BVB-Profis zeigen beim Supercup ihr Können

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Dortmunds Mittelfeldspieler Henrikh Mkhitaryan auf dem Weg zum 1:0. Der Armenier bestätigte seine gute Form.

DORTMUND - Die Fußball-Bundesliga-Profis des BV Borussia Dortmund haben mit dem Supercup-Gewinn einmal mehr die These ihrer Führungsetage bestätigt. „Die Bayern sind uns um einiges voraus, doch in einem Spiel können wir sie immer schlagen“, sagen Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Trainer Jürgen Klopp seit Jahren übereinstimmend.

Von Peter Schwennecker

Mit dem hoch verdienten 2:0 (1:0)-Erfolg im überraschend einseitigen Supercup-Finale demonstrierten die Schwarz-Gelben erneut, dass sie zumindest im direkten Vergleich auf dem Rasen mit den Münchnern auf Augenhöhe agieren. Über den Wert des ersten Saisontitels lässt sich bekanntlich streiten. Doch Klopp deutete zumindest an, dass er diesen Pokalgewinn, den der BVB zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte feierte, veredeln kann. „Wir sind jetzt Rekord-Supercup-Gewinner. Cool, da machen wir ein T-Shirt draus“, richtete der Fußball-Lehrer einen guten Tipp an die Marketing-Abteilung, wohl wissend, dass der Sieg über den ewigen Rivalen eher gut für die Psyche der schwarz-gelben Familie war.

Denn nach der 0:4-Pleite im letzten Testspiel beim englischen Vizemeister FC Liverpool wurden viele Borussen schon von Selbstzweifeln geplagt. „Wir haben ein ganz, ganz tolles Spiel gemacht für die Phase, in der wir uns befinden“, erklärte Klopp. „Es ging für uns auch darum, auf das zu reagieren, was in Liverpool war. Das hat uns nicht gefallen. Heute konnte ich unseren Fußball wiedererkennen“, betonte der Trainer, der vor allem von der konsequenten Defensivarbeit seiner Mannschaft begeistert war. „Meine Spieler sind gelaufen wie die Hasen und haben alles rausgehauen. Ich war total zufrieden“, beteuerte Klopp.

Die Profis vom BVB freuen sich über Supercup-Gewinn.

Mit dem ständigen Gegenpressing der Borussen gegen die Dreier-Abwehrkette der Bayern kamen die Münchner überhaupt nicht zurecht. Den Profis des Rekordmeisters fehlte in den direkten Zweikämpfen nicht nur die nötige Härte, sondern auch Tempo und Beweglichkeit. Deshalb wollte Sebastian Kehl, der in dieser Partie wohl zum letzten Mal die Kapitänsbinde tragen durfte, weil die Weltmeister Mats Hummels und Roman Weidenfeller noch fehlten, den Erfolg nicht überbewerten: „Dass beide Mannschaften nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte und einige Nationalspieler noch nicht wieder voll dabei sind, konnte man auch sehen“, erklärte der Routinier, wobei allerdings deutlich wurde, dass der BVB in der Vorbereitung einen großen Schritt weiter ist als der Bundesliga-Konkurrent.

„Es gibt wirklich Schlechteres, als mit einem Titelgewinn in die Saison zu starten“, bemerkte Außenverteidiger Erik Durm: „Das gibt uns Selbstvertrauen und macht uns sehr glücklich.“ Was besonders in diesen Tagen für Pierre-Emerick Aubameyang gilt. Der Gabuner bestätigte auch gegen die Bayern seine ausgezeichnete Form, die er bereits in zahlreichen Testspielen demonstrierte. Aubameyang, der in der Rückrunde der vergangenen Saison eine Formkrise erlebte, hat als Stürmer in vorderster Front zu alter Torgefährlichkeit zurückgefunden und verrichtet zur Freude seines Trainers auch in der Defensive erstklassige Arbeit. Mit dem Kopfball zum 2:0 (62.) sorgte er für die Entscheidung.

Der ebenfalls sehr stark auftrumpfende Henrikh Mkhitaryan hatte den BVB nach 23 Minuten in Führung gebracht. Neuzugang Ciro Immobile ging zwar leer aus, zeigte aber als unermüdlicher Arbeiter im und am Strafraum der Münchner Qualitäten. „Ich kann und muss mich noch steigern“, resümierte der Italiener. Und das will er am liebsten schon am Samstag im Pokalspiel der ersten Runde bei den Stuttgarter Kickers (15.30 Uhr) zeigen.

Quelle: wa.de

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