Ohne Weidenfeller

BVB will sich gegen Mainz endgültig CL-Ticket sichern

+
Der Australier Mitch Langerak wird heute für den verletzten Roman Weidenfeller im BVB-Tor stehen.

DORTMUND - Der Einzug in das Pokalfinale gegen die Münchner Bayern wird dem BV Borussia Dortmund für den Endspurt in der Bundesliga noch einmal einen richtigen Schub gegeben. Dieser Überzeugung ist jedenfalls Trainer Jürgen Klopp.

Von Peter Schwennecker

„Mit dem Endspiel in Berlin haben wir die Ziellinie noch einmal richtig nach hinten geschoben“, betont der Fußball-Lehrer. „Es geht jetzt nicht nur darum, sich für die Champions League zu qualifizieren. Platz zwei ist natürlich das große Ziel, doch es geht jetzt auch darum, für das letzte große Event in Berlin so richtig in der Spur zu bleiben.“

Das Ticket für die Königsklasse können die Schwarz-Gelben schon heute mit einem Sieg im Heimspiel gegen den FSV Mainz 05 (15.30 Uhr) endgültig buchen. Am Ostersonntag und Ostermontag dürfen die Borussen dann nach vier harten englischen Wochen die ersten beiden freien Tage genießen, um den Akku wieder aufzuladen. Danach steht mit Blick auf das DFB-Pokal-Finale am 17. Mai im Berliner Olympiastadion das Vorhaben im Mittelpunkt, die Form zu wahren oder bestenfalls sogar zu steigern.

Durchaus möglich, dass Klopp in einem Monat beim vielleicht krönenden Saisonabschluss gegen die Bayern sogar wieder Marcel Schmelzer und Sven Bender zur Verfügung stehen. Die Defensivakteure absolvieren nach ihren langwierigen Verletzungen bereits Laufeinheiten. „Wenn beide in den kommenden zwei Wochen wieder in das Mannschaftstraining einsteigen können, denn werden sie auch dabei sein“, meint Klopp, der für die Partie gegen Mainz angesichts der hohen Belastung in den vergangenen Tagen den einen oder anderen Wechsel ankündigt, um neue Frische in die Elf zu bringen.

Zumindest einen zwangsläufig, denn Schlussmann Roman Weidenfeller klagt seit dem Halbfinale gegen Wolfsburg über Beschwerden im Adduktorenbereich. „Ich gehe davon aus, dass gegen Mainz Mitch Langerak im Tor stehen wird“, plant Klopp am Osterwochenende nicht mit dem Routinier. Leichte Blessuren haben Kapitän Sebastian Kehl (Adduktoren) und Torjäger Robert Lewandowski (Oberschenkelprellung), doch geht der Trainer davon aus, dass sie zur Verfügung stehen. Zudem ist damit zu rechnen, dass Nuri Sahin, der gegen den VfL Wolfsburg pausierte, in die Mannschaft zurückkehren wird.

Klopp ist heiß auf das Wiedersehen mit seinen alten Freunden aus Mainz, weiß allerdings nur zu gut, was auf seine Mannschaft zukommen wird. „Mainz ist in einer guten Verfassung. Man muss mit dem Schlimmsten rechnen, was Einsatzbereitschaft und sonstige Dinge angeht“, sagt der 46-Jährige, der von der Videoaufzeichnung vom Mainzer 3:0 gegen Werder Bremen mehr als beeindruckt war. „Über die Entwicklung in Mainz habe ich mich gefreut. Hin zu einem selbstverständlichen Bundesligisten. Das war lange im Bereich der Träume, dass das mal wahr werden könnte“, schwärmt der Coach. „Ein etablierter Erstligist wie Werder Bremen war chancenlos in Mainz. Das ist außergewöhnlich, zeigt aber, dass so etwas noch möglich ist mit den richtigen Leuten am richtigen Ort und den richtigen Entscheidungen.“ Davon haben sie laut Klopp beim FSV in jüngster Vergangenheit sehr viele getroffen. „Und die für Trainer Thomas Tuchel war sicherlich eine der besten. Ich würde es Mainz gönnen, dass er noch lange da bleibt.“

Quelle: wa.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare