Nicht in Ferienstimmung

BVB will Gruppensieg in London perfekt machen

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Die Sorgen reisen mit: BVB-Coach Jürgen Klopp.

LONDON - Das Achtelfinale der Champions League hat Borussia Dortmund sicher erreicht. Dennoch hat Trainer Jürgen Klopp ein klares Ziel vor Augen. „Wenn wir schon einmal so weit sind, dann wollen wir jetzt auch vorzeitig den Gruppensieg“, betonte der Fußball-Lehrer.

Von Peter Schwennecker

„Es muss sich keiner Sorgen machen, dass wir die Wertigkeit der Champions League nicht erkennen. Wenn wir Fußball spielen, dann nicht mit halber Kraft.“ Um Platz eins in der Vorrundengruppe D zu zementieren, reicht den Schwarz-Gelben am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) ein Remis bei Arsenal London.

Als die Boeing 737 der Turkish Airlines am Dienstagmittag in Dortmund Richtung London abhob, fehlten an Bord nur die verletzten Mats Hummels, Marco Reus, Jakub Blaszczykowski und Sokratis. 20 Spieler nahm Klopp mit. Darunter auch die zuletzt pausierenden Sven Bender, Oliver Kirch und Nuri Sahin, zudem Marc Hornschuh aus der U 23.

Beide Klubs mit Problemen

Beide Klubs haben derzeit ihre Probleme. Die „Gunners“ belegen nur Rang acht in der Premier League. Das ist gegenüber Platz 16 der Borussia in der Bundesliga eigentlich noch in der Komfortzone. Doch bei Arsenal gerät Trainer Arsene Wenger immer mehr unter Druck. Englische Medien brachten zuletzt sogar Klopp als Nachfolger ins Gespräch. Angeblich würde der BVB-Coach Wege aus seinem bis 2018 laufenden Vertrag suchen, weil er einfach keine Lust mehr hätte, nur der Ausbilder für mögliche Stars des FC Bayern München zu sein. Was Klopp jedoch ausschloss. „Ich werde am Montag nicht hier sein“, beteuerte der Trainer auf Nachfrage englischer Journalisten.

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Vergleiche zwischen beiden Klubs wollte der BVB-Coach nicht ziehen. „Ich kenne Arsenals Probleme nicht. Aber wir haben auch viel Druck. In unserer Situation sollten wir jede Chance nutzen, Selbstvertrauen zu tanken, vor allem mit Blick auf die weiteren Bundesliga-Aufgaben. Wir sind derzeit nicht in Ferienstimmung.“ Das enttäuschende 2:2 beim Neuling SC Paderborn war ein herber Rückschlag.

Watzkes Standpauke kam bei Spielern an

Die Standpauke von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke während der Jahreshauptversammlung kam bei den Spielern aber offenbar an. Der BVB-Boss hatte die Profis aufgefordert, in Zukunft immer das volle Potenzial abzurufen und nicht in den Verwaltungsmodus zurückzuschalten. Von Blut, Schweiß und Tränen war dabei die Rede. „Herr Watzke sagt nicht oft etwas, doch wenn, dann ist das wichtig und hat auch Hand und Fuß“, meinte Verteidiger Neven Subotic, der eine entsprechende Reaktion ankündigte. „Aber nicht nur für Herrn Watzke, sondern auch für den gesamten Verein, die Fans und für uns“, erklärte der Serbe.

„Die sportliche Situation ist derzeit nicht besonders rosig“, betonte Routinier Sebastian Kehl. „Dafür ist die Mannschaft in großen Teilen verantwortlich. Wir werden versuchen, es in London besser zu machen.“ Nach der Partie in Paderborn habe man bei der Analyse Ansatzpunkte gefunden. „Es sollte daher für uns möglich sein, einen Punkt zu holen“, so Kehl.

Quelle: wa.de

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