Borussia Dortmund

Besuch vom Friseur bei BVB-Stars: Can rückt Sancho zurecht - "Muss erwachsener werden"

Wegen des privaten Friseurbesuchs bei den BVB-Profis hat die DFL Jadon Sancho und Manuel Akanji bestraft. Emre Can rückte deshalb den Engländer zurecht.

  • Jadon Sancho und Manuel Akanji von Borussia Dortmund wurden wegen eines privaten Friseurbesuchs von der DFl bestraft (Update 5. Juni, 15.54 Uhr).
  • Sancho ätzte anschließend gegen die DFL (Update vom 6. Juni, 13.27 Uhr).
  • Emre Can nahm sich den jungen Engländer nach dem Spiel gegen Hertha BSC zur Brust (Update, 20.42 Uhr).

Update, 20.42 Uhr: Den Sieg gegen Hertha BSC am Samstag im Bundesliga-Topspiel haben die Profis von Borussia Dortmund unter Dach und Fach gebracht. Top-Thema war dennoch der private Friseurbesuch, der Jadon Sancho und Manuel Akanji eine Geldstrafe der DFL einhandelte. Torschütze Emre Can fand diesbezüglich deutliche Worte. "Man muss den Jadon ein bisschen führen", betonte Emre Can am Sky-Mikrofon.

Can wurde nicht nur wegen seiner sportlichen Fähigkeiten im Winter nach Dortmund geholt. Auf und neben dem Platz soll er eine wortführende Rolle einnehmen - und die jungen Wilden das eine oder andere Mal auf den Boden der Tatsachen zurückholen. So auch Sancho, der zwar außerhalb des Platzes "ein guter Junge" ist, so Can. Dennoch müsse der junge Engländer "schlauer sein, erwachsener werden. Vielleicht vertraut er in manchen Dingen zu sehr anderen Menschen. Das muss er in Zukunft lernen", sagte Can. Klare Worte des 26-jährigen deutschen Nationalspielers.

BVB Friseur Skandal: Emre Can nimmt Jadon Sancho in die Pflicht

Update vom  6. Juni, 13.27 Uhr: Nach dem Verstoß gegen das Hygienekonzepts hat die DFL die BVB-Profis Jadon Sancho und Manuel Akanji mit einer Geldstrafe belegt. Das allerdings stieß auf Unverständnis bei Ersterem. Sancho meldete sich via Twitter unmissverständlich zu Wort. "Absoluter Witz DFL!", schrieb der junge Engländer auf seinem Profil. 

Die Spieler von Borussia Dortmund hatten in dieser Woche mit Fotos von einem Privatbesuch ihres Friseurs für Aufsehen gesorgt. Zwar stehe es "außer Frage, dass auch Profi-Fußballer ihre Haare schneiden lassen müssen", hieß es am Freitag von Seiten der DFL. Jedoch müsse dies  im Einklang mit dem medizinisch-organisatorischen Konzept erfolgen." Kurios: Sancho löschte seinen Beitrag auf Twitter nur kurze Zeit später.

BVB Friseur Skandal: Jadon Sancho ätzt gegen DFL wegen Geldstrafe

Update, 15.54 Uhr: Nach dem Privatbesuchs ihres Friseurs wurden denBVB-Profis Jadon Sancho und Manuel Akanji von der Deutschen Fußball Liga (DFL) Geldstrafen verhängt. Die Spieler von Borussia Dortmund hatten bei häuslichen Friseurterminen gegen allgemeine Hygiene- und Infektionsschutzstandards sowie insbesondere gegen das medizinisch-organisatorische Konzept der DFL-Taskforce „Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ verstoßen.

BVB-Profi Jadon Sancho wurde wegen eines privaten Friseurbesuchs von der DFL bestraft.

"Es steht außer Frage, dass auch Profi-Fußballer ihre Haare schneiden lassen müssen. Dies muss derzeit jedoch im Einklang mit dem medizinisch-organisatorischen Konzept erfolgen. Der Club hatte seinen Spielern im konkreten Fall auch eine entsprechende Möglichkeit bereitgestellt", heißt es in der offiziellen Mitteilung der DFL.

Besuch vom Friseur: DFL prüft Sanktionen gegen BVB-Stars

Update vom 5. Juni, 10.04 Uhr: Sechs Profis des BVB ließen sich per privaten Friseur-Besuch die Haare schneiden. Aufgrund der Missachtung der Hygienevorschriften drohen Axel Witsel, Jadon Sancho und Co. nun Sanktionen der DFL. Die könnte gar ein Exempel an Borussia Dortmund statuieren.

"Wir stehen mit der DFL im Dialog", wird BVB-Sportdirektor Michael Zorc von der Bild zitiert. DFL-Chef Christian Seifert soll wohl härtere Strafen in Erwägung ziehen, um ein Signal an die Bundesliga zu senden. Von einer Sperre am Samstag im Bundesliga-Topspiel gegen Hertha BSC (18.30 Uhr/live im TV und Live-Stream) ist allerdings nicht auszugehen. Vielmehr droht den BVB-Profis eine saftige Geldstrafe.

Besuch vom Friseur: BVB-Stars missachten Corona-Regeln - das sagt Michael Zorc

Update vom 4. Juni, 12.56 Uhr: Für Borussia Dortmund steht am Samstag das Heimspiel gegen Hertha BSC an. Doch die Fragen auf der obligatorischen Pressekonferenz gingen überwiegend in eine Richtung: Der Friseur-Besuch bei einigen BVB-Stars und die damit verbundene Missachtung der Corona-Regeln.

