BVB bricht ohne Kapitän Hummels auf nach Europa

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Mats Hummels

DORTMUND - Borussia Dortmund muss weiter auf seinen Weltmeister Mats Hummels verzichten. Auch beim Start in die Champions League bleibt für den Kapitän nur der Platz auf der Tribüne.

Borussia Dortmund bricht auf nach Europa, doch Kapitän Mats Hummels bleibt an Land: Für den Start seiner Teamkollegen in die neue Champions-League-Saison am Dienstag gegen den FC Arsenal blieb für den Weltmeister nur ein Tribünenplatz reserviert. Erst am Mittwoch, berichtete Hummels, "steige ich wieder ins Mannschaftstraining ein".

Zwei Monate nach dem Triumph von Rio plagen den frischgekürten BVB-Spielführer immer wieder diverse Wehwehchen. Zuletzt wurde ein Beckenschiefstand als Grund für die anhaltenden Muskelprobleme ausgemacht. Folglich wurde es nichts mit dem geplanten Comeback des letzten der fünf Dortmunder WM-Helden am vergangenen Samstag gegen den SC Freiburg (3:1). Bereits beim Länderspiel gegen Argentinien (2:4) und Auftakt der EM-Qualifikation gegen Schottland (2:1) in Dortmund musste Hummels passen.

Hummels selbst hält sich mit Prognosen zurück, doch die Ungeduld ist ihm anzumerken. "Von der Motivation her bin ich bereit", verriet der 25-Jährige. "Wir müssen uns disziplinieren und dürfen die Jungs nicht zu früh reinwerfen", äußerte Trainer Jürgen Klopp, dem allerdings qualitativ hochwertiger Ersatz (Matthias Ginter, Sokratis) zur Verfügung steht.

Hummels' Karriere in Bildern:

Karriere von Mats Hummels in Bildern

Die Fans sehnen dennoch die Rückkehr des Abwehrchefs angesichts der bereits fünf Gegentore in bisher drei Bundesligaspielen herbei. Zudem fehlen dem BVB die Passqualitäten von Hummels in der Spieleröffnung, seine Übersicht, Zweikampfstärke und Souveränität in Drucksituationen. Längst ist er zum Boss im Team des deutschen Vizemeisters gereift.

Auch international erfuhr Hummels in diesem Jahr jene Anerkennung, für die er in der Nationalmannschaft lange kämpfen musste. Als einziger Abwehrspieler wurde er vom Weltverband FIFA sogar für den "Goldenen Ball" nominiert. In der DFB-Auswahl wuchs er in Brasilien nicht nur wegen seiner zwei Turniertreffer zur Führungsfigur und wurde sogar als Nachfolger für den zurückgetretenen Kapitän Philipp Lahm hoch gehandelt. "Er war der Kopf der Mannschaft", befand sogar Torhüter Manuel Neuer vom Erzrivalen Bayern München. Und Hummels selbst meinte nach dem Finale überschwänglich: "Wer hätte gedacht, dass die WM für mich so läuft."

Kein Wunder also, dass europäische Spitzenklubs immer wieder anklopfen. Doch Hummels bleibt gelassen. "Ich habe hier eine Konstellation, die ich vermutlich nirgendwo anders mehr vorfinden werde. Ich will das alles gerne noch eine Zeit lang mitnehmen", sagte er und verlängerte seinen Vertrag einst vorzeitig bis 2017. Der Ex-Münchner weiß, was er an der Borussia hat.

Dort legte Trainer Jürgen Klopp mit dem "Kinderriegel", bestehen aus den beiden 19-Jährigen Innenverteidigern Neven Subotic sowie Hummels den Grundstein für seine Karriere. Hermann Gerland, Entdecker und-Förderer des BVB-Idols bei den Bayern, wusste es schon immer: "Mats wird eine Bombe." Recht sollte er behalten. Inzwischen wurde Mats Hummels zweimal deutscher Meister, Pokalsieger und Weltmeister! - sid

Quelle: wa.de

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