Vor dem Gastspiel in Bremen

BVB-Trainer Stöger und die Schubladen

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Es ist bislang nicht ganz klar geworden, für welchen Fußball Dortmunds Trainer Peter Stöger steht.

Nur selten hat unter BVB-Trainer Peter Stöger der Fußball die Fans von den Sitzen gerissen. Was den Österreicher aber nicht sonderlich stört.

Dortmund - Es sind nur ganz wenige, wenn auch schwere Schritte. Der BV Borussia Dortmund hat es selbst in der Hand, mit einem Erfolg am Sonntag (18 Uhr/bei uns im Live-Ticker) beim SV Werder Bremen vorentscheidende Weichen für die Champions-League-Qualifikation zu stellen. Im Falle des erneuten Einzugs in die Königsklasse wäre auch die Mission von Peter Stöger erfüllt. 

Was allerdings an der öffentlichen Wahrnehmung und Bewertung seines Schaffens beim BVB nicht allzu viel ändern würde. Eine Tatsache, die der Österreicher gelassen hinnimmt: „Manchmal steckt man in einer Schublade, aus der man leichter rauskommt, manchmal wird das etwas schwerer.“

Stögers Bilanz kann sich sehen lassen

Dabei ist die Bilanz des Fußball-Lehrers, der die Schwarz-Gelben am 10. Dezember als Tabellenachter übernahm, durchaus beeindruckend. Mit 1,76 Punkten im Schnitt pro Spiel führte er die Dortmunder immerhin auf Platz drei.

Doch es bleibt der Makel der fehlenden Konstanz. Starken Auftritt wie am vergangenen Wochenende mit dem 4:0 gegen Bayer Leverkusen, laut Stöger die beste Partie unter seiner Regie, folgten meist bittere Rückschläge. 

Es mangelt an Konstanz

„Bisher ist es uns nicht gelungen, zwei oder drei so richtig gute Partien hintereinander zu zeigen“, sagt der Coach. Aber rechtzeitig zum Saisonendspurt will er das Blatt jetzt wenden, verbreitet vor der Aufgabe an der Weser Optimismus. 

„Nach der Trainingswoche habe ich ein gutes Gefühl. Es war Zug drin, auch Spaß, ohne dabei die nötige Konzentration zu verlieren“, erklärt der 52-Jährige.

Keine Scheu vor harten Einschnitten

Stöger zeichnet aus, dass er für den Erfolg alles in den Hintergrund stellt. Vor allem sich selbst. Dass er auch vor unpopulären Maßnahmen nicht zurückschreckt, bewies er zuletzt mit der Verbannung von Kapitän Marcel Schmelzer auf die Tribüne. 

Ob der Außenverteidiger mit nach Bremen reisen darf, lässt der Trainer offen: „Der BVB ist ein großer Klub, da sitzen richtig gute Spieler auch schon einmal auf der Bank oder Tribüne“, meint der Coach, der mit der Reaktion Schmelzers aber zufrieden war, obwohl der nicht gerade als Stimmungskanone auftrat. 

Schmelzers schwierige Situation

„Wenn Spieler auf der Tribüne sitzen, dann sind sie nicht unbedingt bester Laune“, sinniert der Österreicher. „Anders wäre das auch höchst fragwürdig. Marcel hat das aber gut angenommen und sich entsprechend gezeigt. Seine Chancen, dabei zu sein, sind nicht kleiner geworden.“ 

Allerdings gibt es für den Coach wenig Argumente, die gegen Leverkusen so überzeugende Mannschaft zu verändern. „Ich habe keinen gesehen, der es nicht verdient hätte, wieder in der Startelf zu stehen“, beteuert Stöger. Gleiches gilt für die Reservisten, die unter der Woche bei den Übungseinheiten ebenfalls gut gearbeitet haben.

Kagawa wieder eine Option

Keine guten Aussichten also für eine baldige Rückkehr Schmelzers, zumal die Verletztenliste beim BVB immer kleiner wird. Auch Shinji Kagawa befindet sich wieder im Mannschaftstraining, Raphael Guerreiro absolviert schon einzelne Sequenzen. Stöger freut sich daher über zusätzliche Optionen für den Bundesliga-Endspurt. 

Der würde sich für die Dortmunder mit einem Erfolg in Bremen etwas leichter gestalten, geht es doch darum, eine Finale um die Königsklasse am letzten Spieltag bei der TSG Hoffenheim zu vermeiden. Aber Werder spielt laut Stöger eine Saison auf sehr hohem Niveau, vor allem seit dem Amtsantritt seines Kollegen Florian Kohfeldt. 

Lob für Kohfeldts Bremer

„Die Spielausrichtung hat sich geändert. Sie sind offensiver ausgerichtet, haben auch die Spieler dafür. Und sie machen es richtig gut.“

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Quelle: wa.de

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