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Watzke zu Problemen mit dem Mannschaftsklima: "Nicht so, wie wir es gewohnt sind"

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Von: Cedric Sporkert

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Hans-Joachim Watzke war nach dem letzten Hinrunden-Spieltag im ZDF-Sportstudio zu Gast.
Hans-Joachim Watzke war nach dem letzten Hinrunden-Spieltag im ZDF-Sportstudio zu Gast. © dpa

BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke räumt ein, dass es in der Mannschaft Dissonanzen gibt. Unter Peter Stöger wehe aber nun ein anderer Wind.

Mainz - Hans-Joachim Watzke erlebte am Samstagabend den entscheidenden Moment gar nicht mit. Borussia Dortmunds Geschäftsführer saß in der 89. Spielminute der Heimbegegnung des BVB, als Christian Pulisic seine Mannschaft gegen Hoffenheim noch zum 2:1-Sieg schoss, bereits im Auto. Der Grund: Er hatte sich für das "Aktuelle Sportstudio", des ZDF in Mainz angekündigt.

"Ich musste in der 88. Minute gehen und habe dann in den Katakomben Geschrei gehört. Zehn Sekunden später habe ich den Treffer dann bei SkyGo gesehen", sagte der 58-Jährige. Über den zweiten Dreier in Folge war er erleichtert: "Die Laufbereitschaft war gut und auch das Spielglück ist zurückgekommen. Wir hätten 1:0 oder 2:0 in Führung gehen müssen, haben die Dinge aber nicht sauber zu Ende gespielt. Wir hatten vorher in der Phase auch Spiele, die wir hätten gewinnen müssen."

Probleme mit dem Mannschaftsklima

Watzke räumte unterdessen ein, dass es Dissonanzen in der Mannschaft des Pokalsiegers gibt, die schon in der vergangenen Saison intern offen zu Tage traten. "Das hat sich da schon abgezeichnet. Fakt ist: Letztes Jahr war das schon ein Thema und uns ist bisher nicht gelungen, das so, wie wir es eigentlich bei Borussia Dortmund gewohnt sind, hinzubekommen."

Seitdem Peter Stöger den glücklosen Peter Bosz an der Seitenlinie abgelöst hat, habe sich das Klima aber bereits geändert. "Ich habe den Eindruck, dass die Spieler jetzt merken, dass sie sich wieder zusammenraufen müssen", sagte Watzke. "Ich glaube, das ist etwas, was Peter Stöger sehr gut kann: Eine Gruppe wieder komplett zum Funktionieren zu bringen." Er selbst richtete nach der Vorstellung Stögers deftige Worte an die Mannschaft. "Weniger mit Selbstvertrauen ausgestattete Menschen als unsere Spieler hätten danach Probleme gehabt, Weihnachten zu feiern."

Nach dem versöhnlichen Hinrunden-Abschluss in der Bundesliga steht einer entspannten Weihnachtszeit beim BVB nun aber nichts mehr im Wege. Auch, wenn die Borussen am Mittwoch noch beim FC Bayern München im Pokal antreten und auf den Einzug in die nächste Runde hoffen.

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