Champions League

BVB-Profis schieben nach Arsenal-Pleite Frust

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DORTMUND - Jürgen Klopp war sichtlich angeschlagen. „Diese Niederlage hinterlässt durchaus Wirkung“, bestätigte der BVB-Trainer. Er benötigte nach dem ebenso unglücklichen wie unnötigen 0:1 (0:0) in der Champions-League-Vorrunde gegen Arsenal London einige Zeit, um seine Enttäuschung zu überwinden.

Von Peter Schwennecker

Schließlich rutschten die Dortmunder in der Gruppe F auf den dritten Platz mit drei Zählern Rückstand auf die punktgleichen Londoner und den SCC Neapel ab.

„Die positivste Nachricht ist, dass wir mit zwei Siegen in die nächste Runde einziehen“, versuchte der Fußballlehrer gleich Optimismus zu verbreiten. „Uns ist bewusst, dass das nicht leicht ist. Aber wir glauben an diese Chance. Es ist möglich, und dieses Wissen reicht uns.“

Die Borussia hatte sich zuvor mit dem 2:1-Erfolg in London eine ausgezeichnete Ausgangsposition erkämpft, die sie vor eigenem Publikum leichtfertig verspielte. 11:0 lautete die Torschussstatistik zu Gunsten des BVB, als Arsenal in der 62. Minute in Person von Aaron Ramsey erstmals auf das Gehäuse der Gastgeber zielte und per Kopfball zum entscheidenden 0:1 traf. Dagegen ließ der Bundesligist selbst hochkarätige Möglichkeiten durch Henrikh Mkhitaryan oder Marco Reus aus.

„Es war wichtig, nicht den ersten Fehler zu machen und auf den richtigen Moment zu warten“, freute sich Arsenals Coach Arsene Wenger. „Es war ein großartiger Sieg und hat die Sache für uns leichter gemacht.“ Doch allzu sicher fühlte sich auch Wenger angesichts der Ausgeglichenheit der drei Top-Teams in der Gruppe nicht: „Ich habe sehr viel Respekt vor Dortmund. Die Gruppe ist sehr stark, und eine dieser drei Mannschaften wird einen hohen Preis zahlen müssen. Ich hoffe, dass wir das nicht sein werden.“ Angesichts der aktuellen Tabellen-Konstellation könnte am Ende sogar ein Team mit zwölf Punkten den bitteren Weg in die Trostrunde Europa League antreten.

Bilder vom Spiel am Mittwoch:

Die bittere 0:1-Pleite des BVB gegen Arsenal in Bildern

Großer Frust herrschte deshalb bei den Dortmunder Profis. „Fußball kann manchmal ungerecht sein“, meinte Schlussmann Roman Weidenfeller, der vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw in der Schlussphase mit zwei Glanzparaden eine höhere Niederlage verhinderte und zumindest dafür sorgte, dass der BVB im direkten Vergleich mit Arsenal vorn liegt. Und auch Nuri Sahin gestand ein, dass diese Niederlage sehr weh tat: „Aber wir haben es selbst in der Hand. Jetzt steht am Samstag schon wieder ein schweres Spiel in Wolfsburg an. Darauf liegt nun erst einmal der Fokus. Danach werden wir uns auf das Spiel gegen Neapel konzentrieren und uns die drei Punkte zurückholen.“

Auch Klopp wollte nicht mehr nachkarten: „Unzufrieden mit der Leistung der Mannschaft sollte niemand sein. Sie hat vieles richtig gemacht“, erklärte der Trainer, der schnell den Schalter auf Bundesliga-Alltag umlegte. Schließlich geht es darum, am Samstag beim VfL Wolfsburg (15.30 Uhr) dafür zu sorgen, dass das nächste Heimspiel am 23. November gegen die Münchner Bayern zum richtigen Top-Duell um Platz eins werden wird.

Während der gegen London fehlende Innenverteidiger Mats Hummels nach überstandenen muskulären Problemen im Oberschenkel gestern wieder das Mannschaftstraining aufnahm, begab sich Jakub Balszczykowski wegen eines Magen- und Darmproblems zum Internisten. „Ob es für die Partie in Wolfsburg reicht, wissen wir noch nicht“, sagte Klopp.

Quelle: wa.de

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