Verletzter Kuba: Zorc schließt Transfer nicht aus

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DORTMUND - Borussia Dortmund sichtet nach dem Kreuzbandrisss von Jakub Blaszczykowski den Spielermarkt. Sportdirektor Michael Zorc hält zwar prinzipiell wenig von Winter-Zukäufen, wollte aber einen Transfer vor dem Ende der Wechselfrist am Freitag nicht ausschließen. Im Gespräch ist mehr denn je Shinji Kagawa.

"Es gibt ein zwei Aspekte, die wir durchdenken werden", sagte er am Montag den "Ruhr Nachrichten". Weil Blaszczykowski bis zum Saisonende ausfällt und auch das Comeback von Nationalspieler Ilkay Gündogan nach bisher fünfmonatiger Zwangspause auf sich warten lässt, erwägen die Dortmunder eine Verstärkung für das Mittelfeld.

"Wir haben uns intern besprochen und sondieren den Markt. Ich will nicht ausschließen, dass wir nach Blaszczykowskis Verletzung noch einmal aktiv werden. Allerdings werden wir nur aktiv werden, wenn es Sinn macht, sowohl finanziell als auch sportlich", sagte Hans-Joachim Watzke der "Welt". Für den BVB-Geschäftsführer ist die Knieverletzung des Polen ein Desaster: "Unser Verletzungspech ist wirklich kaum zu fassen."

Trainer Jürgen Klopp hatte noch am Samstag nach dem Spiel gegen Augsburg einen Transfer als eher unwahrscheinlich bezeichnet. Beim 2:2 gegen die Augsburger hatte sich Blaszczykowski das vordere Kreuzband im rechten Knie gerissen. Er wird am Donnerstag operiert. Wie der polnische Nationalspieler muss auch Manndecker Neven Subotic wegen eines Kreuzbandrisses bis zum Sommer pausieren.

Dagegen macht die Genesung von Mats Hummels Fortschritte. Der von einem knöchernen Bandausriss im Fersenbein genesene Innenverteidiger ist zurück im Mannschaftstraining und könnte am Freitag beim Spiel in Braunschweig zumindest wieder zum Kader gehören.

Auf der Wunschliste der Dortmunder soll nach wie vor ganz oben Shinji Kagawa stehen, der bei Manchester United kaum Einsatzzeiten hat und dessen Name auch schon vor der Blaszczykowski-Verletzung immer wieder am Borsigplatz die Runde machte. Nachdem ManU am Sonntag für rund 45 Millionen Euro Juan Mata vom Liga-Konkurrenten FC Chelsea verpflichtet hat, dürften die Chancen des japanischen Spielmachers bei Manchester weiter gesunken sein.

"Shinji will und wird Manchester United im Januar nicht verlassen", sagte Kagawas Berater Thomas Kroth zwar noch am Sonntag dem kicker, doch ausgeschlossen scheint eine Blitz-Rückkehr des 24-Jährigen keineswegs. Watzke hatte in der Vergangenheit immer gerne betont, dass der japanische Nationalspieler in Dortmund, wo dieser von 2010 bis 2012 spielte und zum Publikums-Liebling avancierte, immer willkommen sei.

Ein weiterer Kandidat ist auch Kevin Volland (21) von 1899 Hoffenheim, der allerdings Stürmer und damit eher ein Nachfolge-Kandidat für den im Sommer zu Bayern München wechselnden Robert Lewandowksi (25) ist. Volland könnte im Gegensatz zu Kagawa für den BVB sogar noch in der Champions League spielen.  Als Ersatz für den polnischen Torjäger werden nach wie vor Edin Dzeko (Manchester City), Diego Costa (Atletico Madrid), Karim Benzema (Real Madrid), Adrian Ramos (Hertha BSC), Seydou Doumbia (ZSKA Moskau) und eben Volland gehandelt. - dpa/sid

Quelle: wa.de

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