2:2 gegen VfL Wolfsburg

Der BVB versäumt es erneut, sich zu belohnen

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Zufriedenheit sieht anders aus: Dortmunds Sebastian Kehl nach dem Schlusspfiff

DORTMUND - Nein, einen Vorwurf konnte Dortmunds Trainer Jürgen Klopp seiner Mannschaft am Mittwoch nach dem 2:2 (1:1) im letzten Heimspiel des Jahres  wirklich nicht machen. 90 Minuten hatten die aufopferungsvoll kämpfenden Schwarz-Gelben gegen einen starken VfL Wolfsburg alles gegeben, sich dabei am Ende trotz zweimaliger Führung einmal mehr nicht belohnt.

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Damit dürfte endgültig klar sein, dass der BVB im Tabellenkeller der Fußball-Bundesliga überwintern wird. „Das war ein intensives Spiel gegen einen sehr guten Gegner“, war Klopp dennoch nicht unzufrieden. „Wolfsburg hat eine Top-Form und spielt richtig gut Fußball. Wir haben das sehr ordentlich gemacht, das ist okay für heute.“

Durm und Großkreutz von Beginn an dabei

Einmal mehr musste Klopp die Mannschaft kurzfristig umbauen. Der linke Außenverteidiger Lukaszcz Piszczek klagte über Magen- und Darprobleme. Für ihn kam Erik Durm. Und Kevin Großkreutz, der am Samstag die Partie in Berlin noch von der Couch verfolgte, rutschte für den verletzten Henrikh Mkhitaryan direkt wieder in die Startelf und übernahm die Offensivrolle auf der linken Seite. Bedingungslosen Kampf und Leidenschaft hatte Klopp den treuen Fans zuvor versprochen. Und die zuletzt arg gebeutelte Dortmunder Mannschaft versuchte von Beginn an, durch konsequentes Pressing den Tabellenzweiten zu verunsichern.

Die Statistik

Dortmund:  Langerak - Durm, Subotic, Hummels, Schmelzer - Kehl - Aubameyang, Bender, Gündogan (75. Kirch), Großkreutz - Immobile

VfL Wolfsburg: Benaglio - Jung, Naldo, Knoche, Rodriguez - Guilavogui, Luiz Gustavo (79. Arnold) - Vieirinha (63. Caligiuri), De Bruyne, Perisic (84. Olic) - Dost

Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden)

Zuschauer:  80 467 (ausverkauft)

Tore: 1:0 Aubameyang (8.), 1:1 De Bruyne (29.), 2:1 Immobile (76.), 2:2 Naldo (85.)

Gelbe Karten: Subotic (5) / -

Die Wolfsburger besaßen nach fünf Minuten allerdings die erste Riesenchance im Spiel. Sogar eine Doppelmöglichkeit, denn Kevin De Bruyne scheiterte nach Zuspiel von Vierinha zunächst an Schlussmann Mitch Langerak, setzte anschließend den Abpraller neben das Tor. Besser machte es kurz darauf Pierre-Emerick Aubameyang auf der Gegenseite. Er rutschte in eine präzise Linksflanke von Ciro Immpobile und traf sicher zum 1:0 (8.). Ein Treffer, der beim VfL durchaus Wirkung hinterließ. Dortmund versuchte, nachzusetzen, doch Mats Hummels köpfte nach einem Freistoß von Ilkay Gündogan knapp über das Tor.

BVB-Keeper Langerak patzte

Der Tabellenzweite stabilisierte sein Spiel mit zunehmender Dauer, kam aber recht glücklich zum Ausgleich, weil Langerak in seinem fünften Bundesligaspiel der Saison der erste Patzer unterlief. Den Freistoß des starken Belgiers De Bruyne zum 1:1 hätte er in der 29. Minute abwehren müssen, weil er genau in die Torwartecke kam. Eine BVB-Führung zur Pause wäre dennoch möglich gewesen, doch Immobile scheiterte (39.) nach einem Kehl-Pass freistehend an VfL-Schlussmann Diego Benaglio.

Borussia Dortmund - VfL Wolfsburg

Wolfsburg erwischte auch in Durchgang zwei den besseren Start. Und gleich in der 49. Minute machte Langerak seinen Fehler wett, als er gegen den freistehenden Vierinha glänzend reagierte und den Rückstand verhinderte. Doch der BVB hielt dagegen. Erst scheiterte Immobile (54.) an Benaglio, dann schoss Hummels (56.) den auf der Torlinie postierten Wolfsburger Bas Dost an.

von Peter Schwennecker

In kämpferischer Hinsicht war den Dortmundern kein Vorwurf zu machen. Sie gaben gegen spieltechnisch überlegene Niedersachsen alles. Was auch für Immobile galt, der eines seiner besseren Spiele im BVB-Trikot zeigte. Und seine gute Leistung mit einem Traumtor zum 2:1 (78.) krönte. Weil Robin Knoche ihn nicht richtig attackierte, zog der Italiener aus 18 Metern ab und ließ Benaglio mit einem platzieren Schuss ins untere linke Eck nicht den Hauch einer Abwehrmöglichkeit. Doch die kalte Dusche folgte für die Dortmunder vier Minuten vor dem Abpfiff, weil niemand nach einem Eckball von De Bruyne auf Naldo aufpasste, der völlig unbedrängt zum 2:2 einköpfte.

Quelle: wa.de

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