Matchwinner Aubameyang bleibt bescheiden

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BRAUNSCHWEIG/DORTMUND - Mit seinen zwei Toren sorgte BVB-Torjäger Aubameyang in Braunschweig für einen glücklichen Sieg. Sein Coach Klopp ist noch lange nicht zufrieden mit dem Angreifer. Dabei können die Westfalen dank Aubameyang wieder entspannter in die kommenden Spiele gehen.

Wohl dem, der solch einen Lehrling hat. Borussia Dortmund verdankt den erhofften Saison-Wendepunkt einem Torjäger, der alles andere als gesetzt ist. "Selbst wenn die Jungs ein paar Euro kosten, heißt das nicht, dass sie fertig sind in ihrer Entwicklung", sagte BVB-Coach Jürgen Klopp über seinen 13-Millionen-Mann Pierre-Emerick Aubameyang.

Der in Frankreich geborene Gabuner schoss den BVB mit seinen Saisontoren zehn und elf am Freitag zum überaus glücklichen 2:1 beim Tabellenletzten Eintracht Braunschweig, das Lob fiel aber gedämpft aus. "Für ihn ist die Umstellung vom Spiel seines alten Vereins zu uns die größte", erklärte Klopp nach dem wichtigen Sieg.

Trotz der starken Trefferquote von elf Toren aus 18 Spielen findet sich Aubameyang immer mal wieder nur auf der Bank wieder. "Für die Ziele, die wir haben, brauchen wir eine defensive Stabilität. Da ist das Verhalten entsprechend unheimlich wichtig, und das ist für ihn eine Riesen-Umstellung. Das klappt mal besser, mal schlechter. Das ist der Grund, warum er nicht immer von Anfang an gespielt hat", meinte Klopp.

Am Freitag aber war der 24-Jährige Gold wert. Seine beiden Chancen nutzte Aubameyang eiskalt (31./65. Minute). "Er hat einfach außergewöhnliche Abschlussqualitäten", lobte Klopp dann doch noch. Der Matchwinner selbst gab sich, offensichtlich auch angesichts der von Klopp monierten Defizite, bescheiden. "Ich muss mich bei Robert Lewandowski und bei Marco Reus bedanken, die meine Tore toll vorbereitet haben. Beide sind großartige Spieler", sagte Aubameyang artig nach dem Spiel, als er auf italienisch Rede und Antwort Stand.

BVB feiert 2:1-Erfolg gegen Eintracht Braunschweig

Zum Schwärmen war sein Auftritt trotz der beiden Tore nicht gerade. Er glich viel mehr einem typischen Torjäger alter Schule, der über 90 Minuten kaum zu sehen ist, dann aber im entscheidenden Moment den Unterschied ausmacht. Das wusste auch Aubameyang: "Es tut super gut, wenn man Tore schießt. Ich bin aber nicht am Ende. Ich will und muss mich weiter verbessern."

Für Aufsteiger Braunschweig genügte es am Freitag aber. Das lag freilich auch an einer glücklichen Fügung in der Nachspielzeit. Braunschweigs Bicakcic köpfte aus kürzester Distanz aufs Tor, der Ball prallte aber vom Innenpfosten in Roman Weidenfellers Arme. "Es war wichtig, endlich mal Glück zu haben. Wir machen gerade eine Phase durch, in der wir unsere Leichtigkeit über Drecks-Ergebnisse wiederfinden müssen", meinte Nuri Sahin nach zuvor vier sieglosen Spielen in Serie in der Fußball-Bundesliga.

Der am Freitag viel zitierte "Drecks-Sieg" soll nun der Wendepunkt gewesen sein. "Wir sind Borussia Dortmund. Wir sind bereit, für drei Punkte zu arbeiten. Egal wo, egal gegen wen und egal wann", bekräftigte BVB-Coach Klopp nach den vielen Nackenschlägen zuletzt.

Neben dem Sieg trug zu dessen Erleichterung auch das Comeback von Nationalverteidiger Mats Hummels nach zweimonatiger Verletzungspause bei. Zudem haben die Borussen nun den Serben Milos Jojic an Bord, der im Mittelfeld die langfristigen Ausfälle von Ilkay Gündogan und Jakub Blaszczykowski kompensieren soll. - lnw

Quelle: wa.de

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