Nach Duell gegen die Bayern

TV-Experte ist sich sicher: Darum wird Borussia Dortmund nicht deutscher Meister

Borussia Dortmund verliert zum vierten Mal in Folge gegen den FC Bayern. Geht es nach einem TV-Experten, so ist die deutsche Meisterschaft schon entschieden.

Hamm - FC Bayerns Leon Goretzka war sich nach dem Sieg über Borussia Dortmund sicher. Die drei Punkte im Bundesliga-Topspiel für den deutschen Rekordmeister gehen völlig in Ordnung. „Am Ende waren wir heute einen Schritt schneller und etwas abgezockter, insgesamt waren wir etwas besser und haben verdient gewonnen“, so der Nationalspieler am Sky-Mikrofon.

VereinBorussia Dortmund
CheftrainerLucien Favre
StadionSignal-Iduna-Park (Dortmund)
Kapazität81.365 Plätze

Spielerisch trafen sich der BVB und der FC Bayern am vergangenen Samstag auf Augenhöhe. Dennoch verlor Schwarz-Gelb zum vierten Mal in Folge. Weil das Glück fehlte, wie Mats Hummels beteuerte: „Wir hatten viele gute Torchancen, die wir einfach nicht genutzt haben.“ Ist die deutsche Meisterschaft bereits entschieden? Ein TV-Experte findet: Ja!

BVB: Marcel Reif ist sich sicher: Darum wird Dortmund nicht deutscher Meister

Schuld daran ist für Marcel Reif aber weder die jüngste Niederlage noch Trainer Lucien Favre. „Bei Bayern ging es darum, der Platzhirsch zu sein“, verdeutlichte Marcel Reif in der Bild-Sendung Reif ist Live. Die Einstellung des BVB-Kaders stimmte. Auch Trainer Favre wählte einen mutigen Ansatz gegen den Tabellenführer, anstatt sich hinten einzumauern.

Am Ende des Tages müsse man einfach festhalten: Der FC Bayern ist aktuell einfach besser als Borussia Dortmund. Und das hat Gründe, wie Marcel Reif erörtert. „Weil die Bayern einen Kader haben, der durchgängig anders besetzt ist und eine andere Philosophie haben - und anderes Geld. Dortmund ist ein Verkäufer- und Ausbildungsklub. Solange sie sich das bewusst machen, ist es gut“, so Reif.

BVB: Marcel Reif erörtert klare Rangordnung im deutschen Fußball

Ohnehin sei die deutsche Meisterschaft für den BVB laut Reif nur ein langfristiges Ziel. „Wenn die Bayern mal nicht können“, so Reif, dann soll Borussia Dortmund die Chance nutzen. Bis dahin jedoch herrsche eine klare Rangordnung in Deutschlands höchster Spielklasse. „Bayern ist die Nummer eins, Dortmund die Nummer zwei“, so Reif.

Beinahe auf Augenhöhe: Borussia Dortmund und der FC Bayern.

Das allerdings liegt für Reif nicht an den direkten Duellen zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern. Es sind die vermeintlichen Kleinigkeiten, die den Unterschied zwischen Platz eins und zwei machen. „Das Problem für Dortmund sind aber nicht die Spiele gegen die Bayern, sondern die gegen Lazio in der ersten Halbzeit oder gegen Augsburg. Da schaffen sie es nicht, es seriös zu Ende zu spielen wie die Bayern in Salzburg“, so Reif.

BVB: Marcel Reif ist sich sicher: Lucien Favre ist der Leidtragende in Dortmund

Das größte Problem des BVB bleib jedoch die Dominanz der Bayern. Borussia Dortmund ist laut Marcel Reif gut beraten, genau so weiterzumachen. „Für die Bellinghams dieser Welt werden sie immer eine attraktive Adresse bleiben“, so Reif. Die Ansprüche von außerhalb dürften jedoch nicht zu groß werden.

Der Leidtragende sei Lucien Favre. „Er bildet sie aus, hat aber dann auch wieder mit dem Mentalitätsproblem der Mannschaft zu kämpfen“, analysiert Reif.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa/picture alliance

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