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BVB - FC Bayern: Doch kein Geisterspiel - So viele Zuschauer dürfen ins Stadion

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Von: Marcel Guboff, Sven Schneider

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Das Bundesliga-Topspiel BVB gegen Bayern wird mit Zuschauern stattfinden. Das Bundesland NRW bleibt von Geisterspielen verschont. So viele Fans dürfen ins Stadion.

Update vom 2. Dezember, 15.25 Uhr: Borussia Dortmund darf wohl nun auch offiziell auf die Unterstützung der Fans setzen beim Bundesliga-Topspiel gegen den FC Bayern am Samstag (18.30 Uhr/live im TV und Livestream). Wurde sogar über Geisterspiele in ganz Deutschland diskutiert, haben Bund und Länder nun eine Entscheidung getroffen. Zu Fußballspielen sind wegen der erneut bedrohlichen Corona-Lage vorerst nur noch höchstens 15 000 Zuschauer zugelassen.

VereinBorussia Dortmund
TrainerMarco Rose
LigaBundesliga

Bund und Länder hatten sich am Donnerstag darauf verständigt, dass die Stadien im deutschen Profi-Fußball zu maximal 30 bis 50 Prozent ausgelastet werden dürfen. Zudem soll die Maskenpflicht und die 2G-Regel greifen, nach der nur Geimpfte und Genesene Einlass erhalten. Ein zusätzlich negativer Corona-Test kann verlangt werden.

Der Tabellen-Zweite BVB empfängt am Samstag Spitzenreiter FC Bayern. Im Vorlauf hatte der BVB bereits den Vorverkauf der Tickets storniert. Anders als in Bayern bleibt das Bundesland NRW allerdings von Geisterspielen verschont. Schon an diesem Wochenende sollen Fußballspiele in Bayern nur noch als Geisterspiele stattfinden, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach den Bund-Länder-Beratungen am Donnerstag in München sagte - dies sei sein Vorschlag.

BVB - FC Bayern: Kein Geisterspiel - So viele Zuschauer dürfen ins Stadion

Update vom 1. Dezember, 17.08 Uhr: Das Bundesliga-Topspiel BVB gegen FC Bayern wird voraussichtlich mit Zuschauern im Stadion stattfinden. Das allerdings mit deutlich begrenzterer Anzahl als in den vergangenen Wochen. „Wir haben uns in der Regierung darauf verständigt, dass wir jetzt erst einmal die Kapazität der Stadien auf ein Drittel beschränken werden. Keine Stehplätze mehr, alles auf Sitzplätze und dann halten wir das für vertretbar“, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei ntv.

BVB gegen FC Bayern: Geisterspiel? Gesundheitsminister Laumann klärt auf

Hamm - Es ist nicht nur von den Namen das Topspiel des kommenden Spieltags in der Bundesliga. Denn wenn Borussia Dortmund im eigenen Stadion den FC Bayern empfängt, hat der Tabellen-Zweite den derzeitigen Spitzenreiter zu Gast. Das Brisante dabei: Der Rekordmeister aus München hat mit 31 Punkten „nur“ einen Zähler mehr auf dem Konto als der BVB. Die Schwarz-Gelben könnten mit einem Sieg also Platz eins übernehmen.

BVB gegen FC Bayern als Geisterspiel? In NRW drohen Einschränkungen

Ein Duell, das umso mehr eine große Kulisse verdient. Doch aufgrund der wieder dramatischen Corona-Lage in Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland ist das aktuell nicht ganz so einfach. Inzidenz und Hospitalisierungsrate in NRW steigen, dazu sorgt mit der Omikron-Variante eine neue Corona-Mutation für noch mehr Unsicherheit. Wird der Kracher BVB vs. FCB jetzt zum Geisterspiel?

In Sachsen fand der Fußball bereits am vergangenen Wochenende unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt: Beim Bundesliga-Heimspiel von RB Leipzig am Sonntag gegen Bayer Leverkusen (1:3) waren keine Zuschauer zugelassen. Auch das Zweitliga-Match zwischen Erzgebirge Aue und Darmstadt 98 (1:2) am Samstag fand ohne Publikum statt.

In NRW sah und sieht die Lage ganz anders aus. In Köln waren beim Derby gegen Borussia Mönchengladbach (4:1) 50.000 Zuschauer zugelassen. Der Bitte, sich an die Maskenpflicht zu halten, kamen dabei die wenigsten Stadion-Besucher nach.

NRW-Verordnung erlaubt Zuschauer im Stadion - weiteres Bundesland denkt über Geisterspiele nach

Derzeit erlaubt die Corona-Schutzverordnung in NRW für Großveranstaltungen eine volle Auslastung von Sitzplätzen, während Stehplätze nur zu 50 Prozent belegt werden dürften. Heißt für den Signal-Iduna-Park in Dortmund: 67.000 Zuschauer dürften rein.

Fußball: Bundesliga, Borussia Dortmund - FC Schalke 04, 26. Spieltag, im Signal-Iduna-Park. Leere Sitze und Ränge im Stadion während des Spiels.
BVB - FC Bayern als Geisterspiel? Es gibt erste Signale aus der Politik. © Heinz Buese/dpa

Doch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) kündigte am Montag strengere Corona-Regeln für NRW an. Und auch in den Stadien drohen Einschränkungen - was Konsequenzen auf BVB vs. FC Bayern haben könnte. „Wir haben ja Bilder gesehen am Wochenende - auch vom Fußball. Auf der anderen Seite kommen aus anderen Bundesländern - weil wir noch Kapazitäten haben, weil bei uns die Lage noch beherrschbar ist - kommen Patienten zu uns eingeflogen“, sagte Hendrik Wüst im ARD-Mittagsmagazin: „Das sind Dinge, die nicht zusammen passen. Und an solche Sachen werden wir auch ran gehen.“

In Nordrhein-Westfalen sollen schon ab diesem Samstag deutliche Beschränkungen der Zuschauerzahlen bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen gelten. Das kündigte CDU-Landtagsfraktionschef Bodo Löttgen am Mittwoch in einer Sondersitzung des Düsseldorfer Landtags zur Corona-Krise an. Die schwarz-gelbe Koalition entscheide sich „für eine signifikante Reduzierung der Zuschauerzahlen schon ab Samstag“. Zuletzt hatte die Landesregierung in Baden-Württemberg zeitnah Geisterspiele im Profi-Fußball angekündigt. Es sei „klar, dass im Profi-Fußball Geisterspiele kommen“, sagte Regierungssprecher Arne Braun der dpa.

Geisterspiele in der Bundesliga: Bund und Länder sprechen über Reduzierung der Fans im Stadion

Auch Bund und Länder sprachen beim Corona-Gipfel am Dienstag (30. November) über Kapazitätsgrenzen für die Spiele der Fußball-Bundesliga sprechen. Am Mittwoch steht die Sitzung des NRW-Landeskabinetts an.

Gesundheitsexperten wie SPD-Mann Karl Lauterbach und sein Grünen-Kollege Janosch Dahmen fordern ebenfalls in der aktuellen dramatischen Corona-Lage in Deutschland wieder Geisterspiele oder gar das Verbot von Großveranstaltungen. 

FDP-Chef Christian Lindner, bekennender Anhänger des BVB, sprach sich derweil für eine Reduzierung der Fans in den Stadien der Bundesliga aus. „Auch wenn ich Fußball-Fan bin: In den Größen, in denen die Stadien jetzt besetzt sind, geht das nicht“, sagte der 42-Jährige in der ARD-Talkshow „Anne Will“. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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