BVB: Ohropax für Nacht- und Mittagsruhe

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NEAPEL - Der extreme Lärm fängt meist schon vor dem Anpfiff an. Lange davor sogar. Genau genommen in der Nacht vor dem Spiel. Dann nämlich versammeln sich die Fans des SSC Neapel vor dem Mannschaftshotel des Gegners, hupen, skandieren ihre Schlachtgesänge und versuchen alles, um die Gästespieler um ihren dringend benötigten Schlaf zu bringen.

Auch die Akteure des FC Bayern können davon ein Lied singen, sie mussten bei ihrem Gastspiel in der Champions League im November 2011 die akustischen Belästigungen bereits über sich ergehen lassen. Die Dortmunder hatten aber bereits vorgesorgt. "Wir haben die Uefa auf diese Problematik aufmerksam gemacht und einen Brief geschrieben", erklärte BVB-Mediendirektor Sascha Fligge. Zudem wurde die Polizei informiert, und das Hotel hatte den eigenen Sicherheitsdienst verstärkt. Dennoch befürchtete Trainer Jürgen Klopp: "Es wird laut werden."

Torwart Roman Weidenfeller verriet derweil seine ganz persönliche Taktik, mit den Störgeräuschen und dem Geräuschpegel der ungewohnten Art vor dem Grande Albergo Vesuvio fertig zu werden. "Ich haben immer Ohropax im Gepäck, da kann mich nichts erschrecken", grinste der Routinier.

Und mit vielen Paraden will Weidenfeller heute Abend ab 20.45 Uhr dann vor allem auf dem Platz seinen Teil dazu beitragen, dass es auch im 60 240 Zuschauer fassenden Stadio San Paolo schnell ruhig wird und die Fans des Societa Sportiva Calcio wenig Grund haben, ihr Team lautstark und euphorisch anzufeuern. Die Zuversicht im Vorfeld ist bei Weidenfeller jedenfalls sehr groß, dass sich die Dortmunder auch in Neapel gut aus der Affäre ziehen und ihren Fußball durchsetzen. "Natürlich ist das direkt zum Auftakt ein richtig schwerer Gegner der Extraklasse. Aber mit fünf Siegen und den 15 Punkten aus der Bundesliga können wir mit breiter Brust in das Spiel gehen", sagt der 33-Jährige, der hofft, dass der BVB gleich in der Auftaktbegegnung der neuen Champions-League-Saison ähnlich furios auftrumpft wie in der vergangenen Spielzeit, als die Schwarz-Gelben erst im Endspiel am FC Bayern München gescheitert waren.

"Unsere Gruppe ist ungemein ausgeglichen, da gibt es keinen Topfavoriten aufs Weiterkommen", meint der Keeper, der auf dem Platz übrigens definitiv auf den Einsatz von Ohropax verzichten wird -- egal wie das Spiel auch verlaufen wird.  --pad--

Quelle: wa.de

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