BVB vor dem Bundesliga-Start

Klopp braucht Wettstreit mit Bayern nicht

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Fehlt zum Auftakt: Neu-Star Henrikh Mkhitaryan.

DORTMUND - Erst einen Tag nach den Münchner Bayern startet Borussia Dortmund am Samstag um 15.30 Uhr beim FC Augsburg in die neue Bundesliga-Saison.

Von Peter Schwennecker

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr möchten die Schwarz-Gelben nicht gleich am Anfang den direkten Kontakt zum Rekordmeister verlieren.

Doch von einem erfolgreichen Auftakt hängt laut Trainer Jürgen Klopp nicht gleich eine ganze Serie ab: „Wir haben eine lange Saison vor uns, in der viele wichtige und schwere Spiele auf uns warten. Wir haben versucht, darauf hinzuarbeiten, alle Probleme, die auftreten, bewältigen zu können. Augsburg ist nur eine von vielen Baustellen“, betont der Fußball-Lehrer. „Wir haben auch Druck und hohe Ziele – dementsprechend brauchen wir jeden einzelnen Punkt. Wir wollen der unangenehmste Gegner für alle anderen Mannschaften in der Bundesliga sein.“

Nur auf sich selbst gucken und außerhalb des Platzes den direkten Vergleich mit den Bayern vermeiden – so lautet derzeit Klopps Devise. Doch fast tagtäglich wird er mit neuen Aussagen konfrontiert. So wie mit der von Bundestrainer Joachim Löw, der die Champions-League-Finalisten – zumindest, was die ersten 13 Akteure im Kader betrifft – auf Augenhöhe sieht.

Auch für Klopp macht die kleine Einschränkung den Unterschied aus: „Wir haben nicht das Gefühl, dass wir an den Tagen, an denen wir auf die Bayern treffen, haushoch unterlegen wären“, sagt der Coach. „Wir haben nur das Gefühl, dass die Bayern eine noch bessere Qualität haben als wir. Sie können mit diesem Kader auf nahezu jede Situation reagieren. Das können wir nicht.“ Immerhin 25 Punkte lag der BVB am Ende des vergangenen Meisterjahres hinter den Münchnern. „Niemand hatte bei uns den Eindruck, dass wir eine Katastrophensaison gespielt hätten. Dafür muss es aber schon Gründe geben.“

Und die liegen für Klopp auf der Hand: „Wenn wir auf die Startelf der Nationalmannschaft schauen, wie viele von den Bayern und von uns dabei sind, dann stellen wir fest, dass diese kleinen Unterschiede eben noch da sind. Wir sehen oder brauchen diesen Wettstreit nicht. Wir wollen nur unser Spiel entwickeln, damit wir irgendwann mal dahin kommen.“

Personell sieht es bei den Borussen vor dem Gastspiel in Augsburg nicht schlecht aus. Neben dem gesperrten Schlussmann Roman Weidenfeller, für den wie schon im Pokal in Wilhelmshaven Mitch Langerak zwischen den Pfosten stehen wird, fallen nur Lukasz Piszczek (Leisten-Operation) und Neuzugang Henrikh Mkhitaryan, der sich im Aufbautraining befindet, aus. Ein kleines Fragezeichen steht lediglich hinter Ilkay Gündogan, der gestern im Training wegen leichter Rückenprobleme passen musste.

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Quelle: wa.de

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