Nach der schwachen Leistung gegen Augsburg

BVB-Coach Stöger rechnet mit der Mannschaft ab

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Übt deutliche Kritik an seiner Mannschaft: BVB-Coach Peter Stöger.

Zum ersten Mal nimmt Dortmunds Trainer Peter Stöger nach einer schwachen Leistung seine Mannschaft nicht in Schutz. Ganz im Gegenteil.

Dortmund - Nach dem Zittersieg in der Partie bei Borussia Mönchengladbach (1:0) hatte der desaströse Zustand des Rasens als Ausrede getaugt. Nach dem schmeichelhaften 1:1 bei Atalanta Bergamo war der Tenor: Hauptsache weiter. 

Doch nach der enttäuschenden Leistung gegen den FC Augsburg (1:1) gehen Peter Stöger, Trainer beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, die Erklärungen aus. Bislang hatte Stöger sich nach jeder noch so uninspirierten Leistung in der Öffentlichkeit vor seine Mannschaft gestellt. 

Stöger macht seiner Unzufriedenheit Luft

Nicht so nach dem Remis gegen die Fuggerstädter. „Ich bin mit dem Spiel nicht zufrieden. Es war mein Eindruck, dass wir nur verwalten wollten. Ich hatte nicht das Gefühl, dass alle alles unternehmen wollten, dass es vorne und hinten besser wird“, so der deutlich angefressene Stöger. 

Der BVB holt nur einen Punkt vor halbvollen Rängen

Noch grantiger waren die Worte des Österreichers direkt nach Schlusspfiff am Eurosport-Mikrofon: „Wir schieben die Kugel nur hin und her und verwalten. Das ist nicht das, was wir sehen wollen. Wir hätten gefühlt die Tore abmontieren können.“ 

Boykott ist keine Ausrede

Dass es wegen des Fan-Boykotts deutlich ruhiger im Stadion war, lässt Stöger nicht als Grund für die dramatischen Leistungsabfall nach guten 20 Minuten gelten. „Es lag sicher nicht an der Kulisse. Das wäre eine billige Ausrede“, meinte Stöger, der mit Blick auf die Schlussphase, in der sein Team plötzlich druckvoll auftrat, irritiert anmerkte: „Dann verstehe ich die ganze Geschichte schon gar nicht mehr.“ 

Die Lösung für die unterkühlte Leistung bei Minustemperaturen im Dortmunder Stadion hatte aber auch der 51-Jährige nicht parat. „Wir verlangen nichts, was die Spieler nicht bringen können. Wir wünschen uns aber, dass man mehr Verantwortung übernimmt. Mir hat es nicht gefallen.“ 

Götze versucht sich in Erklärungen

Ähnlich hilflos wirkten die Äußerungen der Spieler nach der Partie. Auch Mario Götze, der einmal mehr zu den besseren Borussen gehört hatte, wollte die geringste Zuschauerzahl in der Bundesliga seit mehr als 20 Jahren nicht als Ausrede heranziehen: „Wir sind verwöhnt hier, weil wir sonst vor voller Kulisse spielen. Aber das ist nicht der Faktor“, meinte Götze und versuchte sich an einer sportlichen Erklärung: „Wir müssen versuchen, im letzten Drittel die Laufwege besser zu machen, zwingender zum Tor zu kommen. Bei Ballbesitz müssen wir auch mal schneller die Seite wechseln und Tempo ins Spiel bekommen.“ 

Mit Blick auf die nächste Partie am Samstag (18.30 Uhr/bei uns im Live-Ticker) bei RB Leipzig versprühte der Spielgestalter allerdings nur wenig Optimismus: „Wir müssen uns an den kleinen, positiven Dingen hochziehen. Aus den Dingen, die nicht so gut funktionieren, müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen.“ 

Auch Castro bemängelt die Einstellung

Ähnlich beurteilte Götzes Mittelfeldkollege Gonzalo Castro die Leistung gegen den FCA: „ Der letzte Pass, der letzte Punch und in den Zweikämpfen hat etwas gefehlt.“ Auch Castro erwartet eine schwierige Partie bei den Sachsen, die allerdings zuletzt in der Bundesliga zwei Niederlagen in Folge kassierten und drei Punkte und vier Plätze hinter der Borussia rangieren: „Die Partie wird intensiver, Leipzig wird uns – vor allem defensiv – auf die Probe stellen.“

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Quelle: wa.de

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