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Titel adé? BVB-Sportdirektor Zorc wird nach Pleite gegen Leverkusen deutlich 

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Von: Sven Schneider

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BVB-Sportdirektor Michael Zorc (rechts) wurde nach der Pleite gegen Bayer Leverkusen deutlich.
BVB-Sportdirektor Michael Zorc (rechts) wurde nach der Pleite gegen Bayer Leverkusen deutlich. © dpa / picture alliance

Bei der 3:4-Pleite gegen Bayer Leverkusen hat Borussia Dortmund erneut eklatante Defensivschwächen aufgezeigt. BVB-Sportdirektor Michael Zorc wurde deutlich.

Leverkusen - Drei Tore erzielt, vier Treffer kassiert. Beim 3:4 gegen Bayer Leverkusen hat Borussia Dortmund erneut eklatante Defensivschwächen aufgezeigt. Dementsprechend deutlich fiel die Kritik von BVB-Sportdirektor Michael Zorc am Samstagabend aus.

"Das tut weh! Das ist sehr enttäuschend, weil wir bis zur 80. Minute ein gutes Spiel gemacht und verdient geführt haben", sagte Zorc nach der Partie am Sky-Mikrofon. "In den entscheidenden Situationen sind wir aber zu passiv", fügte der 57-Jährige an.

BVB: Zorc wird nach Pleite gegen Bayer Leverkusen deutlich

Gemeint hatte Zorc damit besonders die zwei Minuten, in denen der BVB leichtfertig den Sieg aus der Hand gegeben hatte. Ein Diagonalpass auf Leon Bailey (81.) und eine Flanke von links (82.) auf den vogelfreien Lars Bender - schon war die BVB-Defensive ausgehebelt.

Nach der ernüchternden Schlussphase der Hinrunde mit einen 3:3 gegen RB Leipzig und der Niederlage gegen die TSG Hoffenheim sollten die Probleme im Winter-Trainingslager aufgearbeitet, die hinterste Kette stabilisiert werden. 

15 Tore in drei Partien und Stürmer Erling Haaland hatten eben jene Problematik beim BVB kurzfristig zum Rückrundenstart vergessen lassen. Zwei bittere Pleiten später jedoch steht fest: Borussia Dortmund dreht sich im Kreis und lässt derzeit jegliche Titelreife vermissen. "Das begleitet uns schon ein bisschen länger. Wir kriegen zu viele Gegentore, deshalb stehen wir in der Tabelle nicht besser da", wurde Zorc deutlich.

BVB droht nach Niederlage gegen Leverkusen die Bundesliga-Spitze aus den Augen zu verlieren

Mit 59 Toren stellt der BVB zwar aktuell die beste Offensive der Liga. 32 Gegentreffer jedoch hat in den Top-Zehn der Liga zusammen mit dem BVB nur die TSG Hoffenheim kassiert. Besonders in der Fremde mit vier Siegen, drei Remis und vier Niederlagen scheint bei den Akteuren in schwarz-gelb eine Blockade einzusetzen, sobald es darum geht, den berühmten Sack zu zu machen.

"Zuhause sind wir eine absolute Macht und gewinnen die allermeisten Spiele", weiß auch Zorc. Aber: "Das ist schon ein Teil unseres Problems, dass wir es nicht schaffen, so Spiele wie heute einzutüten", so der BVB-Sportdirektor am Samstagabend.

Mit 39 Punkten befindet sich Borussia Dortmund nach wie vor in Schlagdistanz zum FC Bayern und RB Leipzig auf den Spitzenplätzen. Die droht allerdings größer zu werden, wenn Duelle mit der direkten Konkurrenz wie mit Bayer Leverkusen, trotz Traumtor von Emre Can, verloren werden. "Man braucht nur einen Blick auf die Tabelle werfen. Dann weiß man, dass das heute ein wichtiges Spiel war um die Champions-League-Plätze, aber auch um ganz nach oben zu schauen", sagte Zorc. "Es ist mir jetzt zu früh, über den Rest der Saison zu sprechen. Wir müssen erst einmal sehen, dass wir weniger Gegentore bekommen."

Nach der in den vergangenen Wochen neu entfachten Euphorie erhält der Pessimismus langsam Einzug in das BVB-Lager - und jegliche Titel-Träume rücken vorerst in weite Ferne. Auch, weil sich Julian Brandt gegen Leverkusen verletzte. Nun ist die offizielle Diagnose bekannt. Ist Trainer Favre an allem Schuld? Ein Kommentar.

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