BVB: Schlechte Chancenverwertung bereitet keine Sorgen

DORTMUND - Manchmal verblüfft Jürgen Klopp, Trainer des BV Borussia Dortmund, sogar seine Profis. Nach dem 3:1-Sieg in der Champions League über den SSC Neapel ist das dem Dortmunder Fußball-Lehrer auch bei Robert Lewandowski gelungen.

Von Peter Schwennecker

„Ich habe Lewi nach dem Spiel gegen Neapel aus vollem Herzen zu einem grandiosen Spiel gratuliert. Da habe ich ihm angesehen, dass er überrascht war“, erzählt der 46-Jährige. Doch der Konter des polnischen Stürmers saß. „Er antwortete nur: Drei Spiele, kein Tor“, berichtet Klopp. „Das habe ich überhaupt nicht auf der Rechnung gehabt, weil es für mich nicht wichtig ist. Im Rückblick sowieso nicht.“

Denn Gedanken, dass sich der Ausnahmeangreifer nach drei Pflichtspielen ohne eigenen Treffer in eine Krise grübeln könnte, hegt der Trainer der Schwarz-Gelben nicht, auch wenn Lewandowski gegen Neapel schon in der ersten Halbzeit zwei Riesenmöglichkeiten liegen ließ, die er eigentlich ansonsten verwertet. „Er ist in einer sehr guten Verfassung“, beteuert Klopp. „Wer sich so viel bewegt, wer so arbeitet, der macht zwangsläufig Tore. Er wird die Bälle wieder rein schießen. Jetzt haben die Torhüter im Moment die Hand dran. Das wird auch irgendwann wieder anders aussehen.“

Geht es nach Jürgen Klopp, dann am liebsten schon am Samstag in Mainz. Bei seinen alten Freunden in der Kurpfalz erwartet der BVB-Coach erneut ein sehr intensives Spiel. „Mainz 05 ist schon ein richtig starker Gegner, der auch selbstbewusst ist“, sagt Klopp, der aus seiner alten Heimat die Parole von seinem Kollegen Thomas Tuchel vernommen hat, dass es einfach cool sei, die Dortmunder schlagen zu können, dass es der FSV aber nicht unbedingt muss. Klopp bewertet die Ausgangsposition ein bisschen anders: „Wir können sie schlagen und sollten es dann auch tun. Trotzdem kann man daraus keine Ergebnisgarantie ableiten.“

Die letzten Aufeinandertreffen der befreundeten Kontrahenten waren immer sehr eng, allerdings endeten sie meist mit einem positiven Ergebnis für die Schwarz-Gelben. „Mainz ist in einer sehr guten Phase, nachdem sie zuvor ein paar Probleme hatten“, warnt Klopp. „Thomas Tuchel hat einige sehr gute Ideen gehabt, und das scheint jetzt wieder zu funktionieren.“ Daher zählen die Gastgeber laut Klopp zu jenen Vereinen in der Bundesliga, die zwar nicht international spielen, aber auf Grund ihrer großen Qualität den Spitzenmannschaften Riesenprobleme bereiten können.„Teams wie Augsburg oder Mainz sind für mich die eigentliche Sensation und verleihen der Liga die Stärke, die sie momentan hat“, betont Klopp.

 Deshalb rechnet der Trainer der Borussia nicht damit, die Partie im Vorbeigehen zu gewinnen. Denn die Freundschaft wird während der 90 Minuten nicht zählen. „Ich bin in Mainz immer gut empfangen und vor Jahren grandios verabschiedet worden“, weiß Klopp, „doch wenn wir kommen, ist das immer ein spezielles Spiel. Die Konstellation scheint für Mainz immer etwas Spezielles zu sein. Dieser höheren Intensität sind wir dann ausgesetzt und müssen der auch gerecht werden.“

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © dpa

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