20. Derby für den BVB-Torwart

Derby-Routinier Weidenfeller will eiskalt zuschlagen

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DORTMUND - In einer Art wird er vielleicht sogar froh sein, dass er den Blumenstrauß zu seinem 300. Bundesligaspiel erst vor dem Heimspiel am kommenden Freitag gegen den VfB Stuttgart überreicht bekommt. Roman Weidenfeller, Torhüter des BV Borussia Dortmund, bestreitet am Samstag in der Arena auf Schalke seinen 299. Einsatz im Fußball-Oberhaus.

Von Peter Schwennecker

 Es ist aber bereits das 20. Derby des 33-Jährigen. Damit wird Weidenfeller, der aus der berühmten Schule von Gerald Ehrmann aus Kaiserslautern stammt und schon seit 2002 das BVB-Trikot trägt, heute mit Abstand der Mann mit der größten Derby-Erfahrung auf dem Platz sein. „Die Schalker haben im letzten Jahr eindeutig zu viele Punkte geholt. Was wir gerade in Schalke gespielt haben, war nicht gut“, sagt Weidenfeller. „Wir haben einiges gut zu machen und wollen das auch tun.“ Weidenfeller betont, dass das Fieber von Tag zu Tag steigt. „Die ganze Mannschaft freut sich auf das Derby. Ich speziell, weil es mein 20. Derby ist.“

Bilder vom letzten Derby

Das Derby: Schalke siegt gegen den BVB

Deshalb setzt der Schlussmann diesmal auf ein positives Ergebnis: „Wir wollen unseren Fans ein ganz besonderes Bonbon bieten. Wir wollen den Anhängern den Sieg schenken und werden alles dafür tun.“ Er selbst sieht sich dabei in einer sehr wichtigen Rolle: „Ich bin erfahren, ich weiß, was von mir verlangt wird. Es ist wichtig, von hinten heraus Ruhe auszustrahlen und das auch meiner Mannschaft mitzugeben. Wir müssen uns wirklich auf das Sportliche konzentrieren, dürfen uns nicht ablenken lassen und müssen dann eiskalt zu schlagen.“

Die Lippewelle berichtet am Samstag ab 15 Uhr live vom Derby. Reporter ist Matze Dröge. Hier geht es zum Webradio der Lippewelle.

Beim wichtigen 2:1-Sieg in der Champions League beim FC Arsenal ist den Dortmundern das ganz gut gelungen. Doch BVB-Trainer Jürgen Klopp weiß, dass dieses Derby „ein Spiel mit einer nochmals gesteigerten Wichtigkeit“ wird. „Es muss das Komplettpaket BVB-Fußball auf den Platz“, betont der Fußball-Lehrer. „Dann sind die Chancen nicht so schlecht.“ Der BVB-Coach erwartet ein „hochintensives, sehr faires, aber leidenschaftliches Spiel, in dem kein Ergebnis akzeptiert wird, bis der Schiedsrichter abpfeift.“ Was das Engagement seiner Profis angeht, hat Klopp ohnehin keine Bedenken. „Die Mannschaft ist auch an weniger brillanten Tagen zu einem hohen Aufwand bereit. Das ist die wichtigste Nachricht überhaupt“, beteuert er. „In einer superschweren Woche haben wir gegen Hannover 120 Kilometer geknackt, in London sind sie sechs Kilometer mehr als Arsenal gelaufen. Wichtig ist, dass wir gegen die Blauen ähnlich bereit sind. Wir können hier nichts versprechen, außer maximalen Einsatz.“

Trotz der zahlreichen Ausfälle schätzt der Dortmunder Trainer vor allem die Offensiv-Qualitäten der Schalker sehr hoch ein. Respekt hat er vor allem vor seinem ehemaligen Schützling Kevin-Prince Boateng. „Er hat bei den Blauen eingeschlagen wie eine Bombe, weil er sehr guten Fußball spielt“, meint Klopp. „Durch seine Persönlichkeit hat er erst einmal einiges von den anderen abgehalten. Kevin ist ein Spieler, den man echt gebrauchen kann. Das scheint auch auf Schalke sehr gut zu funktionieren.“ Personell gibt es bei den Dortmundern keine größeren Probleme. Es fehlen weiterhin Sebastian Kehl, Ilkay Gündogan und Lukasz Piszczek. Ansonsten stehen alle Akteure zur Verfügung. Durchaus möglich, dass Pierre-Emerick Aubameyang wieder für Jakub Blaszczykowski in die Startformation rückt. Ansonsten sind kaum Änderungen zu erwarten.

Quelle: wa.de

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