Langerak im Tor

BVB nach 1:1 gegen RSC als Gruppensieger in den Topf

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DORTMUND - An die Auslosung am kommenden Montag im schweizerischen Nyon wollte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp am Dienstagabend nach dem letzten Vorrundenspiel der Champions League nicht denken.

Von Peter Schwennecker

Zunächst steht für den Fußball-Lehrer die so wichtige Bundesliga-Partie am Samstag in Berlin im Fokus. Immerhin zog der BVB vor 65.851 Zuschauern durch das 1:1 (0:0) gegen den RSC Anderlecht zum dritten Mal in Folge als Gruppensieger in das Achtelfinale ein. Dort wird die Borussia nach dem Hinspiel am 17./18. Februar in der zweiten und entscheidenden Begegnung eine Woche später Heimrecht genießen. Sicherlich ein kleiner Vorteil. „Das war über Strecken sehr in Ordnung, die Kräfte sind uns hinten raus ausgegangen“, meinte Klopp. „Aber 13 Punkte sind eine Marke.

Mit Blick auf die Partie bei der Hertha wollte Klopp gegen die Belgier kein Risiko eingehen. Gegenüber dem 1:0-Erfolg gegen Hoffenheim nahm er gleich sechs Änderungen in der Startelf vor. Mats Hummels (Rückenprobleme) und Lukasz Piszczek (Hüftbeschwerden) waren nicht einmal im Kader. Erstmals nach 213-tägiger Leidenszeit wegen einer langwierigen Knieverletzung stand Nuri Sahin wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz. Neu ins Team rutschten auch Erik Durm als Rechtsverteidiger, Matthias Ginter, Shinji Kagawa, Kevin Großkreutz und Ciro Immobile.

Marcel Schmelzer durfte die Schwarz-Gelben in seinem 35. Europapokalspiel erstmals als Kapitän auf das Feld führen, weil Schlussmann Roman Weidenfeller wieder nur auf der Bank saß. Klopp schenkte erneut dem Australier Mitch Langerak sein Vertrauen, was er nach elf Minuten erstmals rechtfertigte, als er gegen den nach einem Stellungsfehler von Neven Subotic allein auf das Tor zulaufenden Aleksandar Mitrovic klärte.

BVB spielt 1:1 gegen RSC Anderlecht

Die größte Chance für die Belgier vor dem Seitenwechsel, die sich ansonsten ständigen Angriffen der Dortmunder ausgesetzt sahen, denen allerdings allzu oft die letzte Entschlossenheit fehlte. Sowohl Immobile (4. und 28.) als auch Henrikh Mkhitaryan scheiterten jeweils in aussichtsreicher Position an Anderlechts Schlussmann Silvio Proto. Glück für die Gastgeber, dass Schiedsrichter Alberto Undiano Mallenco aus Spanien nach einem Foul von Sahin an Ibrahima Conte im Strafraum in der Nachspielzeit der ersten Hälfte nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte.

Mehr Tempo und eine höhere Laufbereitschaft hatte Klopp von seiner Mannschaft für den zweiten Durchgang gefordert. Und der BVB schaltete nach dem Wiederanpfiff auch einen Gang höher. Kagawa (46.) und Mkhitaryan (48.) ließen gleich zu Beginn große Möglichkeiten aus. Doch dann schlug Immobile zu. Geschickt von Sahin angespielt, legte sich der Italiener den Ball auf den rechten Fuß und schoss unhaltbar ein. Es war bereits der vierte Treffer des Neuzugangs in der Königsklasse. Kurz darauf hätte Kagawa bereits das 2:0 sorgen können, doch schoss er aus 14 Metern über das Anderlechter Tor.

Danach durften auch Oliver Kirch und Jakub Blaszczykowski nach langer Verletzungspause ihr Comeback feiern. Chancen besaß zunächst weiter nur der BVB. Vor allem Immobile blühte noch einmal auf, scheiterte aber zweimal an Proto. Und auch Mkhitaryan klebte das Schusspech weiter am Stiefel. Dortmund verpasste trotz Riesenchancen die Entscheidung und wurde dafür bestraft. Mitrovic gelang sechs Minuten vor Schluss per Kopfball der glückliche Ausgleich. „Das Gegentor“, befand Klopp, „hätte nicht sein müssen.“

Quelle: wa.de

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