BVB-Neuzugänge haben Hausaufgaben gemacht

BAD RAGAZ - Der 24-jährige armenische Nationalspieler Henrich Mchitarjan, der für rund 25 Millionen Euro von Schachtjor Donezk zu Borussia Dortmund wechselte, war beim 3:1-Sieg gegen den FC Basel auffälligster BVB-Akteur.

Der Götze-Ersatz spielte zwar nur 45 Minuten, deutete aber in dieser Zeit mit seiner Spielintelligenz und seinem Treffer zum 2:1 an, dass er in der Lage ist, die Lücke im BVB-Mittelfeld zu schließen.

Aber nicht nur der Armenier, der in der abgelaufenen Saison mit 25 Treffern Torschützenkönig in der Ukraine geworden war, auch Pierre-Emerik Aubameyang und Papastathopoulos Sokratis überzeugten im Test und sind nach Aussage von Trainer Jürgen Klopp mit sehr guten Laktatwerten zum Kader gestoßen.

"Es war noch nicht alles perfekt, aber unser Auftritt gegen den FC Basel war gut", betonte Klopp und kündigte an, in Bad Ragaz die Grundlagen für einen erfolgreichen Saisonauftakt zu schaffen. "Dies ist während der Vorbereitungsphase die wichtigste Woche für uns", kündigte der BVB-Coach an. "Deshalb werden wir sehr intensiv im Training, aber auch in den Spielen arbeiten. Es gibt noch einiges zu verbessern im Spiel gegen den Ball. Deshalb werden wir hier in Bad Ragaz fußballspezifisch arbeiten."

Dreimal am Tag wird im schweizerischen Kanton St. Gallen der Schweiß in Strömen fließen. Bei fast 30 Grad finden zwei Übungseinheiten im Stadion Ri-Au statt. Bereits morgens um 7.30 Uhr stehen intensive Laufeinheiten auf dem Programm. Dass die drei Neuen - Mchitarjan, Sokratis und Aubameyang - konditionell nicht mithalten könnten, daran glaubt Klopp nicht. "Ich muss die Laktatwerte nicht schön reden. Bei allen Spielern befinden sie sich auf hohem Niveau", sagte Klopp. Dies gilt auch für die Neuerwerbungen, denn sie haben sich im Urlaub an den Hausaufgaben des Trainerstabes orientiert. "Da wir frühzeitig wussten, wen wir verpflichten, haben die neuen Spieler nach unseren Vorgaben trainiert und sind deshalb in einem guten konditionellen Zustand."

Dies gilt auch für Erik Durm, bisher im offensiven Mittelfeld des BVB II unterwegs. Er wird vom Trainer umgeschult. Nachdem Klopp vor einiger Zeit das Gespräch mit dem jungen Fußballer suchte, steht fest: Durm soll zukünftig rechter Außenverteidiger spielen. "Das Niveau besitzt Erik, aber er befindet sich jetzt in der Ausbildung. Deshalb wird er auch zukünftig bei den Amateuren zum Einsatz kommen", erklärte der Coach, der sich in Bad Ragaz erneut zum Thema Robert Lewandowski äußern musste. Mit einem süffisanten Lächeln auf den Lippen ließ der Coach die Journalisten wissen: "Für mich hat sich die Situation nicht geändert."

Kurzfristig geändert hat sie sich allerdings für Außenverteidiger Marcel Schmelzer, der sich eine Aduktorenverletzung zugezogen hat und zwei oder drei Tage mit dem Training aussetzen muss. Noch länger pausieren muss Sebastian Kehl. Obwohl der Kapitän wegen einer Kapselverletzung zwei Wochen ausfallen wird, reiste er mit ins Trainingslager. Für ihn steht Lauftraining auf dem Programm, denn laut Klopp benötigt Kehl erstmal Ruhe.

Ruhe gestattet er den übrigen Mitgliedern des Kaders aber nicht. Die Frage, ob er wie in jedem Trainingslager die Profis mit einer knüppelharten Einheit an einem Vor- oder Nachmittag unangenehm überraschen wird, ließ der Trainer allerdings unbeantwortet. "Es soll ja eine unangekündigte Trainingseinheit sein, die bestimmt für Hassliebe sorgt."

Quelle: wa.de

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