haben und dessen Vita wir immer verfolgen werden", sagte Zorc. Und Watzke fügte hinzu: „Er ist ein verdienter Borusse, ein richtig guter Typ, dem wir uns immer verbunden fühlen werden. Kuba weiß, dass er mit seiner Familie in Dortmund jederzeit herzlich willkommen sein wird.“

Kleinere Bühne ohne die "Süd"

Dabei fiel der Abschied für Blaszczykowski, der schon im Hinspiel von den BVB-Fans gefeiert worden war, etwas kleiner aus als geplant. Durch die Sperrung der Südtribüne waren anstatt 81.360 nur 56.906 Zuschauer im Stadion. 1700 davon kamen aus der Autostadt.

"Mein erster Gedanke war, als ich das gelesen habe, dass ich es schade finde für Jakub. Er kommt zum ersten Mal zurück nach Dortmund. Und ich hatte gehofft, dass er die Verabschiedung bekommt, die er auch verdient hätte", hatte BVB-Kapitän Marcel Schmelzer vor der Begegnung gesagt.

Ehrenrunde nach dem Spiel

Doch weil der Unterrang der Nordtribüne fest in Dortmunder Hand war - der VfL hatte 6000 Gäste-Tickets zurückgegeben -, bekam Blaszczykowski doch noch einen gebührenden Abschied. Nach dem Abpfiff, als die meisten seiner Mitspieler schon frustriert und mit hängenden Köpfen in die Kabine gegangen waren und nur Maximilian Arnold noch am Sky-Mikrofon Rede und Antwort stand, absolvierte der Pole eine Ehrenrunde.

Für die unterbrachen sogar die Dortmunder ihre eigene Sieges-Feier vor den Fans und stimmten in den Applaus mit ein. 

Ein Gänsehaut-Abschied für Blaszczykowski. Trotz leerer Südtribüne.

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