Kritik

BVB-Präsident Rauball stören hohe Transfersummen und WM in Katar

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Reinhard Rauball stören hohe Transfersummen und WM in Katar.

Reinhard Rauball ist Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) und des BVB in Personalunion. Viel Verantwortung. Jetzt hat er sich kritisch zu einigen Themen geäußert.

Dortmund – Der Präsident von Borussia Dortmund, Reinhard Rauball, sieht Transfersummen im Fußball von 80 Millionen Euro kritisch. "Das ist etwas, was mich natürlich auch stört", sagte er am Mittwoch im Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Dortmund. 

"Aber wir leben nun mal in einer Gesellschaft, die sich der freien Marktwirtschaft verschrieben hat." Da seien derartige Dinge schon rechtlich gar nicht einzugrenzen. "Wir müssen da über ein Gentlemen's Agreement zu Regelungen kommen", so Rauball, der auch Präsident der Deutschen Fußball Liga (DFL) ist.

Hohe Ablösesumme beim FC Bayern: Rauball unterstützt Kritik aus der Kirche

Zuletzt hatte der FC Bayern eine Ablösesumme von 80 Millionen Euro für den französischen Weltmeister Lucas Hernandez bezahlt. Rauball bekundete Verständnis für Kritik aus der Kirche an der Kommerzialisierung des Fußballs: "Es ist nicht anmaßend, wenn sie da mahnend den Zeigefinger erhebt." Rauball gehört dem Präsidium des Evangelischen Kirchentags an, der am 19. Juni in Dortmund beginnt und am 23. Juni mit einem feierlichen Gottesdienst im BVB-Stadion endet.

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Rauball kritisiert Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 an Katar

Kritisch äußerte sich der Präsident auch zur Vergabe der Weltmeisterschaft 2022 an Katar. Zwar sollten auch Länder in den Genuss solcher Veranstaltungen kommen, die bisher nicht einbezogen waren. "Aber Katar ist so groß wie Hessen. Und wenn sie da 32 Mannschaften - erst sollten es ja sogar 48 sein - spielen lassen wollen, dann stimmt die Proportion nicht mehr."

WM in Katar: Miserable Bedingungen für Gastarbeiter

Der Fußball hat laut Rauball aber dazu beigetragen, dass bei der Menschenrechtslage in dem Land Fortschritte erzielt worden seien. "Und wir werden nicht müde, unsere Einwände immer wieder anzubringen." Beklagt werden miserable Bedingungen für Gastarbeiter beim Bau der Stadien.

Rauball: Kirche kann vom Fußball lernen

Nach den Worten des BVB-Präsidenten kann die Kirche auch etwas vom Fußball lernen: So solle sie das Gemeinschaftserlebnis ausweiten - "und zwar über die örtlichen Kirchengemeinden hinaus". Mit Veranstaltungen wie dem Kirchentag könne sie den Menschen ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl vermitteln. Das Christentreffen mit seinen über 2.000 Veranstaltungen biete Gelegenheit dazu, über Glaube und Kirche zu sprechen. "Das sollte man in jedem Falle aufsaugen", so Rauball.

KNA

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Quelle: wa.de

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