Klopps Extra-Lob für Erik Durm

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Torschütze Robert Lewandowski bedankt sich bei Erik Durm für die perfekte Vorlage.

DORTMUND - Der Verbannung durch die Uefa von der Trainerbank empfand Jürgen Klopp persönlich als harte Strafe, doch die Leidenszeit des Dortmunder Trainers während der Champions-League-Partie gegen Olympique Marseille dauerte nicht allzu lange.

Von Peter Schwennecker

„Ich brauche das nicht so häufig, Spiele von der Tribüne aus zu gucken. Aber wenn die Mannschaft so spielt wie heute, ist das schon mal okay“, schmunzelte der Fußball-Lehrer nach dem glatten 3:0 (1:0)-Erfolg über die Franzosen.

Klopp verfolgte die Partie nach seinem Ausraster in Neapel aus der Loge des BVB-Ausrüsters und fühlte sich keineswegs einsam. „Josef Schneck hat alles gegeben, mich gut zu unterhalten“, bejubelte der Coach die Tore durch Robert Lewandowski (19. und 80./Foulelfmeter) sowie Marco Reus (52.) gemeinsam mit seinem persönlichen Medienberater. Allerdings benötigte er nicht die bessere Perspektive, um zu erkennen, warum seine Mannschaft die Franzosen so eindeutig dominierte: „Wir haben einen enormen Aufwand betrieben und sind dafür belohnt worden.“

Während die Dortmunder während der gesamten Partie 126,3 Kilometer liefen, legten die Profis aus Marseille nur eine Distanz von 110 km zurück. „Wenn Marseille etwas besser ins Spiel gekommen ist, wurde die Mannschaft auch gleich gefährlich. Und es wäre noch gefährlicher geworden, wenn wir die Räume nicht gleich wieder zugelaufen hätten“, erklärte Klopp.

Der freute sich besonders über das beeindruckende Debüt in der Königsklasse von Linksverteidiger Erik Durm. „Ich bin superglücklich, mit welcher Coolness er das erste Tor vorbereitet hat“, betonte der Trainer. „Und wenn Marseilles Torwart nicht mit einer Weltklasseparade geklärt hätte, wäre ihm bei seiner Premiere sogar noch ein Treffer gelungen. Seine Leistung war außergewöhnlich gut.“

Durm selbst war nach dem Schlusspfiff euphorisch: „Geiles Gefühl, geiler Tag – alles super“, jubelte der Vertreter des verletzten Marcel Schmelzer. „Das ist wie ein Märchen für mich. Ich habe in den vergangenen zwei Wochen vier Spiele von Anfang an gemacht. So kann es weitergehen.“ Klar, dass er seine Position so schnell nicht wieder verlieren will. Was sein Trainer absolut begrüßte: „Ich brauche keine Spieler, die ihren Platz freiwillig hergeben würden“, sagte Klopp. „Die Belastung ist unglaublich hoch, und wir können alle Spieler gebrauchen. Deshalb freut sich Kevin Großkreutz auch darauf, wenn Lukasz Piszczek wieder fit ist – und Erik Durm darauf, wenn Marcel Schmelzer wieder spielen kann.“

Das wird allerdings am kommenden Samstag im schweren Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr) noch nicht möglich sein. Dann wird Durm erneut in der Startformation stehen. Und sein persönliches Märchen fortsetzen.

Quelle: wa.de

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