Europa League

Castro rettet Dortmundern ein 1:1-Remis bei Paok Saloniki

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Kampf in Griechenland: Joo-Ho Park (links) kam mit Dortmund nicht über ein 1:1 gegen Paok Saloniki hinaus.

Thessaloniki - Um im Bundesliga-Gipfel am Sonntag beim FC Bayern München (17.30 Uhr) konkurrenzfähig zu sein, hat der BV Borussia Dortmund in der Europa League Punkte liegen lassen. Am Donnerstagabend musste sich die B-Elf der Schwarz-Gelben vor 27 000 Zuschauern im Toumba-Stadion mit einem 1:1 (1:0) beim griechischen Liga-Vierten Paok Saloniki begnügen, blieb damit aber Tabellenführer in der Vorrunden-Gruppe C.

„Wir wollten hier gewinnen und hatten auch viele Chancen. Wir haben Saloniki unser Spiel aufgezwungen, sie hatten nicht viele Möglichkeiten. Am Sonntag erwartet uns das wohl schwerste Spiel in der Bundesliga, aber wir freuen uns darauf“, sagte Gonzalo Castro, Schütze des Ausgleichstreffers.

Gegenüber der Bundesliga-Partie gegen Darmstadt veränderte Trainer Thomas Tuchel seine Startelf auf acht Positionen. Neben Mats Hummels, Sokratis, Ilkay Gündogan, Pierre-Emerick Aubameyang und Shinji Kagawa, die erst gar nicht mit nach Griechenland gereist waren, saßen Schlussmann Roman Bürki, Marcel Schmelzer und Matthias Ginter beim Anpfiff nur auf der Bank. Mit Torhüter Roman Weidenfeller sowie der Viererkette mit Lukasz Piszczek, Neven Subotic, Sven Bender und Joo-Ho Park bot der BVB-Coach einen Abwehrverbund auf, der in dieser Besetzung noch nie zusammengespielt hatte. Gewiss ein hohes Risiko, das der Dortmunder Fußball-Lehrer einging, um Kräfte für das Wochenende zu schonen. „Die Bayern hatten zwei Tage länger Pause, haben auch daheim gespielt. Bei uns kommen die Reisestrapazen hinzu. Wir brauchen am Sonntag frische Leute“, begründete Tuchel seinen Rotationsrekord.

BVB spielt 1:1 in Saloniki

Die Spielkontrolle übernahm von Beginn an der Bundesligist. Allerdings gelang es den Gästen nicht, die Griechen, die sehr tief standen, unter Druck zu setzen. Nur zwei Chancen erarbeitete sich die überlegene Borussia im ersten Durchgang. Zunächst scheiterte Gonzalo Castro (24.) aus spitzem Winkel, vier Minuten später rutschte Marco Reus nur knapp an einem Querpass von Jonas Hofmann vorbei. Mit ihrem ersten gezielten Angriff hebelten die Platzherren dann die gesamte Defensive des Bundesligisten aus. Alexandro Tziolis überwand die Viererkette mit einem langen Ball auf Robert Mak. Und der frühere Nürnberger hämmerte das Leder unhaltbar für Schlussmann Weidenfeller zum 1:0 (34.) unter die Querlatte. Kurz darauf wäre Saloniki fast der zweite Treffer gelungen, doch Dimitar Berbatov traf per Direktabnahme den Ball nicht richtig.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sorgten einige Chaoten unter den 1300 mitgereisten BVB-Fans für eine Spielunterbrechung, als sie Feuerwerkskörper abbrannten und Raketen Richtung Tribüne abfeuerten. Danach gab es hässliche Szenen im Dortmunder Fanblock, die für den Verein ein teures Nachspiel bei der Uefa haben dürften. Es flogen Sitzschalen und es gab Schlägereien mit Polizei- und Sicherheitskräften.

Auf dem Spielfeld ging es weitaus ruhiger zu, weil es der Borussia nicht gelang, vor dem Tor Salonikis für Gefahr zu sorgen. Weder Reus, noch Hofmann oder Adnan Januzaj bewiesen Durchsetzungsvermögen. Lediglich ein direkter Freistoß von Reus nach 69 Minuten forderte Salonikis Torhüter Robin Olsen. Doch drei Minuten später fiel der Ausgleich. Castro war mit einem schönen Schlenzer von der Strafraumgrenze zum 1:1 (72.) erfolgreich. Auf der Gegenseite musste Weidenfeller gegen Jairo da Silva retten, der Subotic düpiert hatte. Es blieb beim gerechten Remis, das bei biederen Griechen aber eigentlich zu wenig war.

Quelle: wa.de

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