Klopp fordert Ergebnisse

Für den BVB beginnt die entscheidende Phase

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BVB-Trainer Jürgen Klopp (links) kann für die Partie gegen Wolfsburg wieder mit Torjäger Robert Lewandowski planen.

DORTMUND - Nur wenige Stunden darf der BV Borussia Dortmund damit verbringen, die Wunden nach der 0:3-Niederlage im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Real Madrid zu lecken. Schon ham Samstag steht mit der Bundesliga-Aufgabe gegen den VfL Wolfsburg (18.30 Uhr) eine weitere wichtige Begegnung auf dem Programm.

„Wir müssen jetzt Ergebnisse liefern“, fordert BVB-Trainer Jürgen Klopp. „Wir befinden uns in der Phase, in der es um alles geht und die Entscheidungen fallen.“ Dabei treffen die Schwarz-Gelben innerhalb von zehn Tagen gleich zweimal auf die „Wölfe“. Denn am Dienstag, 15. April, gastiert der VfL auch im Halbfinale des DFB-Pokals bei den Borussen.

„Das sind für uns zwei unheimlich wichtige Spiele“, bestätigt Jürgen Klopp, der die Niedersachsen derzeit in starker Verfassung sieht. „Die in der Bundesliga auf Abstand zu halten, wäre schon ein großer Schritt“, erklärt der Fußball-Lehrer. „Im Pokal geht es dann ohnehin nur um Wohl oder Wehe.“

Die aktuelle Situation für die Mannschaft bezeichnet Klopp angesichts der zahlreichen englischen Wochen mit sieben Spielen innerhalb von nur 21 Tagen nicht gerade als „vergnügungssteuerpflichtig“. Jetzt werde es für die Profis allein darum gehen, den nötigen Willen aufzubringen. „Es ist klar, dass der Körper in solch einer Phase nicht freiwillig alles zur Verfügung stellt“, betont der Coach. „Aber über den Willen kann man eine ganze Menge regeln. Wir müssen bereit sein und uns da reinbeißen.“

Die Punkte sind gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um die Champions-League-Plätze natürlich besonders wichtig. Doch habe die Mannschaft laut Klopp Erfahrung damit, einen Vorsprung zu verteidigen. „Wenn wir von den restlichen sechs Spielen drei gewinnen, dann können die anderen machen, was sie wollen“, betont Klopp. „Idealerweise fangen wir jetzt damit an, damit wir in den letzten drei Begegnung nicht unter Druck geraten.“

Doch Bedenken, dass seine Schützlinge damit nicht umgehen können, hat er nicht. „Die Mannschaft weiß, worum es geht. Sie ist voll im Thema und wird alles rausholen.“ Daran, dass der Rivale aus Gelsenkirchen nur einen Punkt hinter dem BVB liegt, verschwendet Klopp übrigens keinen Gedanken. „Wir wollen Zweiter werden, und mir ist am Ende völlig egal, wer Dritter ist“, beteuert der 46-Jährige. „Ich versuche der Mannschaft Dinge zu vermitteln, die helfen. Wenn ich in jeder Sitzung sagen würde, bitte denkt daran, die Blauen sitzen uns im Nacken, dann würden die Jungs doch denken, ich hätte einen Lattenschuss. Es geht nicht darum, wer unter dem eigenen Erfolg noch leiden könnte.“

Weil er in Madrid wegen der Gelbsperre nicht eingesetzt werden durfte, geht BVB-Torjäger Robert Lewandowski ausgeruht in die Begegnung mit den Wölfen. Dafür wird wohl Pierre-Emerick Aubameyang, der am Mittwoch nicht überzeugte, wieder auf der Bank sitzen. Ein kleines Fragezeichen steht nur hinter dem Einsatz von Schlussmann Roman Weidenfeller, der sich bei Real eine schmerzhafte Prellung am Unterarm zuzog. Gebrochen ist allerdings nichts, so dass Klopp darauf hofft, dass der Routinier auflaufen kann.

Peter Schwennecker

Quelle: wa.de

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