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Kaum Ballkontakte, aber immer im Fokus: So lief Aubameyangs Rückkehr

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Von: Peter Schwennecker

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Borussia Dortmund - SC Freiburg
Auch mit Aubameyang konnte der BVB am Samstag nicht gewinnen. © Kirchner/dpa

Dortmund - Der BVB kann ohne Pierre-Emerick Aubameyang nicht gewinnen, mit aber auch nicht. Vor 81.360 Zuschauern verhinderte Jeremy Toljan in der Nachspielzeit mit seinem Treffer zum 2:2 (1:1) gegen den SC Freiburg gerade noch einmal eine Blamage, nachdem Gästekapitän Nils Petersen mit seinen beiden Treffern (21. und 68.) die Partie nach der frühen Dortmunder Führung durch Shinji Kagawa (9.) zunächst gedreht hatte. Es war bereits das dritte Unentschieden des BVB seit dem Rückrundenstart.

Aubameyang war bei seiner Rückkehr in die Startelf während der 90 Minuten so gut wie nicht zu sehen, stand aber im Fokus. Als Dortmunds Pokalheld und Stadionsprecher Norbert Dickel fünf Minuten vor dem Anpfiff die Mannschaftsaufstellung des BVB zelebrierte, waren einige Pfiffe und Buh-Rufe bei der Namens-Nennung Aubameyang zu hören. Diese hielten sich aber im Rahmen. Weitaus höher war der Geräuschpegel, als Publikums-Liebling Neven Subotic, der unter der Woche nach zehn Jahren Dortmund zum französischen Erstligisten AS St. Etienne gewechselt war, zuvor in Abwesenheit vom BVB verabschiedet wurde. „Ein guter Mensch in einem Scheißgeschäft“ war auf einem Spruchband auf der Südtribüne zu lesen, oder „Abgesägt und dennoch loyal“.

Eine Huldigung, die Aubameyang, der den Bundesligisten noch in dieser Transferperiode Richtung London zum FC Arsenal verlassen will, in Dortmund wohl nicht mehr erfahren wird, obwohl er in 145 Bundesligaspielen stolze 98 Tore erzielte. Gegen die Freiburger lief das Spiel an dem Gabuner vorbei. Er hatte nur ganz wenige Ballkontakte, deswegen boten sich den verärgerten Fans kaum Möglichkeiten, ihr Missfallen gegen den Gabuner zum Ausdruck zu bringen. Auf Grund guter Trainingsleistungen, so BVB-Trainer Peter Stöger, hatte sich der Stürmer, der zuletzt zweimal nicht einmal zum Kader gehörte, für die Startelf qualifiziert. Diese konnte er im Spiel aber nicht bestätigen, agierte sehr gehemmt und zurückhaltend.

„Jeder Spieler, der bei Borussia Dortmund unter Vertrag steht, hat das Recht zu spielen, wenn der Trainer ihn aufstellt. Der Trainer trifft die Entscheidungen, wir haben das zu akzeptieren“, beantwortete BVB-Mittelfeldspieler Nuri Sahin die Frage, ob die Mannschaft die Nominierung von Aubameyang mitgetragen hätte, nur ausweichend. BVB-Trainer Peter Stöger zeigte sich bei der Bewertung der Leistung des Gabuners loyal. „Er hat schon bessere Tage gehabt. Wir haben es aber auch nicht geschafft, ihn besser ins Spiel zu bringen. Er hat sich eingegliedert in eine Gruppe von Spielern, die nicht das optimale aus sich herausgeholt hat.“

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Die Spekulationen um den 28-jährigen Stürmer werden weitergehen, zumindest bis Ende des Transferfensters am kommenden Mittwoch. Für Dortmunds Sportdirektor kaum noch zu ertragen. „Die Berichterstattung kommt mir langsam so vor, als wären wir die Lindenstraße – so, als ob ständig etwas passiert“, erklärte Michael Zorc am Rande der Partie gegen die Breisgauer. Gleichzeitig kündigte er an, dass die Borussia im derzeit ruhenden Poker um Aubameyang mit dem FC Arsenal hart bleiben wird: „Entweder werden unsere Forderungen erfüllt, dann kann es noch einen Transfer geben. Oder aber, sie werden nicht erfüllt und Auba spielt bis zum Sommer in Dortmund“, beteuerte Zorc. „So ist es übrigens auch mit der Familie Aubameyang besprochen und akzeptiert.“ 70 Millionen Euro müsste Arsenal für Aubameyang überweisen, bisher wurden aus London erst 58 Millionen geboten. Fortsetzung folgt…

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