BVB-Party kommt nur schwer in Schwung

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BERLIN - Die Location war identisch mit der vor zwei Jahren. Dass diesmal aber im alten Berliner Kraftwerk an der Köpenicker Straße bei der schwarz-gelben Nacht trotz der 1500 geladenen Gäste nicht so eine Stimmung aufkam wie nach dem 5:2-Triumph gegen die Bayern im Pokalfinale 2012, lag auf der Hand.

Deshalb bemühte sich Hans-Joachim Watzke nach dem Einmarsch der enttäuschten Mannschaft auch zunächst darum, trotz der bitteren Final-Niederlage die jetzt abgelaufene, titellose Saison nicht klein zu reden.

„Wir haben uns unter den besten Teams in Europa etabliert, waren in den vergangenen vier Jahren in der Bundesliga zweimal Erster und zweimal Zweiter. Das hat es in Dortmund noch nicht gegeben“, betonte der Vorsitzende der BVB-Geschäftsführung. Zudem stellte Watzke die besondere Eigenschaft des Revierklubs heraus: „Wir werden auch daraus wieder gestärkt hervorgehen. Die Bayern werden uns nicht los. Das wird nicht das letzte Finale gegen die Münchner gewesen sein.“

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Anschließend versuchte Jürgen Klopp, die Stimmung in dem im Revier-Charakter geschmückten alten Industriegebäude mit deftigen Worten anzuheizen. „Wenn ich gleich jemandem begegne, der das Wort schade zu mir sagt, dem schlage ich das Glas aus der Hand“, sagte der Fußball-Lehrer und erntete für diese Aussage großen Beifall.  „Wir haben allen Grund zu feiern. Andere können das nicht einmal, wenn sie gewonnen haben.“

Klopp gestand zwar ein, dass sich die Niederlage im Moment zwar bescheiden anfühlte, doch habe der BVB trotz der vielen Verletzten eine außergewöhnliche Saison gespielt. „Die Mannschaft hat mir ihrem wahnsinnig guten Charakter alles aus sich herausgeholt und auch die größten Probleme gemeistert“, erklärte der Fußball-Lehrer.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stand in der Nacht zum Sonntag das nicht gegebene Tor von Mats Hummels nach 64 Minuten. Auch bei den Pokalhelden von 1989, die angesichts ihres Jubiläums nach 25 Jahren zu den Ehrengästen der schwarz-gelben Nacht gehörten, war die Fehlentscheidung von Schiedsrichter Florian Meyer Thema Nummer 1. „Ich glaube nicht, dass die Bayern nach einem 0:1 in dieser Partie noch einmal zurückgekommen wären“, meinte Borussias Kult-Verteidiger Günter Kutowski. „Die hatten doch am Ende alle Wadenkrämpfe.“  - P.Sch.

Quelle: wa.de

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