BVB will gegen Hannover Wiedergutmachung leisten

Kevin Großkreutz: "Wir müssen wieder gieriger werden."

DORTMUND - Der BV Borussia steht vor einer richtungweisenden Woche. Deswegen ist Dortmunds Trainer Jürgen Klopp erleichtert darüber, dass die Verletztenliste kleiner wird.

Von Peter Schwennecker

Am Samstag das Bundesliga-Heimspiel gegen Hannover 96 (15.30 Uhr), am Dienstag (20.45 Uhr) die Champions-League-Partie bei Arsenal London, bevor am Samstag darauf (15.30 Uhr) das Derby beim FC Schalke 04 ansteht. Schwarz-Gelb kann innerhalb von acht Tagen in zwei Wettbewerben wichtige Weichen stellen.

In erster Linie geht es darum, die ebenso bittere wie unnötige 0:2-Niederlage von Mönchengladbach zu bewältigen. „Das war ein außergewöhnliches Auswärtsspiel. Wir waren in einigen Teilbereichen so gut wie noch nie, haben uns deshalb nach dem Spiel komisch und richtig mies gefühlt“, hat Klopp die Sache noch nicht vergessen. Wobei er nicht allein die mangelnde Chancenverwertung für die Pleite verantwortlich macht. „Wir hatten in dieser Begegnung keine gute Strafraumbesetzung“, analysiert Klopp. „Es fehlte an der Häufigkeit der Chancen. Grundvoraussetzung, um überhaupt zu Treffern zu kommen.“

Klarer und deutlicher drückt sich in diesem Zusammenhang Außenverteidiger Kevin Großkreutz aus. „Wir müssen einfach wieder gieriger werden, Tore zu erzielen“, so dass Dortmunder Urgestein. Und das soll heute schon Hannover zu spüren bekommen, das auswärts bisher noch ohne Punkt- und sogar Torerfolg ist. Was Klopp nicht überbewerten will.

„Das ist sicherlich kein guter Ratgeber“, sagt der BVB-Fußball-Lehrer. „Es wäre schön, wenn es so bleiben könnte.“ Wobei sich der Trainer allerdings überrascht zeigt, dass sich die Niedersachsen auf fremden Plätzen bisher so schwer getan haben. „Hannover ist eigentlich eine typische Auswärtsmannschaft mit dem schnellen Umschaltspiel. Doch es ist nicht unsere Aufgabe, dieses Rätsel zu lösen. Das kann auch eine Woche später passieren“, betont Klopp.

Ein Wiedersehen gibt es heute mit Leonardo Bittencourt, der im Sommer nach Hannover wechselte. Die positive Entwicklung des Junioren-Nationalspielers hat der Dortmunder Coach erwartet. „Das haben wir genau so eingeschätzt, dass er mit mehr Spielen auch mehr Sicherheit bekommt“, erklärt Klopp. „Deswegen haben wir diesem Wechsel auch letztlich zugestimmt.“

Der Trainer wird die genaue Aufstellung wohl erst am Spieltag bekanntgeben können. Die zuvor angeschlagenen Marco Reus, Nuri Sahin, Jonas Hofmann und Erik Durm haben wieder trainiert. Verzichten muss er auf jeden Fall auf den gesperrten Mats Hummels, für den Soktratis in die Mannschaft rutscht, sowie auf Sebastian Kehl, Ilkay Gündogan und Lukasz Piszczek.

Auch für Marcel Schmelzer (Muskelfaserriss) und Sven Bender (Rückenprobleme) dürfte es noch nicht für einen Einsatz reichen. „Wir würden keinen Spieler mit großen Risiko in die Partie treiben“, sagt Jürgen Klopp. „Das machen wir aber nicht wegen Arsenal. Jemand zu schonen, damit er am Sonntag im Training gegen den Pfosten rennt – solche Dinge machen wir nicht.“

Quelle: wa.de

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