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Marco Rose stellt beim BVB die Mentalitätsfrage und zieht Vergleich zum FC Bayern

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Von: Sven Schneider

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Borussia Dortmunds Trainer Marco Rose stellt nach der Niederlage gegen Ajax Amsterdam die Mentalitätsfrage beim BVB. Er zieht den Vergleich zum FC Bayern.

Hamm - Ratlose Gesichter, enttäuschte Blick und klare Worte. Es war die erste bittere Lehrstunde für Borussia Dortmund in der laufenden Saison bei der 0:4-Packung gegen Ajax Amsterdam in der Champions League. Während die einen situative Fehleranalyse betrieben, wurde einer ganz besonders deutlich: BVB-Trainer Marco Rose.

VereinBorussia Dortmund
TrainerMarco Rose
LigaBundesliga
Gründung19. Dezember 1909, Dortmund

BVB: Marco Rose stellt Mentalitätsfrage und zieht Kimmich-Vergleich

„Wie verteidigt man einen richtig starken Gegner?“, fragte Marco Rose nach dem Schlusspfiff wohl eher rhetorisch am Mikrofon von Amazon Prime. Soeben war der BVB-Kader mit 0:4 in Amsterdam untergegangen - wonach der Spott auf Twitter folgte. Das Schlimme: Die Höhe der Niederlage war sogar dem Spielverlauf angemessen und hätte noch höher ausfallen können. Weil der niederländische Double-Sieger in allen Belangen besser war als Borussia Dortmund im Champions-League-Spiel am Dienstagabend.

„Gefühlt mit dem zweiten oder dritten Schuss stand es schon 0:2 - unsere Körpersprache war danach aber so wie nach einem 0:4. Ab dem zweiten Gegentor war es eine Frage der Überzeugung“, so Rose weiter. Allerdings war er wohl der einzige, der das so gesehen hatte. Denn überzeugt, das Ruder noch einmal herum zu reißen, war kaum einer der in neongelb gekleideten Spieler.

BVB: Marco Rose mit harter Kritik an seine Spieler inklusive Bayern-Vergleich

Die Verteidigungsarbeit des BVB war mangelhaft gegen den Brasilianer Antony, Stürmer Sebastian Haller und den anderen Ajax-Profis. Eine Körpertäuschung - und der Weg war frei ins lange Eck. Dann entschied sich Nationalspieler Emre Can nach einer Flanke dafür, stehenzubleiben und zu blocken. Dass sein Gegenspieler Haller aber ähnlich wuchtig daherkommt wie Muskelprotz und Can-Kollege Erling Haaland und ihn mal eben ohne Mühe stehen lässt, das war dem 27-Jährigen offenbar nicht bewusst.

Dass der fünfte Treffer nicht fiel, war auch Torhüter Gregor Kobel zu verdanken, der von seinen Vorderleuten im Stich gelassen wurde. Weil die bereits nach dem zweiten Gegentreffer sich und das Spiel gegen Ajax Amsterdam aufgegeben hatten. „Wenn du 0:2 zurückliegst, dann bist du nie zufrieden. Aber Joshua Kimmich winkt dann nicht nur ab, der wird richtig sauer“, zog Marco Rose einen Vergleich zum ehrgeizigen Bayern-Kapitän.

BVB: Marco Rose sauer über Einstellung seiner Spieler - „Kimmich winkt nicht ab“

Und weiter: „Das ist vielleicht ein bisschen der Unterschied. Auch in München ist dann Feuer unterm Dach. Die Frage ist immer, wie man solche Situationen annimmt und wie man reagiert.“ Klar ist: Der dritte Spieltag in der Champions League hat gezeigt, dass der BVB noch einiges an Nachholbedarf hat. Denn einen Zwei-Tore-Rückstand hatte Schwarz-Gelb bislang nur gegen den FC Bayern im Supercup (1:3) hinnehmen müssen.

„In dem Moment, wo es schwierig wird, muss man Lösungen finden. Da müssen wir trotzdem weiter Borussia Dortmund ausstrahlen. Man muss in jedem Moment zeigen, dass man dran glaubt, das Spiel noch gewinnen zu können“, betonte Marco Rose genau das, was am Dienstagabend schmerzlich vermisst wurde.

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