Dabei war auch Jadon Sancho, der schon in der Vergangenheit mehrfach durch Undiszipliniertheiten beim BVB in Erscheinung trat. "Ich kann ja nicht alles kontrollieren", sagte Trainer Lucien Favre lachend: "Er ist jung, wir waren alle mal jung. Es ist klar, dass er das nicht machen sollte."

Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc sprang dem Chefcoach zur Seite. "Gerade im dieser besonderen Situation mit Covid-19 ist es nicht nur am Trainer oder am Trainerteam, auf die Disziplin zu achten, da ist der ganze Klub gefragt", meinte Zorc: "Wir dürfen nicht vergessen, dass Jadon noch ein sehr junger Spieler ist und mal seine Grenzen austestet."

Zum konkreten Fall: Zorc versicherte, dass die sportliche Leitung sowohl mit den betroffenen Spielern - Sancho, Axel Witsel, Thorgan Hazard, Raphael Guerreiro, Dan-Axel Zagadou und Manuel Akanji - wie auch mit dem Friseur gesprochen habe. "Alle haben uns versichert, dass während des Haareschneidens die Hygiene-Maßnahmen eingehalten worden sind. Es wurde nicht nur eine Maske, sondern auch Schutzmaske und Handschuhe getragen", berichtete Zorc: "Nur eben auf dem Foto nicht. Aber das ist auch nicht richtig, das haben wir den Spielern auch klar gemacht."

Dabei betonte der BVB-Sportdirektor, den Friseur-Besuch nicht verteidigen, sondern aufklären zu wollen. "In dem DFL-Konzept", so Zorc, "ist es nicht verboten, wichtige Dinge zu tun. Wenn ich Auto fahre und kein Benzin mehr habe, darf ich als Spieler ja auch danken fahren. Für uns gehört es auch dazu, zum Friseur zu gehen. Wichtig ist, die Hygiene-Bestimmungen dabei einzuhalten. Beide Seiten haben uns geschildert, dass sogar peinlich darauf geachtet worden ist. Dass danach Fotos gemacht werden - ich verstehe es bis heute nicht. Das ist eben der Verstoß, dass da keine Masken getragen wurden."

Eine Strafe seitens des BVB müssen Sancho und Co. offenbar nicht erwarten.

Besuch vom Friseur: BVB-Stars um Sancho missachten Corona-Regeln

[Erstmeldung] Dortmund - Das Thema Friseur und Borussia Dortmund bleibt offenbar ein ewiges. Dieses Mal haben sechs Profis des BVB bei einem privaten Friseur-Besuch ganz augenscheinlich gegen die Hygienevorschriften der Deutschen Fußball Liga (DFL) verstoßen.

In einem Bericht der Bild sind Fotos unter anderem von Youngster Jadon Sancho (20) zu sehen, der sich vom Düsseldorfer Star-Friseur Winnie Nana Karkari die Haare schneiden lässt. Weder Sancho noch Karkari tragen dabei einen Mundschutz.

Friseur besucht BVB-Stars: Sancho und fünf weitere Spieler gehörten dazu

Auch Sanchos BVB-Teamkollegen Axel Witsel (31), Thorgan Hazard (27), Raphael Guerreiro (26), Dan-Axel Zagadou (21) und Manuel Akanji (26) sollen am vergangenen Donnerstag von dem Friseur in ihren privaten Wohnungen für einen Haarschnitt besucht worden sein. Die Bild zeigt entsprechende Fotos von Akanji und Guerreiro.

Sehcs BVB-Stars, darunter Jadon Sancho (von links), Dan-Axel Zagadou und Axel Witsel, erhielten Besuch von einem Star-Friseur.

Auf Nachfrage des Blattes teilte der BVB mit: "Es ist ganz normal, dass auch unsere Jungs sich nach all den Monaten mal die Haare schneiden lassen müssen. Aber was natürlich gar nicht geht, ist, dass das beidseitig in der vergangenen Woche ohne Maske erfolgt. Das werden wir unseren Spielern noch einmal sehr, sehr deutlich in Erinnerung rufen. Die Frage nach seinem Verhalten sollte sich darüber hinaus auch der Friseur stellen."

Friseur besucht BVB-Stars: Karkari versichert Einhaltung der Regeln

Karkari, auch bekannt als "Fresh Prince - the Barber" versicherte, dass er "die Maske nur für das Foto abgenommen" und "ansonsten alle Hygiene-Maßnahmen genauestens eingehalten" habe.

In den aufgrund der Corona-Pandemie eingeführten DFL-Richtlinien steht unter der Rubrik "Vorgaben für die häusliche private Hygiene im Alltag": "Keine Kontakte zur Nachbarschaft oder zur Öffentlichkeit", "Im Haus/in der Wohnung bleiben", "Keine Besuche empfangen".

Laut den Vorgaben des NRW-Gesundheitsministeriums sind bei "gesichtsnahen Dienstleistungen und nicht einhaltbaren Schutzabständen" zudem eine Maske ergänzt von "einer Schutzbrille oder einem Gesichtsschild" zu tragen.

Das das nun Konsequenzen für die Spieler? Der BVB ist am Samstag im Topspiel gegen Hertha BSC (18.30 Uhr/im Live-Ticker auf WA.de sowie live im TV und Stream) gefordert.

sid/WA

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance

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