Aussagen des FCB-Ehrenpräsidenten

Nach Attacke gegen den BVB: Zorc mit Konter gegen Hoeneß - Watzke legt nach

Der Streit zwischen dem BVB und dem FC Bayern geht in die nächste Runde: Borussia Dortmunds Geschäftsführer schlägt ebenfalls gegen FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß zurück.

  • Borussia Dortmund lässt die Aussagen von Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, nicht auf sich sitzen.
  • BVB-Sportdirektor Michael Zorc kontert und schießt scharf zurück.
  • Auch Hans-Joachim Watzke lässt die Kritik nicht einfach auf sich sitzen (Update vom 4. August, 10.02 Uhr).

Update vom 4. August, 10.02 Uhr: Kritik ist üblich im Fußball-Geschäft. Zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern erhält diese jedoch immer eine ganz besondere Brisanz. Nach den Äußerungen von Uli Hoeneß zu den Transfer-Aktivitäten des BVB holte nun auch Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zum Konter aus.

NameMichael Zorc
Geboren25. August 1962 in Dortmund
EhepartnerinJola Zorc
PositionSportdirektor

Die Kritik von Uli Hoeneß kam wie aus dem Nichts. Besonders für Watzke. „Karl-Heinz Rummenigge und ich bemühen uns seit Jahren darum, dass die beiden größten deutschen Klubs ein respektvolles Verhältnis miteinander pflegen“, betont Watzke gegenüber der Bild und fügt an: „Ich finde es sehr schade, dass in regelmäßigen Abständen versucht wird, dies zu unterwandern“, erklärt er weiter.

Roman Weidenfeller scheint den Grund gefunden zu haben. Denn nach Jadon Sancho hatte sich mit Jude Bellingham bereits das nächste vielversprechende Talent aus England für den BVB und gegen den FC Bayern entschieden. „Da scheint der Frust mal wieder tief zu sitzen“, so Weidenfeller.

BVB: Michael Zorc schießt nach Kritik von Uli Hoeneß (FC Bayern) zurück

Hamm - Diese Giftpfeile aus der „Abteilung Attacke“ des FC Bayern wollen sie in Dortmund nicht auf sich sitzen lassen. Nachdem Uli Hoeneß (68), Ehrenpräsident des deutschen Rekordmeisters aus München, gegen die Transfer-Strategie der Borussia gewettert hat, schießt BVB-Sportdirektor Michael Zorc (57) nun zurück.

„Ich finde die Aussagen ziemlich arrogant, aber einiges ist auch sachlich de facto falsch“, sagte Borussia Dortmunds Sportchef Zorc der Bild: „Grundsätzlich: Wenn man jedes Jahr 250 Millionen Euro mehr in der Tasche hat, lässt es sich mit vollen Hosen gut stinken.“

Zorc bezog sich damit (auch) auf Hoeneß‘ Aussagen bezüglich Sancho. Der langjährige Macher des FC Bayern sagte in der FAZ: „Mit Sancho war bei uns alles klar, aber im letzten Moment entschied er sich für Dortmund.“ Falsch, sagt der BVB-Sportdirektor.

BVB-Sportdirektor Michael Zorc schießt gegen Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, zurück.

BVB-Sportdirektor Zorc kontert Hoeneß' Attacke auf Dortmunds Transfer-Politik

Denn Borussia Dortmund hätte sich bereits viel eher um einen Transfer von Sancho bemüht als der FC Bayern. Stattdessen versuchte der Rekordmeister, Sancho mit mehr Geld zu überzeugen - vergeblich. Ähnlich sei es nun bei Jude Bellingham (17) gewesen, der sich trotz des besseren Angebots aus München für den BVB entschied.

Aufreger des Ganzen war, dass Hoeneß im Interview mit der FAZ die Transfer-Strategie von Borussia Dortmund kritisiert hatte. Der Ehrenpräsident des FC Bayern hatte die vielerorts als modellhaft bewertete Strategie des BVB, Talente zu sichten, zu entwickeln und teuer zu verkaufen, als „unklug“ bezeichnet.

Das Argument von Hoeneß: „Wie soll ein Spieler die DNA eines Vereins aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein?“ Anders als der BVB mit seinem Kader, würde der FC Bayern ganz anders verfahren, meinte der 68-Jährige.

Hoeneß weiter: „Ich glaube, solange die Dortmunder dieses System nicht ändern, werden sie diese letzten zehn Prozent nicht kriegen, dass man in wichtigen Spielen die richtigen Leistungen bringt. Ein Spieler muss das Gefühl haben: Ich bin Bayern forever.‘“

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen

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