Dortmund gewinnt 4:1 gegen Stuttgart

BVB-Stürmer Aubameyang stellt neuen Vereins-Torrekord auf

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Stellte einen neuen Rekord auf: BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang (links).

Dortmund - Der Torhunger von Pierre-Emerick Aubameyang ist nicht zu stillen. Nicht zuletzt dank der Saisontreffer Nummer 16 und 17 des Gabuners hat der BV Borussia Dortmund das leichte Krisengerede nach zwei Pflichtspielniederlagen im Keim erstickt und kehrte mit dem 4:1 (2:1)-Erfolg vor 81.359 Zuschauern gegen den VfB Stuttgart schnell wieder in die Erfolgsspur zurück.

Aubameyang stellte damit einen neuen BVB-Torrekord auf. So viele Treffer nach 14 Bundesliga-Saisonspielen hat zuvor kein Dortmunder erzielt.

„Es war ein hartes Stück Arbeit, vor allem in der ersten Halbzeit, weil der VfB Stuttgart offensiv über eine sehr hohe Qualität verfügt“, meinte BVB-Trainer Thomas Tuchel nach dem Schlusspfiff. „Die zweite Hälfte war von uns herausragend gut. Wir hatten viele weitere Großchancen und hätten deutlicher als 4:1 gewinnen können.“

Enttäuscht war am Ende Stuttgarts Interimstrainer Jürgen Kramny, der zu Beginn der Woche Alexander Zorniger abgelöst hatte. Viel konnte er in der kurzen Zeit allerdings nicht bewirken. „Nach der turbulenten Woche habe ich versucht, der Mannschaft eine gewisse Stabilität zu verleihen“, beschrieb Kramny seine ersten Maßnahmen. Die fruchteten in Dortmund aber nur eine Hälfte, in der die Schwaben, so BVB-Verteidiger Sven Bender, durch ihr schnelles Umschaltspiel den Westfalen durchaus Probleme bereiteten.

Gegenüber der Europa-League-Partie in Krasnodar nahm Tuchel mehrere Veränderungen vor. Einige zu erwartende, wie die Rückkehr von Schlussmann Roman Bürki, Pierre-Emerick Aubameyang und Marco Reus in die Startelf, aber auch überraschende. So saßen Mats Hummels, Matthias Ginter und Julian Weigl zunächst auf der Bank. „Wir glauben, dass das Sinn macht“, begründete der BVB-Coach seine Rotation. „Mats hat in den vergangenen Wochen sehr viele Spiele gemacht. Er ist, glaube ich, für eine kleine Verschnaufpause sehr dankbar.“

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Dortmunds Hauptaugenmerk lag von Beginn an ohnehin im offensiven Bereich, mit dem die Schwarz-Gelben den VfB gleich mächtig unter Druck setzten. Es dauerte lediglich zwei Minuten und 35 Sekunden, bis Stuttgarts Torhüter Przemyslaw Tyton erstmals den Ball aus dem Netz holen musste. Der Pole hatte eine Direktabnahme von Henrikh Mkhitaryan von der Strafraumgrenze nur nach vorn abgeklatscht, Gonzalo Castro war zur Stelle und köpfte zum 1:0 ein. Und der BVB setzte entschlossen nach. Aubameyang erhöhte bereits nach 14 Minuten nach glänzender Vorarbeit von Castro mit einem Heber auf 2:0. Aber die Stuttgarter meldeten sich kurz vor der Pause mit dem Anschlusstreffer (40.) zurück. Rechtsverteidiger Lukasz Piszczek hatte zwar einen Versuch von Timo Werner auf der Linie gestoppt, doch entscheidend klären konnte der BVB nicht. Nach einem Querpass von Filip Kostic musste Daniel Didavi das Leder nur noch zum 2:1 einschieben.

Die Dortmunder mussten sich nach dem Seitenwechsel kurz schütteln, bis sie wieder die Spielkontrolle übernahmen. Allerdings bedurfte es tatkräftiger Unterstützung der Schwaben, um endgültig auf die Siegerstraße abzubiegen. Nach einer scharfen Hereingabe von Reus fälschte Verteidiger Georg Niedermeier den Ball unhaltbar für Schlussmann Tyton zum 3:1 (64.) ins eigene Netz ab. Der BVB versäumte es danach, vorzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Erst zu Beginn der Nachspielzeit sorgte erneut Aubameyang nach einem schnellen Konter für den 4:1-Endstand.

Sein bisher wohl bestes Spiel im BVB-Trikot zeigte Castro, der zu Saisonbeginn einige Anpassungsprobleme in Dortmund besaß, sich aber von Woche zu Woche steigerte. „Ich habe viele Gespräche mit dem Trainer geführt, und immer mehr Einsatzzeiten bekommen“, meinte der Ex-Leverkusener. „Und das Vertrauen, das mir der Trainer geschenkt hat, zahle ich jetzt so langsam zurück.“

Quelle: wa.de

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